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    HANDBALL: BAYERNLIGA

    In Lohr weht ein rauer Wind

    Aktuell mit 15 Toren zusammen mit Jannik Schmitt erfolgreichster Lohrer Werfer: Benjamin Horn Foto: Yvonne Vogeltanz

    So richtig entspannt ging es in dieser Woche im Training nicht zu beim Handball-Bayernligisten TSV Lohr (9./4:4). "Ich habe die Zügel gestrafft", fasst Spielertrainer Maximilian Schmitt die Einheiten zusammen. Grund dafür war nicht zuletzt der jüngste Auftritt bei der 23:27-Niederlage in Landshut, bei der Schmitt schlechte Chancenverwertung, zahlreiche individuelle Abwehrfehler, zu wenig Emotion und zu viel Diskussionen mit den Schiedsrichtern bemängelt hatte.

    Keine Wohlfühlatmosphäre

    "Wichtig ist mir, dass sich die Spieler wieder auf das Wesentliche konzentrieren. Auf das, was uns in den ersten beiden Spielen stark gemacht hat", betont der 27-Jährige vor dem Heimspiel seines Teams am Samstag gegen den VfL Günzburg (19.30 Uhr, Spessarttorhalle). Die ersten beiden Saisonspiele hatten die Lohrer gewonnen, dann aber folgten zwei Niederlagen, zuletzt das 23:27 in Landshut. Deshalb habe er bei den Übungseinheiten die "Sinne schärfen" wollen, indem er beim Ton und auch bei den Inhalten die Wohlfühlatmospähre etwas hintenan gestellt habe, so Schmitt. "Natürlich ist die Mannschaft sehr jung. Und viele junge Spieler tun sich eben nach so einem guten Saisonstart schwer, auf dem Boden zu bleiben", gibt er zu bedenken und verweist darauf, dass sich seine Handballer in einem Lernprozess befänden.

    Leistungsschwankungen gibt es aber in dieser frühen Phase der Saison nicht nur beim TSV Lohr, sondern auch beim Gast aus Günzburg (4./6:2). Doch das hat seine Gründe: Den früheren Bundesligisten haben mit Stefan Knittl und Manuel Scholz zu Saisonbeginn zwei Leistungsträger in Richtung des Liga-Konkurrenten TSV Friedberg verlassen, auch hat der langjährige Trainer Stephan Hofmeister sein Amt abgegeben. Nachfolger ist der Ungar Gabor Czako, der drei Länderspiele für sein Heimatland absolviert und sich vor zwei Jahrzehnten hierzulande als Spielmacher in Ottobeuren und Söflingen einen Namen gemacht hat.

    Günzburg liegt an der Donau

    Nun soll Czako das umformierte Günzburger Bayernliga-Team in obere Tabellenregionen führen. In puncto Abwehrarbeit funktioniert das schon ganz gut, der VfL hat aktuell mit 89 Gegentoren in vier Spielen die wenigsten Treffer in der Klasse kassiert. Mit 92 erzielten Toren liegt das Team allerdings nur auf Platz elf unter den 14 Bayern-Angriffen. Und das, obwohl mit Frieder Bandlow der aktuell beste Werfer der Klasse für Günzburg spielt. Allerdings hat der Linkshänder, der noch A-Jugendlicher ist, 18 seiner 30 Tore vom Siebenmeterstrich erzielt.

    Maximilian Schmitt setzt jedenfalls gegen Günzburg auf die Heimatmosphäre. "Wir freuen uns drauf, nach vier Wochen endlich einmal wieder zu Hause zu spielen", macht er klar. Personell kann er voraussichtlich aus dem Vollen schöpfen. Ob er die Spielanteile anders als in Landshut verteilt, lässt er aber offen. "Die Leute haben unter der Woche gut trainiert", sagt er und ist davon überzeugt, dass seine Spieler die richtigen Lehren aus der jüngsten Niederlage gezogen haben.

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