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    FUSSBALL: BAYERNLIGA NORD

    Karlburger bejubeln historischen Sieg

    Die Nummer 19 im Mittelpunkt der Ovationen: Die Karlburger (von links) Andreas Rösch, Manuel Römlein und Sebastian Stumpf (rechts) feiern Sebastian Fries (Zweiter von rechts), der gerade das 1:0 gegen Viktoria Kahl erzielt hat. Es sollte der einzige Treffer der Partie bleiben. Foto: Yvonne Vogeltanz

    Samstag, 27. Juni 2019, 17.51 Uhr: Schiedsrichter Steffen Ehwald pfeift auf dem Karlburger Sportplatz in der Au ab. Nach dem 1:0 (0:0)-Sieg über den FC Viktoria Kahl hat der gastgebende TSV den ersten Sieg in der Fußball-Bayernliga in seiner Vereins-Historie errungen.

    Karlburger Erleichterung nach dem Abpfiff

    Die Karlburger Spieler klatschen sich ab, doch euphorische Freudentänze sind nicht zu sehen. Zu schwer erkämpft ist der Erfolg über den Mitaufsteiger in der vierten Saisonpartie, in der es bisweilen hektisch zuging und in der die Einheimischen bis zur letzten Minute der Nachspielzeit um die drei Punkte zittern mussten.

    Irgendwie war der einzige Treffer der Partie auch symptomatisch für das Geschehen auf dem Rasen. Ein Tor, das nicht filigran herausgespielt war, sondern erzwungen. Die Karlburger Sebastian Stumpf und Manuel Römlein attackierten Kahls Verteidiger Nicolay Kutzop im Strafraum der Gäste. Und der Sohn des früheren Bundesliga-Spielers Michael Kutzop ließ sich das Spielgerät direkt vor dem eigenen Tor von Manuel Römlein abjagen. Der legte quer auf den mitgelaufenen Sebastian Fries, der aus kurzer Distanz vollendete (34.). "Das war Manus Tor. Ich brauchte den Ball ja nur noch reinzuschieben", lobte der vor der Saison vom Würzburger FV nach Karlburg gekommene Fries den Einsatz des Karlburger Kapitäns, der der Vorbereiter des goldenen Tors gewesen war.

    Vergebene Chancen

    Allerdings müssen sich die Gastgeber ankreiden lassen, im ersten Spielabschnitt nicht noch weitere Treffer erzielt zu haben. Fries verfehlte nach feinem Solo das Kahler Tor knapp (5.), Manuel Römleins Schuss prallte vom Innenpfosten zurück ins Feld (21.). Und nachdem Nicolay Kutzop seinen Kontrahenten Marco Schiebel im Strafraum zu Boden befördert hatte, pfiff Referee Ehwald zum Unverständnis vieler Anwesender keinen Elfmeter, sondern ließ weiterlaufen (38.).

    "In der ersten Hälfte hätten wir das Spiel schon entscheiden müssen", erklärte Karlburgs Trainer Markus Köhler eingedenk der vergebenen Möglichkeiten. "Da fehlt uns vielleicht manchmal die Cleverness."

    Ein kurzes Humbatätärä

    Und so mussten die Gastgeber in den zweiten Hälfte, als Kahl seine Offensivbemühungen verstärkte, mehrmals zittern. Zweimal lief Viktoria-Offensivspieler Jannik Heßler frei auf TSV-Keeper Marvin Fischer-Vallecilla zu. Doch beide Male zögerte der Gästeakteur, verweigerte den Abschluss und ließ sich noch von Verteidigern ablaufen. Auf der anderen Seite hatte TSV-Stürmer Sebastian Stumpf die Chance zur Entscheidung, schoss aber nach einem Konterangriff freistehend vorbei (73.).

    Zünftiges Einsteigen: Kahls Lucas Gora (am Boden) holt den Karlburger Paul Karle von den Beinen. Foto: Yvonne Vogeltanz

    Trotzdem retteten die Karlburger ihren Vorsprung ins Ziel. Das allerdings gegen einen Kontrahenten, der nicht die Qualität besaß wie die letzten Gegner aus Seligenporten und Würzburg. Und trotzdem war Trainer Köhler hernach glücklich: "Ich bin stolz auf die Jungs. Als es darum ging, den Vorsprung zu halten, haben sie eben diese drei Schritte mehr gemacht, die in solch einer Situation nötig sind."

    Sebastian Frieswar einfach nur "froh". Der Ex-Profi hofft freilich darauf, dass der erste Saisonerfolg das Team beflügelt. "Ich bin sicher, dass wir mit dem Erfolg im Rücken demnächst befreiter auftreten", erklärte der Siegtorschütze.

    Ob der Dreier wirklich beflügelt, davon können sich die Karlburger Zuschauer schon am Mittwoch, 31. Juli, überzeugen. Da ist nämlich um 19 Uhr die DJK Don Bosco Bamberg zum nächsten Bayernliga-Spiel zu Gast.

    Die Statistik des Spiels
    Fußball: Bayernliga Nord
    TSV Karlburg – FC Viktoria Kahl 1:0 (0:0)
    Karlburg: Fischer-Vallecilla – Kübert, Schramm, Schiebel, Wabnitz – Rösch, Imgrund – Fries, Römlein (90.+3 Frank), Karle (64. Bachmann) – Stumpf (77. Machau).
    Kahl: Stadtmüller – Elbert (90. Rachor), Kutzopf, Akman, Gora, Kirchner – Reinhart (46. Allig), Cetim, Farbmacher, Hessler – Kresovic (77. Molnar).
    Schiedsrichter: Steffen Ehwald (Geldersheim). Zuschauer: 400. Tor: 1:0 Sebastian Fries (34.)

    Die Analyse zur Pause

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