• aktualisiert:

    FUSSBALL: BEZIRKSLIGA

    Derby im Hochspessart verspricht Brisanz

    Er leitete als sportlicher Leiter die Aufwärtsentwicklung beim TSV Lohr: Alexander Schubert, mittlerweile Trainer beim Gegner, dem TSV Neuhütten-Wiesthal. Foto: Yvonne Vogeltanz

    Im Fokus der Fußball-Bezirksliga West steht an diesem Wochenende das Spessart-Derby zwischen dem TSV Neuhütten-Wiesthal (11./17) und dem TSV Lohr (1./29). Die Partie verspricht Brisanz, war doch Neuhütten-Wiesthals Trainer Alexander Schubert bis zu seinem Wechsel zum Fusionsverein Sportleiter und Jahre vorher selbst Trainer beim TSV Lohr und hat seine beiden jetzigen Gegenüber, die Spielertrainer Christian Schmitt und Dominik Bathon, an die Jahnstraße geholt.

    Freude über die Entwicklung beim Gegner

    "Es freut mich total, was in Lohr abgeht, zumal ich ja teilweise selbst dafür verantwortlich war. Aber trotzdem genießt die Mannschaft, wo ich aktuell Trainer bin, äußerste Priorität", erklärt Alexander Schubert angesichts der Konstellation und fügt an, dass er nach wie vor in Kontakt mit Verantwortlichen und Spielern seiner ehemaligen Mannschaft stehe. Schubert gibt zu, dass die Erleichterung in den Reihen von Neuhütten-Wiesthal nach dem jüngsten Sieg beim Tabellenführer Rottendorf groß gewesen sei. Entsprechend ausgelassen sei auch die Stimmung bei der gemeinsamen Heimfahrt von Mannschaft und Fans im Bus gewesen. "Es wurde schon gescherzt, ob wir diese Woche gemeinsam von Neuhütten nach Wiesthal zum Spiel fahren", antwortet der TSV-Coach auf die Frage, ob aufgrund des guten Omens auch diesmal ein Bus zum Einsatz kommt.

    "Für uns war der Sieg letzte Woche sicher gut. Wenn du gegen den Tabellenführer gewinnst, heißt es, dass wir konkurrenzfähig sind", freut sich Schubert, dessen Team zuvor aus sieben Spielen nur ein mageres Pünktchen eingefahren hatte. "Am Sonntag kommt die stärkste Mannschaft. Wir versuchen auf alle Fälle, Paroli zu bieten", zeigt sich Schubert, der mit den verletzten Christian und Alexander Kunkel weiterhin auf zwei Leistungsträger verzichten muss, zuversichtlich.

    "Das wird ein enges Spiel, da wird wohl die Tagesform entscheiden", so Lohrs Spielertrainer Christian Schmitt. "Denn immerhin haben sie zuletzt Rottendorf geschlagen", ist er sich vor dem Derby bewusst. "Alex kennt uns in- und auswendig, er wird seine Jungs gut auf uns einstellen", weiß Schmitt angesichts der Kenntnisse seines ehemaligen sportlichen Leiters.

    Freundin stammt aus Wiesthal

    Der Lohrer Spielertrainer hofft, dass seine Mannschaft den Schwung des jüngsten 6:1-Erfolgs mitnehmen und so den Platz an der Tabellenspitze verteidigen kann. Doch nicht nur Alexander Schubert hat Berührungspunkte mit dem aktuellen Gegner, sondern auch Christian Schmitt. "Meine Freundin stammt aus Wiesthal, und ihr Opa wohnt direkt neben dem Sportplatz", verrät der Lohrer Spielertrainer und gibt zu, dass er der Partie mit "riesiger Vorfreude" entgegenblickt. Wie seine Aufstellung aussehen wird, ist noch nicht ganz klar, denn mit Norman Moreno und Ugur Sen fehlen zwei Stammspieler in der Abwehr und in der Offensive. Außerdem steht hinter dem Einsatz von Spielertrainerkollegen Dominik Bathon (Sprunggelenkprobleme) ein kleines Fragezeichen.        

