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    FUSSBALL: BEZIRKSLIGA

    Frank Zyzik fordert Wiedergutmachung

    Immer noch angefressen: Trainer Frank Zyzik vom TSV Neuhütten-Wiesthal Foto: Hans Will

    TSV Neuhütten-Wiesthal – TSV Retzbach (Sonntag, 15 Uhr, Neuhütten)

    „Ich bin immer noch sehr angefressen, weil wir das letzte Spiel völlig unnötig verloren haben“, gibt Neuhütten-Wiesthals (12./31) Trainer Frank Zyzik nach der jüngsten Niederlage beim direkten Konkurrenten Marktbreit-Martinsheim zu. Denn auch in Unterzahl sei seine Mannschaft klar besser gewesen und stehe durch die Niederlage nun stark unter Druck. Nur noch drei magere Zähler beträgt der Vorsprung des TSV auf den Abstiegs-Relegationsplatz, wobei Schweinheim ein Spiel weniger absolviert hat.

    „Gegen Retzbach zählen nur drei Punkte“, lautet daher die Vorgabe von Zyzik, der zwar den Gegner nicht kennt, jedoch nach eigenem Bekunden Respekt vor dem Gast hat. „Wenn du als Aufsteiger eine solch überragende Vorrunde spielst, dann hat die Mannschaft Qualität“, lobt der Trainer des Fusionsvereins den Gegner, den er trotz seiner drei Niederlagen in Folge keineswegs unterschätzt. Bei den Gastgebern steht hinter dem Einsatz der angeschlagenen Felix Schanbacher, Marco Kunkel und Philipp Wirzberger ein Fragezeichen, während der zuletzt ausgefallene Patrick Richter wieder trainiert hat.

    Deutlich größer ist die Anzahl an Ausfällen, die Retzbachs Sportleiter Stefan Zull zu beklagen hat. Denn neben Thawatchai Pimsai (Urlaub) fehlen der gesperrte Dominik Hehrlein und Dominic Heßdörfer, der wegen muskulärer Probleme bis zum Saisonende pausieren muss. Außerdem entscheidet sich bei den angeschlagenen Marco Schrenker und Manuel Rumpel erst kurzfristig, ob sie einsatzfähig sind. Lediglich Mirco Zimmermann kehrt aus dem Urlaub zurück.

    „Da müssen es eben die anderen Spieler rausreißen“, fordert Zull und hofft, dass die Mannschaft nach der jüngsten Negativserie den Schalter umlegen kann. „Dinge, die in der Hinrunde glücklich gelaufen sind, klappen jetzt nicht mehr. Vielleicht hat uns in der Vorrunde auch mancher Gegner unterschätzt und geht die Sache jetzt anders an“, versucht er, Gründe für die magere Rückrundenbilanz von lediglich vier Punkten zu finden. Das Ziel sei es, aus Neuhütten einen Punkt mitzunehmen. „Ich kenne die Atmosphäre dort in Neuhütten, das wird grundsätzlich schwierig. Hinzu kommt noch, dass der Gegner alles geben wird, weil ihm das Wasser bis zum Hals steht“, warnt der Retzbacher sein Team.

    TSV Heimbuchenthal – TuS Frammersbach (Sonntag, 15 Uhr)

    „Es rückt alles näher zusammen“, ist sich Frammersbachs (9./32) Spielertrainer Marco Trapp sieben Spieltage vor Saisonende bewusst. Denn nachdem seine Mannschaft jüngst gegen den BSC Schweinheim, der den Relegationsplatz innehat, den Kürzeren gezogen hat, ist die Situation am Tabellenende weiter brisant. „Was uns angeht, haben wir fast nur noch Endspiele“, macht Trapp angesichts eines Vorsprungs von vier Punkten auf den Abstiegs-Relegationsplatz den Ernst der Lage deutlich.

    Das Gastspiel an diesem Sonntag beim punktgleichen TSV Heimbuchenthal (10./32) bezeichnet der TuS-Spielertrainer als „schwere Aufgabe“. Denn der TSV hat vor heimischer Kulisse bislang nur wenig Punkte abgegeben, erst im Nachholspiel am Mittwochabend gegen Leider setzte es die erste Heimniederlage. „Die Mannschaft, die den größeren Willen und Einsatz zeigt, wird gewinnen“, prophezeit Trapp, der aus einer sicheren Deckung heraus mit gezielten Kontern zum Erfolg kommen und zumindest einen Punkt mitnehmen will. Personell gibt es bei den Frammersbachern keine Veränderung.

    TSV Uettingen – TuS Leider (Sonntag, 15 Uhr)

    „Das wird sicher ein schweres Spiel, ist aber auch eine interessante Herausforderung“, gibt Uettingens (7./33) Trainer Horst Gensler vor der Partie gegen den Tabellendritten Leider (3./47) an. Besonders auf die Offensive, mit 81 Treffern die mit Abstand beste der ganzen Liga, verweist Gensler und warnt vor TuS-Torjäger Daniel Meßner. „Der hat 43 Tore erzielt, so viel haben wir insgesamt nicht geschossen“, zollt der TSV-Coach, dessen Team bislang 42-mal getroffen hat, dem gegnerischen Goalgetter Respekt. Doch gelte es nicht nur Meßner, sondern auch einen solch „genialen Passgeber“ wie Sven Bolze und weitere Schlüsselspieler in den Griff zu bekommen.

    Angesichts der zuletzt schwankenden Formkurve der Gäste, die vor zwei Wochen dem TSV Neuhütten-Wiesthal unterlagen, schätzt Gensler sein Team nicht chancenlos ein. „Aber eines ist klar: Wenn wir da etwas holen wollen, benötigen wir einen Sahnetag“, ist sich der Uettinger bewusst. Während Dominik Broll beim TSV diesmal wieder dabei ist, hat sich Sebastian Huller in den Urlaub verabschiedet.

    SV Vatan Spor Aschaffenburg – FV Karlstadt (Sonntag, 16 Uhr)

    Für den FV Karlstadt (16./1) steht seit vergangener Woche der Abstieg aus der Bezirksliga unumstößlich fest. 27 Punkte beträgt der Rückstand der Kreisstädter auf den Relegationsplatz, bei sieben ausstehenden Spielen. Daher dürfte es für das Schlusslicht in der Partie beim Klassenprimus Vatan Spor Aschaffenburg (1./52), der mit zwei Zählern Vorsprung und einem Spiel weniger an der Tabellenspitze steht, lediglich um Schadensbegrenzung gehen. Denn die Hausherren, die in der letzten Runde knapp in der Aufstiegsrelegation gescheitert sind, setzten diese Saison alles daran, als Meister über die Ziellinie zu gehen.

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