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    BADMINTON: SÜDOSTDT. MEISTERSCHAFT

    Brid Stepper nicht zu stoppen

    Seit April bei nationalen Badmintonturnieren ungeschlagen: Brid Stepper. Foto: Philipp Lorenz

    Es ist eine beeindruckende Siegesserie. Seit April 2018 ist Brid Stepper bei nationalen Badmintonturnieren im Einzel ungeschlagen. In dieser Zeit gewann die Spielerin des TV Marktheidenfeld drei deutsche Ranglistenturniere, die deutsche Hochschulmeisterschaft und am vergangenen Wochenende in München nun auch die südostdeutschen Meisterschaften.

    Stepper startete von Setzplatz eins ins Turnier und ließ im gesamten Verlauf keine Zweifel an ihrer Favoritenrolle aufkommen. Ohne Satzverlust zog die 22-Jährige nahezu spielerisch ins Finale ein und traf dort auf die an Rang zwei gelistete Mette Stahlberg. „Im Finale konnte ich nicht mein bestes Spiel zeigen. Ich war nach insgesamt zwölf Spielen an zwei Tagen auch schon ziemlich platt“, gestand Stepper. Nach gewonnenem ersten Satz sah es zunächst aus, als wären ihre Kräfte erschöpft. Doch beim Stand von 12:17 im zweiten Durchgang konnte Stepper noch einmal alle Reserven mobilisieren und überraschte mit einem Neun-Punkte-Lauf zum 21:17. Durch ihren Finalsieg konnte die Einzelspezialistin ihren Titel aus dem Vorjahr erfolgreich verteidigen.

    Tim Specht im Finale

    Auch im Herreneinzel stand ein Marktheidenfelder im Finale. Tim Specht bezwang auf dem Weg dorthin zunächst seine Mannschaftskollegen Fabian Hippold und Christopehr Ames. Auch im Halbfinale traf er auf ein bekanntes Gesicht. Gegen den ehemaligen „Hädefeder“ Hannes Gerberich, der seit einigen Jahren für den TSV Freystadt in der Ersten Bundesliga aufschlägt, musste Specht bis an seine Grenzen gehen. Mit 21:15, 16:21, 21:17 behielt der 23-jährige Specht letztlich die Oberhand und zog ins Finale ein.

    Dort lieferte er sich erneut ein spannendes Duell, musste sich gegen Tobias Güttinger aber in drei Sätzen geschlagen geben. „Im zweiten Satz bei 18:17 muss ich es eigentlich gewinnen. Ich habe mich dann etwas von seiner Spielweise mitreißen lassen und habe meine Taktik nicht durchgezogen“, resümierte Specht nach seiner 21:14, 21:23, 17:21-Niederlage.

    In jeder Disziplin auf dem Podium

    Auch in den Doppeldisziplinen spielten die Unterfranken am Wochenende ganz vorne mit. Tim Specht und Matthias Pröstler holten Bronze im Herrendoppel. Im Halbfinale mussten sie sich den späteren Turniersiegern Lukas und Jonas Burger mit 15:21 und 15:21 geschlagen geben. „Wir haben ein gutes Turnier gespielt, aber im Halbfinale waren die Burgers diesmal einfach besser. Wir haben keine Antwort auf ihr druckvolles Spiel gefunden“, erklärte Matthias Pröstler. Auch im gemischten Doppel stand am Ende eine Bronzemedaille für den TVM zu Buche. Christopher Ames und Brid Stepper setzten sich im Viertelfinale gegen ihren Teamkollegen Fabian Hippold und seine Partnerin Caroline Koinzer (TSV Dresden) durch. Im Halbfinale verabschiedeten sie sich gegen die späteren Sieger Gregory Schneider und Nicole Schnurrer mit 18:21 und 19:21 aus dem Turnier.

    Auch im Damendoppel war es Brid Stepper, die den TVM am längsten vertrat. Erst im Finale musste sie sich mit ihrer Partnerin Vanessa Seele (ESV Flügelrad Nürnberg) hauchdünn mit 21:9, 18:21, 18:21 geschlagen geben. „Wir haben schon im zweiten Satz lange geführt und hätten das Spiel auf jeden Fall gewinnen können. Aber für die deutschen Meisterschaften sind wir qualifiziert. Das wird für mich das wichtigste Turnier des Jahres“, so Stepper.

    Große Ziele

    Besonders in ihrer Paradedisziplin, dem Dameneinzel, will die 22-Jährige in diesem Jahr angreifen. Als führende der deutschen Rangliste und südostdeutsche Meisterin wird Stepper auch bei den deutschen Meisterschaften Anfang Februar in Bielefeld einen starken Setzplatz erhalten. Die drei Nationalspielerinnen Luise Heim, Yvonne Li und Fabienne Deprez werden wohl die Positionen eins bis drei zugesprochen bekommen. Nummer vier in der Setzliste dürfte die TVM-Spielerin einnehmen und dementsprechend ist auch Steppers Erwartungshaltung: „Mein Ziel ist es, eine Medaille zu gewinnen.“ Das wäre der bisher größte Erfolg in der Karriere der 22-Jährigen. Auch Tim Specht, Christopher Ames, Fabian Hippold, Matthias Pröstler, Thomas Fuchs und Joshua Redelbach werden bei den deutschen Meisterschaften an den Start gehen.

    Eine offene Rechnung

    Doch bevor sich die Marktheidenfelder Delegation auf den Weg nach Bielefeld machen wird, stehen noch drei wichtige Spieltage in der Zweiten Badminton Bundesliga Süd auf dem Programm. Am Samstag, 12. Januar, um 16 Uhr empfängt die Mannschaft um Spielführer Tim Specht den Aufsteiger TuS Geretsried zum ersten Rückrundenspiel in der Renkhoff-Halle. Hier wollen sich die „Hädefelder“ für die knappe 3:5-Niederlage aus der Hinrunde revanchieren.

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