• aktualisiert:

    GEWICHTHEBEN

    Kitzinger heben sich nach vorn

    Die Kitzingerin Katharina Winterholler war mit 309 Sinclairpunkten die beste Heberin der Veranstaltung beim Heimsieg gegen Röthenbach. Foto: Hartmut Hess

    „Es ist ja kein Geheimnis, dass wir in die Bayernliga aufsteigen wollen“, sagte Karl-Heinz Schwenkert, Wettkampfsprecher des Kraftsportvereins (KSV) Kitzingen, zur Begrüßung beim entscheidenden Frankenliga-Wettkampf der Gewichtheber gegen den TSV Röthenbach. Die hoch motivierten Gastgeber schafften mit dem Sinclairpunkte-Ergebnis von 1334:1113 einen klaren Sieg und überholten die Röthenbacher als bisherige Tabellenzweite und hoffen jetzt, noch auf den Zug in die Bayernliga aufspringen zu können.

    Der Wettkampf entwickelte sich von Beginn als Kampf auf des Messers Schneide. Im Wissen darum, was die Gegner zu bieten haben, „haben wir schon hohe Eingangsgewichte gefahren“, verriet KSV-Trainer Michael Fischer. Relativ hohe Gewichte in Verbindung mit Nervosität führte dazu, dass im Reißen keiner dar leichten KSV-Hebergruppe mit Nicole Winterholler, Thomas Stöhr und Philipp Kamleiter ohne Fehlversuch blieb. „Unser Plan ist aber aufgegangen, dass wir mit zwei Versuchen den ersten Punkt machen könnten“, konstatierte Michael Fischer. Seine Gruppe der schweren Heber mit Raphael Zink, Benjamin Uhl und Julian Seuffert startete im Kollektiv mit zwei gültigen Versuchen, scheiterten aber alle am letzten Gewicht. Mit 587 Sinclairpunkten setzten sich die Gastgeber gegen die Röthenbacher (581) durch und markierten die 1:0-Führung nach der ersten Teildisziplin.

    Der Wettkampf wurde überschattet durch die schwere Ellenbogen-Verletzung des Röthenbachers Majid Valian, dessen Arm unter der Last abknickte. Er musste in eine Würzburger Klinik eingeliefert werden und sein Ausfall „hat uns aus der Bahn geworfen“, meinte Röthenbachs Mannschaftsführer Jürgen Walker. Valians Verletzung war nicht das einzige Malheur des Abends, denn auch Philipp Kamleiter knallte gleich zum Einstand mit dem Unterschenkel gegen die Hantel. Deswegen gingen die Kitzinger Kraftmeier auf Nummer sicher und ließen Ersatzheberin Katharina Fischer ab dem Stoßen mit ins Geschehen eingreifen. Die 14-Jährige Deutsche Jugendmeisterin feierte ihr Frankenliga-Debüt. Sie steuerte 132 Sinclairpunkte zum Gesamtergebnis bei und empfahl sich für weitere Einsätze.

    Die Kitzinger überzeugten im Kollektiv mit überdurchschnittlichen Leistungen. Dabei tat sich Raphael Zink hervor, der mit 95 Kilogramm im Reißen eine persönliche Bestleistung schaffte und mit 115 Kilogramm im Stoßen nur ein Kilogramm unter seiner Bestmarke blieb. Ebenfalls eine persönliche Bestleistung gelang Julian Seuffert mit 121 Kilogramm im Stoßen. Nicole Winterholler glänzte mit 301 Sinclairpunkten als beste Punktesammlerin, aller 13 Heber. Benjamin Uhl war die Zuverlässigkeit in Person und trug das zweitbeste Punkteergebnis mit der höchsten Zweikampfleistung des Abends zum klaren Sieg des KSV bei. Sie gewannen das Stoßen noch deutlicher und erfüllten sich ihren selbst gestellten Auftrag des 3:0-Siegs, denn ein 2:1-Sieg hätte nicht gereicht, um Röthenbach noch auf dem letzten Drücker zu überholen.

    Jürgen Walker gab sich als fairer Sportsmann und erklärte bei der Verabschiedung: „Das war heute ein toller Wettkampf mit tollen Leistungen und tollen Zuschauern“. KSV-Mannschaftsführer Thomas Stöhr pflichtete ihm bei. „Es ist super, wenn man so ein Publikum hat.“

    „Wir haben jetzt den Fuß in der Bayernliga-Tür“, resümierte Thomas Stöhr, der als Leiter der Bayernliga aber derzeit noch keine konkreten Aussagen über die Aufstiegs-Modalitäten machen kann. Frankenliga-Meister AC Bayreuth habe amtlich auf den Aufstieg verzichtet. Je nachdem, wer aus höherklassigen Ligen absteigen muss, laufe es wohl darauf hinaus, dass der KSV Kitzingen im März eine Aufstiegs-Relegation bestreiten muss. Die Kitzinger sehnen die Bayernliga herbei, denn für die kommende Saison sind einige Verstärkungen zu erwarten, die den KSV für die höhere Klasse wappnen würden.

    Frankenliga

    Schweinfurt II – Bayreuth 967,1 : 1252,2
    KSV Kitzingen – TSV Röthenbach 1334,6 : 1113,2

    1. (1.) Bayreuth 3 3 0 0 4153,9 : 3309,1 9
    2. (2.) KSV Kitzingen 4 3 0 1 5282,4 : 4668,8 9
    3. (3.) TSV Röthenbach 3 2 0 1 3600,2 : 3451,9 6
    4. (4.) Bayreuth II 4 1 0 3 4307,7 : 4994,5 3
    5. (5.) Schweinfurt II 4 0 0 4 4033,9 : 4953,8 0

    Weitere Artikel

    Kommentare (0)

    Der Diskussionszeitraum für diesen Artikel ist leider schon abgelaufen. Sie können daher keine neuen Beiträge zu diesem Artikel verfassen!