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    FUSSBALL: HALLENTURNIER UM DEN EEV-CUP

    Schwebenried/Schwemmelsbach wird Dritter

    Zweikampf vor Zuschauern: Marcel Kühlinger von der DJK Schwebenried-Schwemmelsbach (rechts) und beharkt sich hier mit An...

    Wieder einmal hatte der TSV Unterpleichfeld den Gewinn des EEV-Cups dicht vor Augen. Aber wie in den vergangenen Jahren war auch bei der Jubiläumsausgabe des Turniers in Bergtheim kein Vorbeikommen am FC Schweinfurt 05. Bei der 25. Auflage schnappte sich der Seriensieger zum sechsten Mal in Folge den Titel. Auf den Plätzen drei und vier landeten nach knappen Halbfinalniederlagen die DJK Schwebenried-Schwemmelsbach und der ASV Rimpar. Gastgeber Bergtheim belegte Rang acht.

    Stepanovic als Ehrengast

    Enttäuscht stand Unterpleichfelds Trainer Thomas Redelberger nach Turnierende an der Bande des Spielfelds. Dabei hatte Trainerlegende Dragoslav Stepanovic, der als Ehrengast in Bergtheim weilte, seiner Mannschaft zuvor einen gelungenen Auftritt bescheinigt und die TSV-Jungs für ihr forsches Auftreten gelobt. Auch Redelberger war angetan von dem, was sein Team gezeigt hatte: „Wir haben wieder ein starkes Turnier gespielt.“ Doch die Enttäuschung über das verlorene Finale überwog.

    Selten waren die Blau-Weißen so nah dran gewesen. Nach einer souveränen Vorrunde – nur gegen die Schnüdel setzte es eine Niederlage – bezwangen die Unterpleichfelder den bis dahin unbesiegten Landesligakonkurrenten DJK Schwebenried-Schwemmelsbach knapp, aber verdient mit 2:1. Dominik Oßwald und André Schmitt hatten für den TSV vorgelegt, Julian Hart gelang nur noch der Anschlusstreffer.

    Danach habe Redelberger geglaubt, auch Schweinfurt schlagen zu können, zumal sich der Regionalligist im Halbfinale sehr schwer getan hatte. Gegen disziplinierte Rimparer brachte Dominik Weiß die überlegenen Schnüdel zwar in Führung, doch Marcel Böhm glich in der Schlussminute für den ASV aus und zwang den FC 05 ins Neunmeterschießen. Mit einer großen Portion Glück zogen die Schweinfurter gerade noch den Kopf aus der Schlinge: Nach Lukas Billick verschoss auch Christopher Lehmann, doch sein Schuss sprang von Robin Michels Rücken noch ins Tor. Danach vergaben die Rimparer Kevin Weidner und Sven Mahler – und die Schnüdel standen erneut im Finale. „Wir hatten den späteren Sieger am Rande einer Niederlage“, war Rimpars Co-Trainer Marcel Heck stolz auf seine Mannschaft.

    Dreierpack von Messingschlager

    Im Endspiel wurde es – wie bereits in der Vorrunde zwischen Schweinfurt und Unterpleichfeld – eine klare Angelegenheit. Zwar boten die Blau-Weißen dem Favoriten spielerisch Paroli, machten aber schon in der ersten Minute den wohl entscheidenden Fehler: An der Mittellinie stehend spielte TSV-Schlussmann Björn Trott FC-05-Akteur Philip Messingschlager das Leder in die Füße, der den Keeper sehenswert überlupfte.

    Die Redelberger-Fünf musste kommen, hatte auch Chancen, doch Messingschlager traf zwei weitere Male und sorgte damit für den erneuten Sieg des Regionalligisten. „Es war geil. Ich bin das erste Mal hier, da wir sonst nicht in der Halle spielen. Bei so einem Turnier muss man allerdings schon dabei sein. Die Finalrunde war echt knackig. Rimpar und Unterpleichfeld waren sehr gut. Wir hatten großen Respekt vor ihnen“, fand Schweinfurts Spieler Christopher Kracun lobende Worte für die Landesligisten.

    Die hatte auch Schwebenried-Schwemmelsbachs David Fleischmann für seine Mitspieler übrig. Natürlich seien sie unglücklich im Halbfinale ausgeschieden, doch mit dem dritten Platz könne man sehr gut leben. Nach Nicolas Moskwiaks Führungstreffer hatte Dominik Barth die Seinen ins Neunmeterschießen gerettet, in dem kurioserweise beide Torschützen vergaben. Den entscheidenden Strafstoß vergab dann aber erneut Sven Mahler, das sicherte der DJK Rang drei. „Insgesamt war es ein guter Auftritt“, meinte Fleischmann.

    Stepanovic sah es ähnlich und lobte Niveau und Organisation des Turniers. Trösten konnte aber auch das an diesem Tag nicht jeden.

    Alexander Rausch

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