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    FUSSBALL

    Karlburg: Trainer bleibt, Kapitän geht auf Abschiedstour

    In der neuen Saison muss TSV-Coach Markus Köhler ein Team ohne Manuel Römlein aufbauen. Der langjährige Regisseur wechselt in die Bezirksliga.
    Markus Köhler geht in seine zweite Saison als Trainer des TSV Karlburg. Foto: Yvonne Vogeltanz

    Der Trainer des Fußball-Bayernligisten TSV Karlburg heißt auch in der kommenden Saison Markus Köhler. Und zwar egal, ob der Tabellen-16. in der neuen Runde weiter fünftklassig spielt oder nach einem möglichen Abstieg in der Landesliga ran muss. Über die Einigung, mit dem 33-jährigen  Köhler in ein zweites Jahr zu gehen, informierte der TSV in einer Pressemitteilung.

    Darüber hinaus arbeiten die Karlburger auch mit den Trainern der anderen Aktiventeams weiter zusammen. Björn Spehnkuch betreut weiter die zweite Garnitur (Kreisliga), Jonas Kübert die dritte Mannschaft (A-Klasse). Auch Sebastian Fries, spielender Co-Trainer der ersten Mannschaft, und Torwarttrainer Martin Spanheimer machen weiter. "Wir freuen uns sehr, dass alle fünf dem Verein eine weitere Saison erhalten bleiben. Sie machen einen tollen Job. Und die Zusammenarbeit untereinander, aber auch mit der Vereinsführung ist sehr konstruktiv, vertrauensvoll und angenehm“, wird der Vorstand Fußball, Michael Gehret, in der Mitteilung zitiert.

    Freilich muss Köhler auch einen herben personellen Verlust verarbeiten. Kapitän Manuel Römlein wird nach einem Jahrzehnt als Karlburger Schlüsselakteur im Sommer als spielender Co-Trainer zum Bezirksligisten TSV Neuhütten-Wiesthal wechseln. "Erst einmal muss der TSV Karlburg dem Manu einfach dankbar sein, was er für den Verein geleistet hat. Dass so ein Spieler irgendwann den Weg ins Trainerfach sucht, ist nur logisch", so Köhler. Er räumt aber ein: "Es hätte noch nicht unbedingt jetzt sein müssen. Er hätte sich ruhig noch ein paar Jahre Zeit lassen können."

    Manuel Römlein (rechts) ist und war nicht nur der Regisseur, sondern auch ein kämpferische Vorbild beim TSV Karlburg. Hier ein Bild aus dem April 2018, als das Team in der Landesliga gegen den Abstieg kämpfte. Weiter im Bild: sein damaliger Teamkollege Tobias Wießmann. Foto: Uli Sommerkorn

    Der mittlerweile 28-jährige Römlein war seit 2010 in insgesamt 247 Bayernliga-, Landesliga- und Bezirksoberliga-Spielen für Karlburg auf dem Platz gestanden und hatte dabei 59 Treffer erzielt sowie eine große Anzahl an Toren vorbereitet. Zudem war er auch eine Spielerpersönlichkeit, an der sich Teamkollegen aufrichten konnten und die maßgeblichen Anteil am Aufstieg des Teams in die Bayernliga im Frühjahr 2019 hatte. "Wir können Manu sicher nicht eins zu eins ersetzen. Aber ich bin sicher, dass wir nächste Saison eine gute Mannschaft haben werden", betont Köhler und verweist darauf, dass ein großer Teil des gegenwärtigen Kaders bereits für die kommende Runde zugesagt habe.

    Höhepunkt der sportlichen Laufbahn Manuel Römleins beim TSV Karlburg: der Bayernliga-Aufstieg im Mai 2019

    Eine besonders wichtige Personalie ist nach den Worten Köhlers der Verbleib von Sebastian Fries. Denn der frühere Profi habe in seinem ersten halben Jahr in Karlburg nicht nur seine fußballerische Qualität gezeigt, sondern gebe für junge, unerfahrene Spieler auch wichtige Orientierung.

    Im Karlburger Bayernliga-Kader, der am 7. Februar wieder mit dem Mannschaftstraining beginnt, hat es in der Winterpause noch etwas Bewegung geben. So stößt der 22-jährige Henrik Ruppert vom Kreisklassisten FV Langenprozelten/Neuendorf, der bereits in der Jugend für die damalige JFG Kreis Karlstadt aktiv gewesen war, zum TSV. Zusammen mit den beiden wieder genesenen Paul Karle und Johannes Gold soll er dabei helfen, die Abgänge von Lukas Imgrund (Würzburger FV), Kai Langer (SV Birkenfeld), Marcel Frank (Ausleihe FC Fuchsstadt) und Michael Wolff (studienbedingt) zu kompensieren.

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