• aktualisiert:

    RADSPORT: MOUNTAINBIKING

    Felicitas Geiger unter den 20 Besten der Welt

    Bewältige auch technisch schwierige Passagen: Felicitas Geiger. Foto: Armin M. Küstenbrück

    Die Mountainbike-Weltmeisterschaft im schweizerischen Lenzerheide endete für die Sportler vom RV Viktoria Wombach mit gemischten Gefühlen. Maximilian Brandl kämpfte im U-23-Einzelrennen von Beginn an mit Schmerzen und gab in der dritten Runde auf. Felicitas Geiger konnte ihre Leistung abrufen und kam in der Altersklasse U23, weiblich, auf Platz 19.

    Mountainbike Cross Country ist in der Schweiz Nationalsport. So überraschte es nicht, dass bereits zu den Rennen der Nachwuchsklassen über 5000 Zuschauer an die Strecke am Rothorn in Lenzerheide gepilgert waren. Zwei Tage nach seiner furiosen Fahrt im Staffelrennen, die dem deutschen Team den Weg zur Silbermedaille ebnete, ging Maximilian Brandl mit hohen Erwartungen ins Einzelrennen.

    Aus Reihe eins startend gehörte er zum erweiterten Kreis der Favoriten. Doch schon am ersten Anstieg verlor er mehrere Plätze und ging als 15. in die erste Abfahrt. Schnell wurde deutlich, dass sein Körper an diesem Tag nicht wie gewohnt funktionierte – er verlor weitere Plätze. In der zweiten Runde fuhr er fast 20 Prozent langsamer als im Staffelrennen. Obwohl er nur noch im Trainingstempo unterwegs war, erholte sich Maximilian Brandl nicht und gab das Rennen auf.

    Titelträger aus Südafrika

    Hinterher fand der deutsche U-23-Meister keine Erklärung für seine Formschwäche: „Ich hatte schon am ersten Berg starke Schmerzen im Zwerchfell. Die Lunge hat höllisch gebrannt. Ich bin schwer enttäuscht und weiß nicht, warum es nicht funktioniert hat.“ Weltmeister wurde der Südafrikaner Alan Hatherly, der im vergangenen Jahr Silber vor Brandl gewonnen hatte.

    Felicitas Geiger ging mit Startnummer 44 ins Rennen der weiblichen U23. Die 21-jährige Medizinstudentin legte einen sehr guten Start hin und konnte gleich zu Beginn 20 Plätze gutmachen. Die erste Runde beendete sie als 19. und spulte die nächsten fünf Runden mit der Konstanz eines Uhrwerks ab. Ganze fünf Sekunden lagen ihre schnellste und langsamste Rundenzeit auseinander.

    Schönes Gefühl

    So konnte sie den 19. Platz bis ins Ziel verteidigen und war mit ihrer Leistung zufrieden: „Insgeheim hatte ich auf Top 15 gehofft. Aber ich weiß, dass ich alles gegeben habe. Für mich ist es ein schönes Gefühl, zu den 20 Besten auf der Welt zu gehören.“ Das Rennen endete mit einem Schweizer Doppelsieg durch Alessandra Keller und Sina Frei.

    Bearbeitet von Ulrich Sommerkorn

    Weitere Artikel

    Kommentare (0)

    Der Diskussionszeitraum für diesen Artikel ist leider schon abgelaufen. Sie können daher keine neuen Beiträge zu diesem Artikel verfassen!