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    FUSSBALL: BEZIRKSLIGA

    Lohrer mit Rückenwind ins nächste Heimspiel

    Ugur Sen und sein TSV Lohr sind eine der positiven Überraschungen der bisherigen Bezirksliga-Saison. Foto: Yvonne Vogeltanz

    Nach zuvor nur drei Unentschieden hat Aufsteiger TSV Lohr (2./26), der sich nach wie vor prächtig in der Fußball-Bezirksliga West zurechtfindet, jüngst einen klaren 6:0-Erfolg beim Schlusslicht Erlenbach eingefahren. "Mir war es wichtig, dass wir zu null spielen und unsere Kräfte schonen für die kommende Aufgabe gegen Uettingen", erklärte Lohrs Spielertrainer Christian Schmitt, nachdem seine Jungs im letzten Spiel die zweite Hälfte ruhiger haben angehen lassen. Denn gegen den TSV Uettingen wollen die Lohrer, für die es zuletzt nur zu vier Unentschieden vor heimischer Kulisse gereicht hat, an diesem Sonntag endlich wieder einen Heimsieg bejubeln.

    Aber auch die Gäste aus Uettingen (9./19) werden nach den beiden jüngsten Niederlagen bestrebt sein, wieder in die Erfolgsspur zurückzukehren. Die positive Auswärtsbilanz mit zwölf Punkten aus sechs Spielen zeigt zwar, dass die Jungs von TSV-Coach Stephan Spanheimer auf fremdem Platz deutlich erfolgreicher sind, doch ist die personelle Situation nach wie vor angespannt. Lukas Weimer wird aller Voraussicht nach weiter in der Offensive fehlen, der angeschlagene Kapitän Manuel Scheller war zuletzt zumindest auf der Bank.

    Frammersbach gegen das nächste Schwergewicht

    Die Mannschaft von TuS-Spielertrainer Patrick Amrhein hat in der Vergangenheit gezeigt, dass sie sich auch gegen Spitzenmannschaften nicht verstecken muss. In der Vorwoche haben die Frammersbacher (8./19) den vermeintlichen Favoriten Keilberg sogar mit 2:0 besiegt. Auch beim Dritten der Vorsaison aus Leider (4./24), der in einem kleinen Formtief steckt und aus den letzten fünf Partien lediglich acht Punkte gesammelt hat, ist den Nordspessartern durchaus etwas zuzutrauen.

    Eine schwere Aufgabe erwartet den TSV Neuhütten-Wiesthal (13./14) mit dem Gastspiel beim Tabellenführer Rottendorf (1./29). Die Jungs von Rottendorfs Trainer Martin Lang blicken auf eine stolze Bilanz von vier Siegen in Folge, vor heimischer Kulisse musste man sich bislang sogar nur einmal geschlagen geben. Die personelle Situation beim Klassenprimus ist so komfortabel, dass Martin Lang in der jüngsten Partie mit Robin Busch einen seiner Leistungsträger erst in der zweiten Halbzeit eingewechselt hat. "Ich habe aktuell 15 gleichwertige Spieler", meinte Lang angesichts seiner Entscheidung.

    Einsatz mit Schmerzmitteln

    "Von einem solchen Luxusproblem können wir nur träumen", meinte Neuhütten-Wiesthals Sportleiter Bernd Kunkel nach dem jüngsten Unentschieden. Denn bei den Nordspessartern wurde Steffen Englert nach seiner Verletzungspause zwar vergangenen Sonntag erstmals eingewechselt, allerdings hatte der Torjäger im Vorfeld nur eine Trainingseinheit absolviert. Der Einsatz von Christian Kunkel in den Schlussminuten sei nur durch die Einnahme von Schmerzmitteln möglich gewesen. Dennoch versuche man, aus dem jüngsten 1:1 das Positive herauszuziehen. "Wir haben nach sechs Niederlagen den ersten Punkt geholt, und außerdem ist Retzbach nicht an uns vorbeigezogen", machte Kunkel, dessen Team nach gutem Saisonstart mittlerweile auf den Relegationsplatz abgerutscht ist, deutlich.

    Beim TSV Retzbach (14./12) hält der positive Trend an. Sieben Zähler haben die Jungs von TSV-Spielertrainer Benedikt Strohmenger in den letzten drei Spielen gesammelt und dadurch wieder Sichtkontakt zum rettenden Ufer. Mit dem heimischen Publikum im Rücken wird es gegen die Bahnhöfer aus Hösbach (10./17), die ebenfalls schlecht gestartet waren und sich mittlerweile ins Mittelfeld vorgearbeitet haben, vor allem darauf ankommen, Goalgetter Patrick Schneider nicht aus den Augen zu lassen. Denn mit zwölf Treffern ist der Hösbacher Routinier einer der erfolgreichsten Torjäger der Liga. Personell sieht es beim TSV diesmal wieder besser aus, denn Felix Strohmenger ist aus dem Urlaub zurück. Außerdem sind Nicolai Zull, Maximilian Köstler und Philipp Gößwein wieder dabei.

    Auf Tabellenplatz neun ist der Rückstand der DJK Altbessingen (9./20) in der Bezirksliga Ost auf den Aufstiegsrelegationsrang mit fünf Zählern geringer als der Abstand nach unten. Denn auf dem Abstiegsrelegationsplatz beträgt der Vorsprung immerhin neun Punkte. Ob das Team von DJK-Trainer Michael Fery weiter eher nach oben als nach unter schauen kann, hängt nicht zuletzt vom Ergebnis des sonntäglichen Heimspiels gegen die DJK Hirschfeld (5./22) ab. Zuletzt zeigte Altbessingen beim 2:1-Erfolg in Thulba aufsteigende Tendenz.

    Spielplan

    Bezirksliga West, Sonntag, 27. Oktober, 15 Uhr: TuS Leider – TuS Frammersbach, TSV Keilberg – SV Erlenbach/Main, TSV Lohr – TSV Uettingen, TSV Rottendorf – TSV Neuhütten-Wiesthal, TSV Retzbach – SpVgg Hösbach-Bahnhof, FC Südring Aschaffenburg – Spfrd Sailauf, TSV Heimbuchenthal – SSV Kitzingen, DJK Hain – TV Wasserlos.

    Bezirksliga Ost, Samstag, 26. Oktober, 16 Uhr: FC Thulba – DJK Dampfach, FC Bad Kissingen – TSV/DJK Wiesentheid, Spfr. Steinbach – TSV Münnerstadt; Sonntag, 27. Oktober, 15 Uhr: DJK Altbessingen – DJK Hirschfeld, TSV Bergrheinfeld – SV-DJK Unterspiesheim, FC Sand II – SV Rödelmaier, TSV Gochsheim – TSV Forst, FC Westheim – Oberschwarzach/Wiebelsberg.

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