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    Futsal wird zum Rohrkrepierer

    Fußball unterm Hallendach: Ab Donnerstag richtet der SV Altfeld in der Main-Spessart-Halle in Marktheidenfeld seine scho... Foto: Christian Schwab

    Seit Jahren verliert der Fußball in der Halle stetig an Zuspruch. Das ist beim Blick auf Tribünen und Teilnehmerlisten von Turnieren unschwer abzulesen. Hatten 2016 noch so viele Vereine für die Qualifikation zur Würzburger Hallenkreismeisterschaft gemeldet, dass es für sechs Vorturniere reichte, jetzt sind es nur noch vier. Das ist ein Ausmaß an Schrumpfung, da kann dieser Tage eigentlich nur noch die SPD mithalten.

    Für diese sportliche Rückwärtsentwicklung ist sicherlich nicht allein der Umstand verantwortlich, dass offizielle Wettbewerbe seit geraumer Zeit nach Futsalregeln – sprich ohne Bande und auf Handballtore – ausgetragen werden. Doch diese Umstellung, die der Präsident des Bayerischen Fußball-Verbandes (BFV), Rainer Koch, vor Jahren forciert betrieben hat, ist keine Erfolgsgeschichte. Sie ist ein Rohrkrepierer, auch wenn das Verbandsmitarbeiter anders sehen. Wer sich unter potenziellen Teilnehmern umhört oder unter Veranstaltern, dem wird sehr schnell klar, dass der Hallenfußball nach Futsalregeln wenig Freunde hat. Eine Rückkehr zur alten Spielform mit Bande würde den Trend weg vom Hallenfußball sicher nicht umkehren, aber vielleicht etwas bremsen.

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