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    Lohrer Handballer gehen mit 15er-Kader in die Saison

    Gewinner der Lohrer Vorbereitung: Markus Seltsam (rechts am Ball). Foto: Yvonne Vogeltanz

    Viel Schweiß ist in den vergangenen Tagen bei den Handballern des Bayernligisten TSV Lohr geflossen. 14 Einheiten in neun Tagen – Testspiele mit eingerechnet – hatte das Team von Coach Bernd Becker in der finalen Phase seiner Saisonvorbereitung zu bewältigen. Den Abschluss bildete ein viertägiges Trainingslager im badischen Külsheim. „Das Trainingslager war top, alle haben richtig gut mitgezogen“, befand Becker, in dessen Mannschaft es zwar belastungsbedingt einige Wehwehchen, aber keine ernsthafte Verletzungen nach den Tagen in einer früheren Kaserne gab.

    Während des Trainingslagers absolvierten die Lohrer auch einige Testspiele: Beim Liga-Konkurrenten DJK Waldbüttelbrunn gewannen sie mit 23:22, dann folgten Partien gegen zwei Badenligisten. Gegen Beckers Ex-Verein TV Hardheim gab es eine 23:24-Niederlage und zum Schluss schließlich einen 18:16-Erfolg über die HSG Dittigheim-Tauberbischofsheim. „Die Ergebnisse sagen nicht allzu viel aus, da alle Mannschaften viel gewechselt und experimentiert haben“, so der TSV-Coach.

    Schwieriges Auftaktprogramm

    Auf Lohrer Seite fehlte zudem Bohuslav Zeleny, der am Wochenende in seiner tschechischen Heimat geheiratet hat. Zur Feier reiste dann auch sein Landsmann Lukas Horky nach und fehlte daher in den Spielen gegen die beiden Badenligisten.

    Die Lohrer starten am Samstag, 15. September, mit einem Auswärtsspiel bei HaSpo Bayreuth in die Saison, eine Woche später folgt dann die Heimpremiere mit dem Derby gegen die DJK Waldbüttelbrunn. Ein anspruchsvolles Auftaktprogramm für die Lohrer, die sich in der abgelaufenen Runde erst am letzten Spieltag den Klassenerhalt gesichert haben, gegen zwei Teams, die der erweiterten Ligaspitze zugerechnet werden.

    Weichen gestellt

    Mit Blick auf den Saisonstart hat Becker personell bereits einige Weichen gestellt, er will die Runde mit einem Kader von 13 Feldspielern und zwei Torhütern, Tamas Szabo und Sven Hartig, angehen. Der dritte Keeper, Tom Scheiner, nach einer Hüftoperation „in erstaunlich gutem Zustand“ (Becker), soll zunächst in der Reservemannschaft Spielpraxis erhalten. Gleiches gilt für drei Youngster: Niko Brey sowie die Brüder Mark und Nigg Hartig. Dafür dürfte mit Markus Seltsam ein weiterer Nachwuchsakteur häufiger in der Bayernliga zu sehen sein. „Er ist der Gewinner der Vorbereitung“, sagt Becker über den Rückraumspieler.

    Nicht zum Saisonauftakt im Team stehen wird Zoltan Ferencsik. Der ungarische Kreisläufer, der in Frammersbach das Schwimmbad-Restaurant betreibt und der zudem mit einem Hausbau arg eingespannt ist, konnte zuletzt aus beruflichen und privaten Gründen kaum trainieren. „Zoltan ist weiter Teil des Aufgebots, aber im Augenblick kann er den Aufwand nicht treiben, der nötig wäre“, so Becker. Daher werden zunächst Kevin Gehl, der vom TV Haibach zurückgekehrt ist, sowie Lukas Horky auf der Kreisläuferposition spielen.

    Keine Pokalspiele

    Nicht spielen werden die Lohrer am kommenden Wochenende in der zweiten Runde des Bayernpokal-Wettbewerbs, wo sie im oberfränkischen Rödental bei einem Viererturnier hätten antreten sollen. „Ich habe es in den letzten Jahren immer so gehalten, dass ich den Spielern am Wochenende vor dem ersten Saisonspiel freigegeben habe. Deshalb sind einige Leute nicht da, wir könnten keine Mannschaft stellen“, begründet Becker die Absage, die dem Verein eine Strafe von 200 Euro bescheren wird. Insgesamt stehen neben den Lohrern noch drei unterfränkische Teams, der HSC Bad Neustadt, der HSV Main-Tauber und der MHV Schweinfurt, im Wettbewerb. Alle wurden übrigens unterschiedlichen Vierergruppen zugeteilt.

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