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    FUSSBALL: BAYERNLIGA

    TSV Abtswind verliert, und der Trainer sieht Rot

    DJK Ammerthal – TSV Abtswind 3:1 (0:0). Die fränkischen Bayernliga-Klubs haben bereits das dritte Wochenende in Folge kein einziges Duell mit den Vereinen aus der Oberpfalz für sich entscheiden können. Diesmal gab es sogar ausnahmslos Niederlagen. Die Abtswinder brachten in Ammerthal eine 1:0-Führung nicht ins Ziel – und unterlagen am Samstagabend noch mit 1:3.

    Ausgerechnet Michael Dietl. Ausgerechnet in Ammerthal. Ausgerechnet per Kopf. Abtswinds Mittelfeldakteur, im Sommer wegen seines Studiums von der DJK nach Unterfranken gewechselt, hatte zu Beginn der zweiten Hälfte die Führung für den TSV erzielt. Nach einem Schuss von Markus Thomann ließ Ammerthals Torwart Christopher Sommerer den Ball nach vorne abprallen. Der nur 1,75 Meter große Dietl überlupfte ihn mit seinem Kopf – und traf damit an der früheren Wirkungsstätte. Bereits zuvor beim 1:1 gegen Erlangen hatte Dietl mit dem Kopf getroffen, „Solche Geschichten“, sagte TSV-Trainer Mario Schindler, „schreibt der Fußball.“

    Auf den Rest der Story hätte der 42-Jährige gut und gerne verzichten können. Denn wie schon zehn Tage vorher n Cham standen die Abtswinder am Ende in der Oberpfalz wieder mit leeren Händen da. Die Hausherren hatten binnen 17 Minuten gleich dreimal getroffen. „Wir sind nach der Führung vom Kopf her eingeknickt“, sagte Schindler, der kurzfristig auch noch auf Abwehrass Christian Steinmetz verzichten musste. In der entscheidenden Phase hätten die Ammerthaler den größeren Siegeswillen gezeigt.

    Schindlers Ärger darüber vor allem aber über eine mutmaßliche Abseitsstellung vor dem 3:1, gipfelte in einer Schimpftirade, die für den TSV-Trainer einen Platzverweis nach sich zog. Die letzten Minuten übernahm Co-Trainer Daniel Hämmerlein. Doch es passierte nichts mehr. Schindlers Erkenntnis: „Wir müssen in dieser Liga die Zweikämpfe über 90 Minuten annehmen.“ Die Gäste waren zwar im 2000-Seelen-Dorf ordentlich reingekommen, ließen sich aber nach einer guten Viertelstunde den Schneid abkaufen. „Es war ein intensives Match. Auf dem kleinen Platz ging es gut zur Sache“, so Schindler. Fünfmal gab es Gelb für seine Elf, aber es reiche eben nicht, nur eine Stunde lang dagegenzuhalten.

    Abtswind: Reusch – Lenhart, Ekollo (66. Wolf), Graf, Dußler, Hillenbrand, Wirsching, Endres, Dietl (80. Schmitt), Thomann, Mikic (72. Heppt).

    Schiedsrichter: Eberhardt (Burgberg). Zuschauer: 250. Tore: 0:1 Michael Dietl (48.), 1:1 Florian Hausner (69.), 2:1, 3:1 Christian Schrödl (78., 86.).

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