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    HANDBALL: BAYERNLIGA MÄNNER

    Lohrer legen nach dem Nationalteam los

    Zielstrebig: Lohrs Jannik Schmitt (am Ball) hat sich gegen die Haunstettener Deckung durchgesetzt. Foto: Yvonne Vogeltanz

    Bayernliga Männer

    TSV Lohr – SV Anzing (Samstag, 20 Uhr, Spessarttorhalle)

    So etwas wie die Wochen der Wahrheit warten nun auf die Handballer des TSV Lohr (9./10:14). „Wenn wir die nächsten beiden Heimspiele gewinnen, sind wir einen großen Schritt weiter“, betont Trainer Bernd Becker. Denn mit dem SV Anzing (10./8:14) an diesem Samstag und mit dem TSV Ottobeuren 14 Tage später kommen Gäste in die Spessarttorhalle, die hinter den Lohrern in der Tabelle rangieren. Und die Beckers Team mit Siegen auf Distanz halten und so die Basis für eine von Abstiegssorgen freie Rückrunde legen könnte.

    Kampfstarker Gegner

    Die Vorbereitung der TSV-Spieler auf den zweiten Teil der Runde fiel recht unspektakulär aus. Nach einer knapp zweiwöchigen Pause über Weihnachten und Neujahr, in der es Hausaufgaben zu Erhaltung der Fitness gab, sind die Handballer wieder ins Hallentraining eingestiegen. „Die Schwerpunkte in unserer Arbeit lagen in der Ballgewöhnung und in der Vorbereitung auf Anzing. Das ist eine kampfstarke Mannschaft, die mit einer aggressiven 3:2:1-Deckung ständig versucht, das Spiel des Gegners zu unterbrechen“, so Becker, dessen Team sich bei der 22:23-Hinspiel-Niederlage äußerst schwer tat.

    Gefährlichste Offensivakteure der Oberbayern sind die Brüder Limbrunner, Jonathan und Marinus, die gewöhnlich Akzente über den Rückraum bzw. über den Kreis setzen.

    Dagegen wird Anzings Rechtsaußen Florim Hoxha fehlen, der mit der Nationalmannschaft des Kosovo beim Vor-Qualifikationsturnier zur Weltmeisterschaft in Portugal weilt. „Anzing wollte das Spiel verlegen. Aber wir konnten dem nicht zustimmen, da wir keinen Ausweichtermin hatten“, erklärt der Lohrer Trainer, der selbst – sieht man einmal von den Langzeitverletzten Andreas Avar und Lorenz Schmitt ab – seine Bestbesetzung aufbieten kann.

    Die Anwurfzeit ist diesmal mit 20 Uhr eine ungewöhnliche. Das liegt daran, dass die Spessarttorhalle zuvor an diesem Samstag durch das Faschingsturnier der TSV-Judoka in Beschlag genommen ist.

    Doch der Spielbeginn hat einen positiven Nebeneffekt: Die Lohrer können sich vor ihrer Partie noch das EM-Auftaktspiel der deutschen Handball-Nationalmannschaft gegen Montenegro im Fernsehen ansehen, welches um 17.15 Uhr beginnt und gegen 18.45 Uhr endet. „Wo wir das Spiel sehen, werden wir noch besprechen“, erklärt der Lohrer Coach, der ja in dieser Woche seinen Vertrag um ein weiteres Jahr verlängert hat. Und vielleicht können sich seine Spieler dann bei der nationalen Auswahl das ein oder andere abschauen ihr richtungsweisendes Spiel im Anschluss.

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