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    FUSSBALL: BAYERNLIGA

    Karlburg meldet sich zurück

    Jubel über das Karlburger Führungstor: David Machau (links) feiert den Schützen Steffen Bachmann. Foto: Yvonne Vogeltanz

    Als Schiedsrichter Johannes Hamper die Bayernliga-Partie zwischen dem TSV Karlburg und dem ASV Cham nach vier Minuten Nachspielzeit mit dem Abpfiff beendet hatte, riss keiner der einheimischen Fußballer die Arme hoch. Und das, obwohl die Gastgeber mit 2:0 (1:0) gewonnen hatten. Doch nach dem ersten Karlburger Bayernliga-Erfolg nach 66 Tagen Sieglosigkeit herrschte eher Erleichterung denn Ausgelassenheit vor. Und als sich die TSV-Spieler nach dem Abpfiff im Kreis versammelt hatten, skandierte TSV-Kapitän Manuel Römlein mehrmals lautstark das Wort "Nichtabstieg", bevor dann doch noch etwas "Humbatätärä" zum Besten gegeben wurde.

    Römleins plakativ vorgetragenes Saisonziel ist sein Team mit dem Erfolg über Cham ein kleines, aber vielleicht nicht unwesentliches Stück nähergekommen. Karlburg liegt zwar als Vorletzter weiter auf einem Relegationsrang, doch der Vorsprung auf einen Direktabstiegsplatz ist mit fünf Punkten nun genauso groß wie der Rückstand auf Position 13, die am Saisonende den unmittelbaren Klassenerhalt bescheren würde.

    Dass dies so kam, lag daran, dass die Hausherren gegen Cham über 94 Minuten extrem hohen Aufwand betrieben. "Das war ein reines Kampfspiel", befand TSV-Trainer Markus Köhler. "Aber anders haben wir in der Klasse keine Chance. Wir sind nicht in der Lage, unsere Gegner spielerisch zu beherrschen."

    Und noch ein Faktor kam hinzu: "Wir haben sehr wenig Fehler gemacht", stellte Cedric Fenske fest. Der 23-Jährige war in der vergangenen Saison eine der tragenden Säulen in der Landesliga-Meistermannschaft gewesen, dann aber in der neuen Runde über Monate verletzt ausgefallen. Nun ist er wieder zurück und zeigte im zentralen Mittelfeld eine starke Partie, erzielte Ballgewinne und verlieh dem Aufbauspiel Struktur. Und neben den drei Punkten freute er sich auch darüber, wieder Fußball spielen zu können: "Das tat richtig gut", so Fenske.

    Steffen Bachmann nutzt Chamer Abwehrfehler

    Und noch etwas hob der Mittelfeldspieler hervor: "Es hat uns gut getan, dass wir früh in Führung gegangen sind." Genauer gesagt in der sechsten Spielminute, als ASV-Verteidiger Tahir Namir bei einem Klärungsversuch Steffen Bachmann den Ball nahezu perfekt vorlegte, so dass der Karlburger Außenstürmer nur noch einzuschieben brauchte.

    Mitaufsteiger Cham zeigte in der Folge zwar gefälliges Kombinationsspiel, doch kaum gefährliche Abschlüsse. Das lag allerdings auch am konzentrierten und engagierten Auftritt der Hausherren, die sich mit großer Leidenschaft der Defensivarbeit widmeten und kaum einen Ball verloren gaben. "Wir haben es heute vielleicht ein bisschen mehr als der Gegner gewollt", erklärte TSV-Trainer Köhler.

    Die Karlburger feiern den Sieg

    Doch bis zur endgültigen Entscheidung mussten seine Spieler bis kurz vor Schluss warten. Der von David Machau mit einem 50-Meter-Solo am rechten Flügel vorbereitete Volleyschuss von Manuel Römlein (45.+2) flog ebenso übers Chamer Tor wie Marvin Schramms Kopfball aus kurzer Distanz (59.). Erst ein schön herausgespielter Konter, den der eingewechselte Sebastian Stumpf in der vorletzten Minute der regulären Spielzeit mit dem 2:0 abschloss, brachte die Entscheidung in der Partie. Eine Partie, mit der die Karlburger eine über zwei Monate währende Serie der Sieglosigkeit beendeten und die ihnen wieder mehr Selbstvertrauen für die nächsten Aufgaben verleihen könnte.

    Die Statistik des Spiels
    Fußball: Bayernliga Nord
    TSV Karlburg – ASV Cham 2:0 (1:0)
    Karlburg: Fischer-Vallecilla – Kübert, Schramm, Schiebel, Wabnitz – Rösch (73. Burghard), Fenske – Machau (77. Pfister), Römlein, Bachmann (82. Stumpf) – Fries.
    Cham: Riederer – Namir, Kufner, Plänitz, Faltermeier – Lieder, Meyer, Berzl (46. Hvezda) – Engl (66. Schafberger), Bierlmeier, Kordick.
    Schiedsrichter: Johannes Hamper (Kulmbach). Zuschauer: 250. Tore: 1:0 Steffen Bachmann (6.), 2:0 Sebastian Stumpf (89.).

    Der Halbzeitkommentar

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