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    FUSSBALL: BEZIRKSLIGA WEST

    Frank Zyzik ist voll des Lobes

    Er ist seit der Winterpause beim TSV Neuhütten-Wiesthal am Ruder: Frank Zyzik. Foto: Hans Will

    TSV Retzbach (3./38)

    Aufsteiger Retzbach war die Überraschungsmannschaft der Vorrunde: Elf Wochen lang führte der Neuling sogar die Tabelle der Bezirksliga an. Überwintert haben die Jungs von TSV-Coach Matthias Frank immerhin auf einem glänzenden dritten Platz, mit nur einem Pünktchen Rückstand auf den Tabellenzweiten.

    Bereits im November hat der in Karlstadt beheimatete Frank angekündigt, dass nach dieser Saison für ihn Schluss ist. Er hatte den TSV zunächst drei Jahre mit seinem früheren Mitspieler Steffen Amthor trainiert, in dieser Saison ist er erstmals alleine für die Mannschaft verantwortlich. „Ich werde in der nächsten Runde definitiv nichts machen“, erklärt Frank auf die Frage, ob er sich in der Winterpause doch für einen anderen Verein entschieden hat. „Es sei denn, der Club ruft an. Da würde ich unter Marek Mintál auch Co-Trainer machen“, scherzt der aus der Nähe von Bayreuth stammende Frank.

    Nach dem kräftezehrenden letzten Jahr habe zwar die gesamte Mannschaft die Winterpause herbeigesehnt und genossen, doch freue sich das Team, wie auch er selbst, auf die verbleibenden zwölf Spiele. Der scheidende Retzbacher Coach hofft, dass seine Jungs die Rückrunde ähnlich erfolgreich gestalten können wie die Hinrunde. „Ich würde es Benedikt gönnen, dass wir die Saison so gut wie möglich abschließen“, meint Frank im Hinblick auf Benedikt Strohmenger, der derzeit noch in Diensten des SV Altfeld steht und in der nächsten Saison den Bezirksligisten übernehmen wird.

    Während Mirco Zimmermann, der sich dem TSV bereits vor der Winterpause angeschlossen hat, inzwischen spielberechtigt ist, hat Frederik Köstler seinen Heimatverein in Richtung SV Birkenfeld verlassen. Sebastian Leisgang hat sich im jüngsten Testspiel einen Außenbandriss zugezogen und wird daher zunächst nicht dabei sein.

    TSV Uettingen (7./27)

    Hatte sich der TSV Uettingen in der letzten Saison erst im letzten Moment in der Relegation die Klasse gesichert, sah es in der neuen Runde zunächst nicht besser aus. Lediglich sechs Zähler fuhren die Jungs des verletzten Uettinger Spielertrainers Sebastian Gerlich ein, ehe sich der Verein Mitte September von diesem trennte. Unter dem neuen Coach Horst Gensler läuft es bislang prächtig, immerhin 21 Punkte haben die Uettinger unter der Regie ihres früheren Sportleiters in zwölf Partien gesammelt. Überwintert hat der TSV auf dem siebten Rang, mit neun Zählern Vorsprung zum Relegationsplatz.

    Hatte Gensler zunächst nur bis zur Winterpause seine Zusage gegeben, sicherte er jedoch bereits im November zu, die Mannschaft bis zum Saisonende zu betreuen. Gleichzeitig wurde Manuel Scheller zum spielenden Co-Trainer befördert und steht Gensler zur Seite. Trotz der positiven Entwicklung mahnt der TSV-Coach, dass man noch lange nicht gerettet sei. „Oberstes Ziel ist es, so schnell wie möglich 40 Punkte zu erreichen“, macht der Uettinger deutlich und appelliert an seine Spieler, nicht blauäugig zu sein.

    Zum Start in die Rückrunde fehlt bei den Uettingern, die in der nächsten Spielzeit von Stephan Spanheimer trainiert werden, nach wie vor der verletzte Maximilian Eckert. Zudem hat sich David Beyerlein jüngst eine Oberschenkelverletzung zugezogen.

    TuS Frammersbach (10./22)

    Die TuS Frammersbach ist bislang weit hinter den Erwartungen geblieben. Nach dem letzten Spieltag hatte Spielertrainer Marco Trapp, seit einem Jahr im Amt, sogar überlegt, seinen Posten mit sofortiger Wirkung zur Verfügung zu stellen. Denn gerade einmal vier Punkte Abstand haben die Frammersbacher zum Relegationsplatz. Die Vereinsführung und Trapp entschieden sich, bis zum Saisonende gemeinsam weiterzumachen, ehe für die neue Runde Patrick Amrhein und Manuel Rausch das Sagen bei den Nordspessartern haben werden.

