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    FUSSBALL: LANDESLIGA

    Schönhöfers Team schlägt Respekt entgegen

    Der Kader der DJK Schwebenried/Schwemmelsbach: (hinten von links) Fußball-Abteilungsleiter Ralf Kümmet, Betreuer Fabian Dürr, Andreas Jazev, Tino Kummer, Kevin Markert, Yannick Deibl, Thomas Bayer, Marc Müller, Pascal Stürmer, Torwarttrainer Daniel Kemmer und Fußball-Abteilungsleiter (Schwebenried) Jürgen Stürmer, (Mitte von links) Manuel Weißenberger, Klaus Weißenberger (beide Sponsoren), Fabian Lichtlein, Jonas Wehner, Marcel Behr, Justin Michel, Marcel Kühlinger, Physiotherapeutin Maria Bose, Ingrid Michel, Vorsitzende DJK Schwemmelsbach, Trainer Dominik Schönhöfer, Alexander Ziegler, Vorsitzender DJK Schwebenried, (vorne von links) Philipp Paul, Julian Hart, Maximilian Müller, Leon Hartmann, Nico Herold, Jannik Göller, Luca Reck und Fabio Baum. Es fehlen: Fabian Brack, Alexander Herchet und Uwe Ziegler. Foto: DJK Schwebenried/Schwemmelsbach

    „Diese Saison wird schwerer als die letzte“, glaubt Dominik Schönhöfer. Das sei sozusagen der Fluch der guten Tat. Die Folge dieser Achterbahnfahrt der DJK Schwebenried/Schwemmelsbach in der Rückrunde der Fußball-Landesliga Nordwest von Platz zwei auf vier. „Das haben natürlich alle registriert“, sagt der Trainer der DJK. „Keiner wird uns jetzt mehr unterschätzen und vielleicht ein wenig unkonzentriert in die Partien gehen.“

    Auf gutem Weg

    Auch die Ausgangssituation sei nicht unbedingt einfacher als im Vorjahr. „Sie ist anders“, sagt Schönhöfer. „Weil wir von einem anderen Fundament ausgehen können. Wir haben eine gute Basis gelegt, auf die wir jetzt aufbauen können. Wir sind auf einem sehr guten Weg, aber das bedeutet auch sehr viel Arbeit.“

    Denn die DJK habe eben erfahrene Spieler verloren. Die gelte es nun zu ersetzen, sportlich, wie auch in der Hierarchie. Für fünf erfahrene Spieler kamen – dem Weg der Schwebenrieder und Schwemmelsbacher entsprechend – überwiegend gut ausgebildete Talente, frisch aus der U 19 des FC Schweinfurt 05. Wobei allerdings die Verpflichtung der beiden Lengfelder Kevin Markert und Andreas Jazev, letzterer beim TSV immerhin Kapitän, für DJK-Verhältnisse ein echter Coup ist. Und der blutjungen Mannschaft die nötige Portion Erfahrung geben könnte.

    Hohe Qualität

    „Es gilt jetzt, dass wir die Neuen schnell bei uns integrieren“, sagt Schönhöfer. „Sie müssen unsere Philosophie, unsere Werte lernen.“ Allerdings sei diese Integration schon weit fortgeschritten. „Fußballerisch hohe Qualität haben sowieso alle.“

    Am wenigsten Anpassungsprobeme dürfte wahrscheinlich Überraschungs-Rückkehrer Nico Herold haben, der nach einem Jahr in Dampfach wieder da ist, sich absprachegemäß allerdings hinter Leon Hartmann als Nummer zwei im Tor einreiht. Eine gute Sache, denn der neue eigentlich vorgesehene zweite Keeper Fabian Brack steckt in Bayreuth mitten im Studium und wird erst irgendwann im August bei der DJK erwartet. Genauer gesagt in Schwemmelsbach, denn dort werden in dieser Saison die Heimspiele der ersten Mannschaft ausgetragen.

    Konkurrenzkampf um die Plätze

    Immerhin ist der Kader heuer um einiges breiter aufgestellt als in der letzten Spielzeit. Da musste oft das immer selbe Team ran, weil schlichtweg wegen vieler Verletzungen keine Alternativen zur Verfügung stehen. In diese Not sollte die DJK nun nicht mehr kommen. „Das macht es aber nicht unbedingt leichter“, sagt Schönhöfer, „weil man dann viele Gespräche führen muss und gut begründen, warum jemand spielt und warum er auf der Bank sitzt“, sagt der Coach. „Andererseits ist es ja fußballerisch auch gut, wenn ein Wettbewerb stattfindet.“

    Alles in allem erwartet Schönhöfer nicht, dass sein Team ähnlich gut wie in der Vorsaison abschneiden wird. „Ein Mittelfeldplatz und hoffentlich nicht nach unten schauen müssen. Alles andere ist unwahrscheinlich. Wir müssen da auch den anderen Mannschaften Respekt zollen.“

    Starke Aufsteiger

    Schließlich habe sich die Liga auch geändert, neue Mannschaften aber mit bekannten Namen und damit viel Qualität seien schließlich hinzugekommen. Auch die Aufsteiger VfL Frohnlach oder Vatan Spor Aschaffenburg seien alles andere als Laufkundschaft. „Dazu die FT Schweinfurt mit ihrer großen Landesligatradition.“ Einen klaren Meisterkandidaten gebe es nicht. „Das ist schwierig: Vielleicht Haibach zum 100-jährigen Vereinsjubiläum. Oder Euerbach.“

    Welche Platzierung es bei der DJK Schwebenried/Schwemmelsbach am Ende wird, das ist dem Coach relativ egal. „Wir wollen einfach den nächsten Schritt gehen und uns als Mannschaft weiterentwickeln.“

    Das Aufgebot

    Abgänge: Dominik Barth (Spielertrainer SG Sömmersdorf), Sebastian Heinlein (Spielertrainer FC Untererthal), Jan Ludwig (SG Schleerieth), Daniel Riedmann (Karriereende), Simon Weißenberger (Spielertrainer DJK Altbessingen).

    Zugänge: Thomas Bayer (FC Hopferstadt), Fabian Brack, Jannik Göller, Marc Müller, Luca Reck (alle FC Schweinfurt 05, U 19), Nico Herold (DJK Dampfach), Andreas Jazev, Kevin Markert (beide TSV Lengfeld), Tino Kummer (TSV Gochsheim).

    Aufgebot, Tor: Fabian Brack, Leon Hartmann, Nico Herold, Daniel Kemmer.

    Abwehr: Fabio Baum, Andreas Jazev, Justin Michel, Pascal Stürmer, Jonas Wehner, Uwe Ziegler.

    Mittelfeld: Thomas Bayer, Marcel Behr, Yannick Deibl, Jannik Göller, Julian Hart, Alexander Herchet, Fabian Lichtlein, Kevin Markert, Marc Müller, Maximilian Müller, Philipp Paul, Luca Reck, Felix Zöller.

    Angriff: Marcel Kühlinger, Tino Kummer.

    Trainer: Dominik Schönhöfer (seit 2018).

    Co-Trainer: Felix Zöller (seit 2016).

    Torwarttrainer: Daniel Kemmer (seit 2014).

    Saisonziel: Mittelfeldplatz, die Mannschaft weiterentwickeln.

    Meistertipp: Alemannia Haibach, SV Euerbach-Kützberg.

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