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    HANDBALL: BAYERNLIGA

    Vorfreude vor dem Lohrer Rückrundenstart

    Die Erinnerungen an die Saisonpremiere in Friedberg sind durchaus gute. Doch die Mannschaft von Maximilian Schmitt hat auch in der zweiten Halbserie noch etwas vor.
    Er ist in dieser Saison zur festen Größe geworden: Lohrs Linksaußen Jakob Röder. Foto: Yvonne Vogeltanz

    Der 15. September 2019 war ein sonniger Spätsommertag. Und für die Bayernliga-Handballer des TSV Lohr (7./16:10) ein fröhlicher obendrein. Denn mit einem 27:24-Sieg beim TSV Friedberg legten sie den Grundstein zu einer äußerst gelungenen Hinrunde, die am vergangenen Wochenende mit 16 Punkten auf Tabellenplatz sieben endete. Es war die beste Lohrer Hinrunde seit der Saison 2012/13. 

    Bevor die Friedberger (9./12:14) am Samstag um 19.30 Uhr zum Rückspiel in die Spessarttorhalle kommen, blickt Lohrs Spielertrainer Maximilian Schmitt noch einmal zurück: "Der Sieg damals hat uns Selbstvertrauen gegeben. Aber natürlich haben wir auch davon profitiert, dass uns Friedberg brutal unterschätzt hat." Denn schließlich zählen die Schwaben seit Jahren zu den Topteams der Bayernliga und waren als Mitfavorit in diese Runde gegangen. Doch für die hoch gehandelten Gäste lief in besagter Spielzeit vieles schief: Unmittelbar vor der Saison musste Coach Fadil Kqiku gehen, für ihn übernahm Christina Seidel als Cheftrainerin. Das bewahrte die Friedberger nicht vor einer holprigen Hinrunde, in der weitere Spiele unerwartet verloren gingen.

    Respekt vor Fabian Abstreiter

    Doch die Winterpause scheint den Schwaben gut getan zu haben. Beim jüngsten 33:28-Sieg in Regensburg überzeugte das Team. Ein Schlüssel zum Erfolg: Elf Friedberger Treffer erzielte Fabian Abstreiter, der nach einigen Problemen Ende vergangenen Jahres wieder auf Touren zu kommen scheint. Mirko Pesic, in der Runde 2018/19 Trainer in Lohr und in der Saison 2017/18 in Friedberg, bezeichnete Abstreiter einmal als "den komplettesten Rückraumspieler der Bayernliga".

    Deshalb geht auch Pesics Nachfolger Maximilian Schmitt mit Respekt in die Partie, betont aber: "Natürlich wollen wir gewinnen. Das Spiel bedeutet eine Weichenstellung." Und zwar darüber, wo es für den Rest der Saison mit dem Lohrer Team hingeht. Bei einem Sieg, so sagt Maximilian Schmitt, könne seine Mannschaft noch etwas "oben hinschnuppern". Bei einer Niederlage würde sich die Mannschaft eher im Mittelfeld bewegen. Nach unten dürften die Lohrer relativ abgesichert sein, zumal in den vergangenen sechs Jahren 22 Zähler stets zum Klassenerhalt gereicht haben. "Jetzt geht es erst einmal darum, die Punkte 17 und 18 zu holen", macht der TSV-Spielertrainer vor dem Heimspiel gegen Friedberg klar. Ins Lohrer Team wird Lorenz Schmitt zurückkehren, der zuletzt angeschlagen war und der beim jüngsten Heimsieg gegen HT München pausierte.

    Lob für den Lernwillen

    Vor dem Start der Rückrunde sagt Schmitt, der drei Tage vor der Jahreswende seinen 28. Geburtstag gefeiert hat: "Ich freue mich auf das Spiel, weil es immer wieder spannend zu sehen ist, wer in eine gute Rolle schlüpft." In der Rückrunde wolle er seine Spieler individuell und mannschaftlich weiterentwickeln. Auch, um die Abhängigkeit des Lohrer Spiels von ihm, Abwehrchef Carlos Prieto sowie von Rückraumspieler Jannik Schmitt zu verringern. Dass seine Spieler auf einem guten Weg sind, davon ist der Grundschullehrer überzeugt: "Die Jungs sind lernwillig und haben während der Woche gut trainiert." Nun gelte es, das Geübte umzusetzen, auch wenn die Friedberger dem Lohrer Team kein zweites Mal den Gefallen tun werden, es zu unterschätzen.

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