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    FUSSBALL: BAYERNLIGA

    Karlburger vor dem Tor nicht konsequent

    Engagiertes Einschreiten: Ammerthals Bernhard Neumayer (rechts) stört den Karlburger David Machau bei dessen Vorstoß. Foto: Yvonne Vogeltanz

    Aufmunterung tat nach dem Abpfiff Not beim TSV Karlburg. Nach der 0:1 (0:1)-Heimniederlage des Fußball-Bayernligisten gegen die DJK Ammerthal sprach Trainer Markus Köhler im Kreis seiner versammelten Spieler an diesem grauen Oktobersamstag Worte, die die Kicker des Aufsteigers wieder aufrichten sollten. Teammanger Jürgen Gold nahm kurz darauf seinen Offensivspieler Sebastian Fries in den Arm, als beide zusammen den Platz verließen. Beim TSV versuchen sie augenscheinlich, den Zusammenhalt hochzuhalten. Das ist gerade in sportlich schwierigen Zeiten nicht einfach: Karlburg hat nur eines der letzten elf Spiele gewonnen, ist Tabellenvorletzter. Was allerdings Mut machen könnte: Die Partie gegen Ammerthal hätten Köhlers Spieler nicht verlieren müssen. "Das ist vielleicht der Unterschied. Der Gegner hat einen Lauf und gewinnt deshalb auch so ein Spiel", meinte der TSV-Coach hinterher.

    Das entscheidende Tor machten die Gäste bereits in der Anfangsphase. „Da war Ammerthal gieriger und wacher“, gab Köhler zu. Die Oberpfälzer attackierten sein Team früh, das kein produktives Aufbauspiel zusammembrachte und sich einen Ballverlust nach dem anderen erlaubte. Die Ammerthaler Führung, die der aufgerückte Verteidiger Ferdinand Buchner nach knapp einer Viertelstunde mit einem noch leicht abgefälschten Schrägschuss erzielte, war fast die zwangsläufige Folge dieser Entwicklung.

    Erste Chance durch David Machau

    Doch langsam schwammen sich die Einheimischen frei, wurden mutiger und schließlich sogar torgefährlich. Nach 21 Minuten war der schnelle David Machau durchgestartet, doch sein Schlenzer von der Strafraumkante verfehlte knapp das DJK-Tor.

    Seine stärkste Phase hatte Karlburg dann direkt nach der Pause. Doch brachten die Gastgeber ihre Chancen nicht im Tor unter. Der durchgelaufene Fries schob den Ball am Tor vorbei (46.), und den abgefälschten Schuss von Josef Burghard drehte DJK-Keeper Christopher Sommerer gerade noch um den Pfosten (50.). "Uns fehlen die letzten drei oder vier Prozent, um dann so ein Tor zu erzwingen", erklärte der eingewechselte Karlburger Außenstürmer Steffen Bachmann.

    Wie liegen die Gründe dafür? "Wenn du lange Zeit nicht besonders erfolgreich bist, fehlt dir natürlich auch das Selbstvertrauen", gab Trainer Köhler zu bedenken. Und vielleicht auch der Erfahrung, die Spieler von gestandenen Bayernligisten wie Ammerthal mitbringen. Neun von elf Akteuren der Karlburger Startelf hatten vor dieser Saison noch keinerlei Erfahrung in der fünfthöchsten deutschen Klasse.

    Karlburgs letzte Offensivbemühungen in den Schlusssekunden

    Und wenn es nicht läuft, dann kommt eben auch noch Pech dazu. So wie in der 83. Minute, als DJK-Verteidiger Mario Zitzmann seinen Kontrahenten Sebastian Fries mit beiden Händen zu Boden schubste, Referee Johannes Frohnapfel diese Aktion aber nicht als Elfmeter würdig wertete.

    "Wir müssen einfach weiterarbeiten", meinte Markus Köhler nach dem letzten Hinrundenspiel, nach dem seine Mannschaft mit drei Siegen, einem Unentschieden und zwölf Niederlagen auf Platz 16, dem vorletzten Rang, rangiert. Dieser ist ein Relegationsplatz, der Vorsprung auf Direktabstiegsplatz 17 beträgt vier Punkte, wogegen das TSV-Team sieben Zähler hinter Nichtabstiegsplatz 13 liegt. Das heißt: Die Karlburger Lage vor dem Start in die Rückrunde ist keineswegs hoffnungslos. Doch Punktgewinne in Spielen wie gegen die DJK Ammerthal würden dem Team eben guttun – einerseits dem Punktekonto, andererseits dem Selbstvertrauen.

    Die Statistik des Spiels
    Fußball: Bayernliga Nord
    TSV Karlburg – DJK Ammerthal 0:1 (0:1)
    Karlburg: Fischer-Vallecilla – Burghard, Schramm, Schiebel, Wabnitz – Frank (46. Bachmann), Fenske (77. Jeni), Rösch (77. A. Köhler), Römlein – Machau, Fries.
    Ammerthal: Sommerer - Buchner, Kohl (56. Bellmann), Zitzmann, Neumayer – Karzmarczak, Keilholz – Kiebler (70. Hausner), Grunner (90.+2 Schulze), Gömmel – Schrödl.
    Schiedsrichter: Johannes Frohnapfel (Neuhof). Zuschauer: 250. Tor: 0:1 Ferdinand Buchner (14.).

    Die Analyse in der Halbzeitpause

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