• aktualisiert:

    FAUSTBALL: 1. Bundesliga

    Eine Weltmeisterin als Verstärkung

    Die Erstliga-Faustballerinnen des TV Segnitz mit (hinten von links) Ursina Sagstetter, Sophie Müller, Trainer Uli Lauck, Antonia Fuchs und Tatjana Müller, sowie (vorne von links) Helen Gernet und Svenja Schröder können heuer mit mehr Kader-Qualität aufwarten. Zur Mannschaft gehört noch Marites Gernet. Foto: Hartmut Hess

    Die Faustballer des TV Segnitz leben sportlich in der Diaspora, sind sie doch der einzige Sportverein im Landkreis, der noch Faustballer im Spielbetrieb hat. Deswegen mussten sie sich bislang ihre Spieler mit wenigen Ausnahmen selbst ausbilden, um die Zukunft zu sichern. Doch jetzt bekamen die Frauen unverhofft zwei – dazu noch prominente – Neuzugänge. Weil die Mannschaft des TV Eibach 03 auseinander gefallen war schlossen sich Antonia Fuchs und die amtierende Frauen-Weltmeisterin Svenja Schröder den Segnitzerinnen an und eröffnen der Mannschaft völlig neue Perspektiven.

    Die bisherige Schlagfrau Luisa Kaemmer weilt für ein halbes Jahr in Australien. Da kam Svenja Schröder zum besten Zeitpunkt, zumal sie mit ihren 19 Jahren schon eine bemerkenswerte Vita mitbringt. Sie bereichert seit Jahren Auswahlmannschaften der deutschen Faustballer und sammelte Titel und Medaillen im Jugend- und Juniorinnen-Bereich. Die 1,80 Meter große Schlagfrau gehört zu den drei besten Angreiferinnen im deutschen Frauenfaustball und holte vergangenes Jahr mit der A-Nationalmannschaft den Weltmeistertitel. Svenja Schröder studiert in Regensburg, will aber an Freitagen möglichst oft nach Segnitz kommen, genauso wie auch Antonia Fuchs. Die ist ebenfalls gebürtig im Nürnberger Vorort Eibach und wollte sich weiterhin in der 1. Bundesliga beweisen, weshalb sie mit nach Segnitz kam. Die 18-Jährige ist in der Abwehr oder auf der Zuspielposition einsetzbar und bevorzugt persönlich die linke Abwehrposition. Sie passt Trainer Uli Lauck gut ins Konzept, da es sich erst noch herausstellen muss, ob und wann Helen Gernet nach ihrer Bandscheibenoperation im vergangenen Jahr wieder zu ehemaliger Klasse zurückfindet.

    Neben Angriffsführerin Svenja Schröder wird etatmäßig Ursina Sagstetter auf der Zweitschlag-Position stehen, eine Alternative dazu kann Marites Gernet sein. Als Zuspielerin ist Tatjana Müller seit Jahren eine feste Größe. Neben ihr übernehmen Sophie Müller, Helen Gernet und Antonia Fuchs die Defensivaufgaben. An die Erstliga-Mannschaft möchte der Trainer möglichst die Jugendlichen Lena Mark und Vanessa Lempert heranführen. „Svenja und Antonia sind die perfekten Verstärkungen für uns und kommen auch zur rechten Zeit“, sagt Uli Lauck. Der Übungsleiter würde sich mit seinen Frauen nur zu gerne für die Endrunde um die deutsche Meisterschaft qualifizieren, wozu mindestens Platz drei nötig wäre. Doch er hält den Ball derzeit noch flach, „denn die Mannschaft muss sich mit den Neuzugängen erst finden“, so Lauck. Daher will er die Erwartungen nicht zu hoch schrauben und den Damen Zeit geben, als Einheit zusammenzuwachsen. Jedenfalls stimmt die Qualität des Kaders. Laucks Aufgabe ist es nun, das Potenzial bestmöglich herauszukitzeln.

    Die reguläre Runde läuft bis zum 30. Juni. Spätestens dann wird klar geworden sein, ob der TV Segnitz mit dabei ist, wenn der Deutsche Meister am 31. August/1. September in Kellinghusen (Schleswig-Holstein) ermittelt wird.

    1. Bundesliga Frauen Süd

    Mannschaften

    TSV Calw

    TSV Dennach

    FSV Hirschfelde

    TV Käfertal

    TV Obernhausen

    TSV Pfungstadt

    TV Segnitz

    SV Tannheim

    TV Unterhaugstett

    Segnitzer Heimspieltermine

    Sonntag, 5. Mai, 11 Uhr: TV Obernhausen, TSV Calw

    Samstag, 15. Juni, 11 Uhr: SV Tannheim, TSV Dennach

    Weitere Artikel

    Kommentare (0)

    Der Diskussionszeitraum für diesen Artikel ist leider schon abgelaufen. Sie können daher keine neuen Beiträge zu diesem Artikel verfassen!