    „Wir müssen so schnell wie möglich Punkte holen, um die Klasse zu halten“, fordert Trapp von seinen Akteuren, bei denen er in der Vorbereitung teilweise die nötige Einstellung vermisst habe. „Ich hoffe, alle haben begriffen, um was es geht.“ Trapp selbst gibt zu, dass er froh sei, wenn die zwölf ausstehenden Spiele absolviert sind. „Ich habe die Entscheidung getroffen, keinen Spielertrainer mehr zu machen, sondern nur noch als Spieler aktiv zu sein“, gibt der 37-Jährige angesichts der ständigen Belastung zu. Für welchen Verein er spielen wird, wollte er aber noch nicht verraten.

    Michael Weigand, der sich eine Rippe gebrochen hat, wird in den nächsten Wochen nicht einsatzfähig sein. Hatte Fabian Lurz bereits vor wenigen Wochen seinen Wechsel zum TSV Lohr bekannt gegeben, so teilte TuS-Sportleiter Jochen Mill vor wenigen Tagen mit, dass Steven Summa und Keeper Joshua Schuhmacher zur neuen Saison ebenfalls den Verein verlassen werden.

    TSV Neuhütten-Wiesthal (11./21)

    Nachdem sich der TSV Neuhütten-Wiesthal Anfang Dezember nach nur halbjähriger Zusammenarbeit von seinem Coach Nico De Rinaldis getrennt hat, ist mit Frank Zyzik und Patrick Richter ein altbewährtes Trainer-Duo zum Fusionsverein zurückgekehrt. „Die Jungs haben sehr gut gearbeitet. Da wir uns ja bereits kennen, fiel die Eingewöhnungsphase komplett weg“, schwärmt Frank Zyzik am Ende der Wintervorbereitung von seiner Arbeit mit der Mannschaft. Das Team habe sich in vielen Bereichen, vor allem aber in der Defensive, gesteigert und sei hochmotiviert.

    Auch Steffen Englert, der nach seiner Verletzung zum Ende der Vorrunde in der ersten Garnitur nicht zum Einsatz kam, habe überragend trainiert und sei beinahe in Top-Verfassung. Hat der TSV mit dem spielenden Co-Trainer Patrick Richter nun eine weitere Option in der Defensive, steht zum Rückrundenstart hinter dem Einsatz der beiden Offensivkräfte Christian Huth, der zuletzt im Urlaub weilte, und Felix Schanbacher (Schienbeinprobleme) ein Fragezeichen.

    Bleibt abzuwarten, wie sich die gute Vorbereitung auf den Pflichtspielbetrieb auswirkt, wo mit der Mannschaft um den ehemaligen TSV-Spielertrainer Sebastian Aulenbach gleich ein direkter Konkurrent wartet. Bei nur drei Punkten Vorsprung zum Relegationsplatz steht Neuhütten-Wiesthal, das in der nächsten Runde von Alexander Schubert trainiert wird, von Beginn an in der Pflicht.

    FV Karlstadt (16./1)

    FV-Trainer Reiner Neumann vom bis dato sieglosen Schlusslicht Karlstadt muss in der Rückrunde auf zwei Akteure verzichten: Mit Yannick Bialas hat sich ein Spieler mit Ziel unbekannt verabschiedet, der in der Vorrunde erst zu den Kreisstädtern gestoßen ist und nur sporadisch zum Einsatz kam. Schmerzlicher ist die verletzungsbedingte Pause von Abwehrstratege Johannes Schreiner, der sich bereits seit der letzten Saison mit Leistenproblemen herumplagt und daher erst einmal pausieren möchte. „Das können zwei bis vier Wochen, aber auch mehrere Monate sein“, erklärt Karlstadts Co-Trainer Christoph Keller, zeigt jedoch Verständnis für die Entscheidung. Als oberstes Ziel sieht er, sich in den verbleibenden Spielen „sauber und anständig“ zu präsentieren und die mannschaftliche Geschlossenheit zu stärken.

    „Die Wahrscheinlichkeit, dass wir vor dem Abstieg stehen, ist groß“, ist sich Keller bewusst. Ob Reiner Neumann und Keller selbst in der nächsten Runde weitermachen werden, stehe noch nicht fest. Neumann wolle eine Verlängerung vom Kader abhängig machen, Keller muss eventuell aus beruflichen Gründen kürzer treten. „Wir führen derzeit viele vernünftige Gespräche mit Spielern, die am Projekt Karlstadt interessiert sind“, zeigt sich Keller ein Jahr vor dem 100-jährigen Vereinsjubiläum vorsichtig optimistisch.

     

    Der Spieltag in der Bezirksliga West

    Freitag, 1. März, 18.30 Uhr:
    TuS Frammersbach – FV Karlstadt
    Samstag, 2. März, 14 Uhr:
    TSV Rottendorf – TuS Aschaffenburg-Leider
    Samstag, 2. März, 15 Uhr:
    SpVgg Hösbach-Bahnhof –  SV Vatan Spor Aschaffenburg
    TSV Heimbuchenthal – SG Hettstadt
    TSV Keilberg – DJK Hain
    TSV Neuhütten-Wiesthal – Spfrd Sailauf (Wiesthal)
    BSC Schweinheim – TSV Uettingen
    TSV Retzbach – FG Marktbreit-Martinsheim

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