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    FUSSBALL: KREISLIGA WÜ 2

    Das Feld der Favoriten ist unübersichtlich

    Saisonauftakt in der Kreisliga Würzburg 2: Wo die Leinacher und Helmstadter Qualitäten liegen. Und welches Problem die beiden Teams gemeinsam haben.
    So jubelten sie in Leinach am 21. Mai beim Relegationshinspiel gegen Südring Aschaffenburg: Benjamin Pickel (hinten) feierte Daniel Bufe, der gerade das 1:0 erzielt hat. In dieser Saison muss der Zweite der Vorsaison jedoch Bufes Abgang kompensieren.
    So jubelten sie in Leinach am 21. Mai beim Relegationshinspiel gegen Südring Aschaffenburg: Benjamin Pickel (hinten) feierte Daniel Bufe, der gerade das 1:0 erzielt hat. In dieser Saison muss der Zweite der Vorsaison jedoch Bufes Abgang kompensieren. Foto: Heiko Becker

    War die vergangene Saison in der Fußball-Kreisliga Würzburg 2 an der Spitze stark geprägt von einem einsamen Zweikampf zwischen dem TSV Lohr und dem FC Leinach, rechnen nun viele damit, dass in der am Samstag um 16 Uhr mit dem Spiel SV Erlenbach gegen SG Hettstadt beginnenden Runde mehr Teams für den Titelgewinn infrage kommen.

    Auf die Frage nach dem Favoriten nennen sechs Vertreter der insgesamt 16 Vereine den FC Leinach. Der hatte in der vergangenen Saison hinter dem als Meister in die Bezirksliga aufgestiegenen TSV Lohr Platz zwei belegt, war dann aber in der Relegation nach zwei Unentschieden wegen der Auswärtstorregel am FC Südring Aschaffenburg gescheitert. "Wir haben sicher keine schlechte Mannschaft, aber die Meisterschaft ist kein Muss", betont Steffen Schmitt, der seit dieser Saison den Leinacher Chefcoach Karsten Geißner als spielender Co-Trainer unterstützt.

    Daniel Bufes Abgang schmerzt

    Schmitt, der vom Absteiger DJK Retzstadt nach Leinach zurückgekommen ist, wo er in der Vergangenheit bereits Landesliga gespielt hat, gibt aber zu bedenken, dass die prägendste Figur im Leinacher Spiel der letzten Jahre die Blau-Weißen verlassen hat. Daniel Bufe ist als Spielertrainer zu seinem Heimatverein FV Bergrothenfels/Hafenlohr zurückgekehrt. Der 33-Jährige hatte in der vergangenen Saison 14 Ligatore erzielt und war auch beim 2:2 beim Aufstiegsrelegationsspiel gegen Südring Aschaffenburg noch zweimal erfolgreich gewesen. "Wir müssen versuchen, seinen Abgang gemeinsam aufzufangen", sagt Steffen Schmitt, der wie Rückkehrer Marius Konrad selbst Offensivspieler ist. Auch verfügt Trainer Geißner in Kevin Klisch über einen Offensivmann, der in der Vorsaison 21 Tore erzielt hat. Zudem ist auch Routinier Mathias Kurz noch an Bord, fehlt aber in den kommenden Wochen urlaubsbedingt.

    "Die Vorbereitung lief nicht schlecht", berichtet der spielende FC-Co-Trainer. Doch Risiken bestünden dennoch: Der Kader sei nicht besonders groß, so dass eventuelle Ausfälle nur schwer kompensiert werden könnten. Kurz gesagt: Die Stimmung in Leinach ist zwar nicht euphorisch, aber dennoch gut.

    Martin Holzmann
    Martin Holzmann Foto: Yvonne Vogeltanz

    Am zweitmeisten – nämlich dreimal – wurde der FV Helmstadt als Topfavorit genannt. Doch die Mannschaft um Spielertrainer Martin Holzmann steht vor einer ähnlichen Herausforderung wie der FC Leinach. Auch der Dritte der Vorsaison muss den Abgang einer wichtigen Offensivkraft kompensieren: Elias Harant – 19-facher Torschütze in der Runde 18/19 – ist zum Landesligisten ASV Rimpar gewechselt. "Deshalb sehe ich uns auch nicht als Mitfavorit", betont der einstige Landesliga-Verteidiger Holzmann.

    Allerdings verfügt er in Kevin Schmidt noch über einen weiteren hochkarätigen Stürmer und zudem über eine gewachsene Mannschaft. "Wir müssen nach dem Abgang von Elias die Verantwortung auf mehrere Schultern verteilen. Ein Einziger kann ihn nicht ersetzen", betont der Helmstadter Spielertrainer.

    Gemünden/Seifriedsburg mit starker Offensive

    Unisono betonen Holzmann und Schmitt, dass das Feld potenzieller Meisterschaftsanwärter groß sei. Dazu zählt zum Beispiel die FV Gemünden/Seifriedsburg, die in der Vorsaison mit dem Offensivtrio Tim Strohmenger (25 Tore), Markus Mjalov (23) und Artur Jurkin (21) den besten Angriff der Liga stellte. "Wenn da die Balance zwischen Offensive und Defensive etwas besser passt, sind die ganz vorne dabei", vermutet Steffen Schmitt.

    Ein weiterer Kandidat sei Aufsteiger TSV Eisingen, der einige Akteure mit höherklassiger Erfahrung in seinen Reihen hat. Ferner gibt es mit der SG Hettstadt und dem FV Karlstadt zwei Absteiger aus der Bezirksliga. "Die stapeln zwar etwas tief. Aber ich bin sicher, dass die ordentliche Mannschaften stellen werden", erklärt Steffen Schmitt.

    Insgesamt acht Vereine gehen mit neuen Trainern in die Saison – nämlich der SV Altfeld mit Tobias Wießmann, der TSV Duttenbrunn mit Georg Röding, der FSV Esselbach/Steinmark mit Sebastian Gerlich, der TSV Karlburg II mit Björn Spehnkuch, der FV Karlstadt mit Jens Fischer, der FV Steinfeld/Hausen-Rohrbach mit Philipp Hölzer, der ETSV Würzburg mit Pascal Bauer sowie die SG Hettstadt mit Ralf Geier. Letzterer war bis vor kurzem ausschließlich Sportleiter, hat aber nach der Trennung von Martin Marschner interimsweise das Traineramt übernommen. Ferner ist bei der FV Gemünden/Seifriedsburg vom Trainerduo der Vorsaison nur ein Teil übrig geblieben. Während Thorsten Legedza ausgeschieden ist, ist Jens Fromm weiter fürs Team verantwortlich.

    Der erste Spieltag in der Kreisliga Würzburg 2
    Samstag, 27. Juli, 16 Uhr: SV Germ. Erlenbach – SG Hettstadt.
    Sonntag, 28. Juli, 15 Uhr: TSV Karlburg II – FC Wiesenfeld-Halsbach SV Birkenfeld – TSV Eisingen FV Gemünden/Seifriedsburg – SG Margetshöchheim (Seifriedsburg) FV Helmstadt – FSV Esselbach-Steinmark FV Steinfeld/Hausen-Rohrbach – FV Karlstadt (Steinfeld) TSV Duttenbrunn – FC Leinach SV Altfeld – ETSV Würzburg

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