    Bereits an diesem Samstag empfängt der TSV Uettingen (10./19) den Tabellenvierten aus Keilberg (4./25). Aufgrund der angespannten Personalsituation – immerhin musste Uettingen in den vergangenen Wochen ohne Leistungsträger wie Sebastian Huller, David Beyerlein und Lukas Weimer auskommen – setzte es bei den Gastgebern zuletzt drei Niederlagen. "Wir müssen von Woche zu Woche schauen", zeigte sich TSV-Coach Stephan Spanheimer nach den beiden jüngsten Niederlagen gegen die beiden Spitzenteams Rottendorf und Lohr dennoch zuversichtlich. Vielleicht gelingt seinen Jungs ja gegen Keilberg die Wende, denn die Gäste scheinen nach ihrem guten Start mit zuletzt zwei Unentschieden und zwei Niederlagen etwas zu schwächeln. Lediglich gegen das sieglose Schlusslicht Erlenbach gelang Keilberg zuletzt ein Dreier.

    Retzbach will sich rehabilitieren

    Für den TSV Retzbach (14./12), dessen kurze Erfolgsserie in der Vorwoche durch die 1:4-Niederlage gegen Hösbach-Bahnhof ein Ende fand, steht an diesem Sonntag das Gastspiel in Sailauf (12./17) auf dem Programm. "Ich hoffe auf eine gute Reaktion", meinte TSV-Spielertrainer Benedikt Strohmenger nach der enttäuschenden Vorstellung seiner Mannschaft. Denn mit einem Sieg könnte sein Team, dessen Rückstand auf den Nichtabstiegsplatz fünf Punkte beträgt, zum Ende der Vorrunde den Kontakt zu den Nichtabstiegsrängen wahren.  

    Bei den Frammersbachern (8./22) läuft es mittlerweile rund. Zehn Zähler hat die Mannschaft von TuS-Spielertrainer Patrick Amrhein in den letzten fünf Partien gesammelt, in den beiden letzten Spielen behielt man sogar gegen vermeintliche Favoriten wie Keilberg und Leider die Oberhand. Vor heimischem Publikum werden die Nordspessarter auch gegen den punktgleichen Tabellennachbarn Wasserlos (7./22), der nach glänzendem Start in den letzten drei Spielen lediglich zwei Pünktchen einfahren konnte, alles daran setzen, die positive Bilanz fortzuführen.

    Altbessingen beim Spitzenreiter

    Mit zuletzt recht wechselhaften Leistungen wartet die DJK Altbessingen (9./20) zuletzt auf. Und nun geht es zum Spitzenreiter TSV/DJK Wiesentheid (1./28). Doch vielleicht schlägt bei den Gästen das Pendel diesmal wieder ins Positive, zumal sie mit bisher drei Auswärtssiegen keine ausgeprägte Schwäche in der Fremde auswiesen.

    Spielplan

    Bezirksliga West

    Samstag, 2. November, 14 Uhr: TSV Uettingen – TSV Keilberg, SV Erlenbach/Main – TuS Leider; Sonntag, 3. November, 14 Uhr: Spfrd Sailauf – TSV Retzbach, DJK Hain – TSV Heimbuchenthal, SSV Kitzingen – Südring Aschaffenburg, SpVgg Hösbach-Bahnhof – TSV Rottendorf, TSV Neuhütten-Wiesthal – TSV Lohr (Wiesthal), TuS Frammersbach – TV Wasserlos.

    Bezirksliga Ost

    Samstag, 2. November, 14 Uhr: DJK Dampfach – FC Westheim; Sonntag, 3. November, 14 Uhr: SG Oberschwarzach/Wiebelsberg – TSV Gochsheim (Oberschwarzach), TSV Forst – FC Sand II, SV Rödelmaier – TSV Bergrheinfeld, SV-DJK Unterspiesheim – Spfr. Steinbach, TSV Münnerstadt – FC Bad Kissingen, TSV/DJK Wiesentheid – DJK Altbessingen, DJK Hirschfeld – FC Thulba.

    Kommentare (0)

      Der Diskussionszeitraum für diesen Artikel ist leider schon abgelaufen. Sie können daher keine neuen Beiträge zu diesem Artikel verfassen!