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    TENNIS

    Unterfranken ist Tabellenführer

    Bezirksvorsitzender Walter Haun (2. von links) nahm beim Tennis-Bezirkstag in Wiesentheid die Ehrungen vor (von links): Wolfgang Dorda, Rainer Markert, Rudi Felgenhauer, Manfred Mayer, Karin Dorda, Karl Tauer, Eve Becker, Karl-Heinz Maier, Heinz Krolle und Werner Kisan (TSV Güntersleben), der verabschiedet wurde. Foto: Alexander Rausch

    Insgesamt harmonisch und erfreulich verlief der turnusmäßige Bezirkstag der unterfränkischen Tennisvereine in Wiesentheid. Vorsitzender Walter Haun durfte verdiente Vereinsmitarbeiter mit Ehrennadeln auszeichnen sowie Werner Kisan (Bezirksreferent für Regelkunde und Schiedsrichterwesen) und Eve Becker (Bezirksreferentin für Wettspielbestimmungen) verabschieden. Nach Hauns Bericht, in dem er auch nicht mit Kritik sparte, wurde das gesamte Vorstandsgremium einstimmig wiedergewählt und um Manuel Bronnsack ergänzt.

    „Die Teilnehmerzahl war wieder sehr gut. In Unterfranken scheint die Verbundenheit sehr hoch zu sein. Denn wir sind der Bezirk mit der höchsten Beteiligung“, freute sich Walter Haun über das Interesse „seiner“ Vereine am Bezirkstag. Dabei bekamen die Anwesenden einige Neuigkeiten serviert. Der Funktionär berichtete, dass der neue BTV-Ball bereits eingeführt wurde und zukünftig bei allen Turnieren zu verwenden ist. Der Bezirksvorsitzende appellierte, die Aktion „Deutschland spielt Tennis“ besser zu nutzen. Hier sei noch Luft nach oben.

    Auch in Sachen Vereinsberater und talentino-Tennis-Scout bemängelte Haun das fehlende Interesse der Vereine. Mit Lars Haack stehe ein hauptamtlicher Berater zur Verfügung, den alle Vereine durch ihre Beiträge mitfinanzieren. „Er möchte mehr tun und steht euch mit Rat und Tat zur Seite“, so der Aschaffenburger. Gleiches gelte für talentino-Tennis-Scout Astrid Hess. Von beiden könnten die Vereine nur profitieren. Zudem vermeldete der BTV, an den in Zukunft geringfügig höhere Mitgliedsbeiträge (Erwachsene + 0,50 Euro, Jugendliche + 1,70 Euro) abgeführt werden müssen, jüngst den Spatenstich für das Leistungszentrum in München-Oberhaching.

    Leicht zurückgegangen sind im vergangenen Jahr erneut die Mitgliederzahlen. 1,6 Prozent weniger weist der Stand Ende November aus. Das liege über dem deutschlandweiten Durchschnitt. „Dennoch sind wir im Großen und Ganzen zufrieden“, befand Haun. Schließlich habe sich auch die Anzahl der Vereine nicht verändert. Lediglich die Mannschaftsmeldungen seien deutlich niedriger als im Vorjahr. 97 Teams weniger gehen an den Start, was jedoch daran liegt, dass die M12-Altersklasse nun in Vierer- anstatt in Zweierteams spielt. Daher sei das Bild etwas verfälscht.

    Zu kämpfen hat der Bezirk auch damit, dass in Schweinfurt ein Referent für Midcourt und Kleinfeldtennis fehlt und es aufgrund der Hallenproblematik – es stehen kaum Vier-Feld-Hallen zur Verfügung – an Ausrichtern mangelt. „Hier geht mein Dank besonders nach Güntersleben, an den Heuchelhof und ans Tenniszentrum Franken für die Unterstützung“, lobte Haun, ehe er einige kritische Worte zum Miteinander anmerkte. Gegenseitige Fairness und Ehrlichkeit seien im Ehrenamt die oberste Maxime, öffentliche Denunzierung fehl am Platz. „Es ist traurig, dass ich so etwas vorbringen muss“, ärgerte sich der Funktionär. Schließlich habe man eine Verantwortung für die Gesellschaft, wie der stellvertretende BLSV-Bezirksvorsitzende Klaus Geier meinte. Um welchen Verein es sich dabei handelte, wollte Walter Haun auch auf Nachfrage nicht verraten.

    Freuen durfte er sich aber über die Zahlen. Schatzmeister Gerd Fröhling berichtete von einem vierstelligen Jahresüberschuss und einem Gesamtguthaben von rund 160 000 Euro. Daher sei auch keine Gebührenerhöhung nötig, obwohl Unterfranken mit 132 Euro die niedrigsten Mannschafts-Nenngelder aller Bezirke habe. Sicherlich trug auch diese Bilanz dazu bei, dass die Vorstandschaft ohne Gegenstimme entlastet und anschließend ebenso eindeutig wiedergewählt wurde. Manuel Bronnsack besetzt neu die vakante Stelle des Vorstands Vereinsberatung, Ausbildung und Entwicklung.

    Ehre, wem Ehre gebührt

    Bezirksvorsitzender Walter Haun überreichte Ehrennadeln an verdiente Vereinsmitglieder. Eve Becker (Tennisbezirk Unterfranken) und Heinz Krolle (DJK Aschaffenburg) erhielten die bronzene Ehrennadel des Bayerischen Tennisverbandes (BTV). Die Ehrennadel in Silber des Tennisbezirks Unterfranken bekam Manfred Mayer (TV Zellingen) angesteckt. Über die goldene können sich Karl-Heinz Maier (TC Westerngrund), Rainer Markert (TSV Karlstadt) und Rudi Felgenhauer (TG Heidingsfeld) freuen. Abschließend wurden Karl Tauer (TG Heidingsfeld), Wolfgang Dorda, Karin Dorda und Hans-Joachim Kral (alle TSV Grettstadt) mit dem Unterfrankenteller ausgezeichnet. Sie seien Vorbilder in ihren Vereinen, auf die man auch im Bezirk sehr stolz sei, zog Haun seinen Hut vor den Geehrten.

    Ergebnisse der Neuwahlen

    Vorsitzender bleibt Walter Haun (TC Schönbusch Aschaffenburg). Als Stellvertreter fungiert Gerd Fröhling (WB Rimpar), der auch für die Finanzen zuständig ist. Vorstandsmitglied Sport bleibt Jörg Dotzel (TSV Maßbach). Für Talentsuche und -Förderung ist Clemens Purkop (TC Burgsinn) verantwortlich. Neu ins Gremium gewählt wurde Manuel Bronnsack. Der 35-Jährige kümmert sich zukünftig um die Vereinsberatung, Ausbildung und Entwicklung. Gernot Janke (WB Würzburg) bleibt Vorsitzender der Rechtskommission. Beisitzer sind Eric Neuendorff (TC Kahl) und Jochen Engert (TSV Karlstadt), Alexander Hoffmann (TSV Retzbach) und Walter Staab (TC Goldbach) deren Stellvertreter.

    Die gewählte Vorstandschaft des Tennisbezirks Unterfranken (von links): Manuel Bronnsack (Vereinsberatung, Ausbildung und Entwicklung), Clemens Prukop (Talentförderung und Leistungssport), Jörg Dotzel (Sport), Walter Haun (Vorsitzender) und Gerd Fröhling (stellvertretender Vorsitzender, Schatzmeister). Foto: Alexander Rausch

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