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    FUSSBALL: BAYERNLIGA

    Der TSV Karlburg zahlt gegen den Würzburger FV Lehrgeld

    Langes Bein: Der Würzburger Tim Lorenz (rechts( klärt vor dem Karlburger Sebastian Stumpf. Foto: Yvonne Vogeltanz

    Beim Würzburger FV durften sie sich nach dem 4:1 (2:0)-Sieg beim TSV Karlburg über die ersten Punkte der neuen Bayernliga-Saison freuen, auf die sie beim gastgebenden Aufsteiger weiter warten. Der zahlte nämlich auch im zweiten Rundenspiel Lehrgeld. Manches deutet darauf hin, dass es für den Neuling eine harte Saison werden könnte.

    Allein die Anfangsphase zeigte die Unterschiede zwischen dem Aufsteiger und den mit zahlreichen gestandenen Bayernliga-Spielern bestückten WFV deutlich auf. Die Gäste attackierten die Karlburger immer wieder in deren Hälfte, erstickten das Aufbauspiel des TSV im Keim und erzwangen Fehlpässe. "Wir wollten nicht warten, sondern das Spiel diktieren", erklärte WFV-Trainer Berthold Göbel.

    Frühes Kopfballtor

    Und diese Herangehensweise zeitigte Erfolg. Nach einem Eckball brachte Tim Lorenz den Gast per Kopf in Führung (6.), Felix Eberhardt vollendete einen Alleingang mit dem zweiten Treffer (32.). Kurz vor der Pause folgten eine Serie weiterer WFV-Chancen, doch TSV-Keeper Marvin Fischer-Vallecilla sowie auch eine Portion Glück auf Karlburger Seite verhinderten weitere Treffer.

    Immerhin kam Karlburg mutiger aus der Pause zurück. Was vielleicht auch an der Einwechslung von Lukas Imgrund lag. Der Mittelfeldakteur, der vergangene Saison noch für das U-23-Team des FC Würzburger Kickers gespielt hatte, absolvierte sein erstes Spiel für Karlburg und deutete an, dass er eine Bereicherung für den Aufsteigers sein kann. Binnen weniger Sekunden vergaben die Einheimischen dann auch zwei dicke Chancen. Einmal klärte Tim Lorenz ein Zuspiel von Ex-WFV-Kapitän Sebastian Fries, das Luca Pfister nur noch ins leere Tor hätte schieben müssen. Dann traf Stürmer Sebastian Stumpf aus kurzer Entfernung die Latte. "Wenn da ein Tor fällt, kriegen wir noch einmal Probleme", merkte Göbel an.

    Erstes Karlburger Bayernliga-Tor

    Doch mit dem Kontertor von Erik Schnell-Kretschmer, der selbst halbes Jahr in Karlburg gespielt hatte, war die Partie dann endgültig entschieden (75.). Immerhin gelang dem eingewechselten Paul Karle – er war von den U-19-Junioren des WFV gekommen – mit seinem sehenswerten Distanzschuss das 1:3 (76.) und damit das erste Bayernliga-Tor der Kalburger Vereinshistorie. Am Ende jedoch setzte Cristian Dan mit dem vierten Würzburger Treffer den Schlusspunkt.

    "Vielleicht hat man dann auch gemerkt, dass die WFV-Spieler sechs Tage Pause vor dem Spiel hatten und wir bloß drei. Die waren am Ende frischer", merkte Karlburgs Trainer Markus Köhler an. Sein Ziel ist es, für die nächsten Spiele vor allem die Defensive seiner Mannschaft zu stabilisieren, um in den anstehenden Spielen konkurrenzfähig zu sein.

    Die Statistik des Spiels
    Fußball: Bayernliga Nord
    TSV Karlburg – Würzburger FV 1:4 (0:2)
    Karlburg: Fischer-Vallecilla – Kübert, Schramm, Schiebel, Wabnitz – Rösch (70. Karle), A. Köhler (46. Imgrund) – Machau (46. Pfister), Römlein, Fries – Stumpf.
    Würzburg: Dietz – Gehret, Lorenz, Drösler, Röckert (86. Roos) – Lotzen, Schnell-Kretschmer – Eberhardt (56. Obrusnik), Schömig, Michel (63. Barthel) – Dan.
    Schiedsrichter: Johannes Hamper (Katschenreuth). Zuschauer: 900. Tore: 0:1 Tim Lorenz (6.), 0:2 Felix Eberhardt (32.), 0:3 Erik Schnell-Kretschmer (75.), 1:3 Paul Karle (76.), 1:4 Cristian Dan (90.+2). 

    Die Einschätzung der Lage zur Halbzeit

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