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    FUSSBALL: BEZIRKSLIGA WEST

    Zyziks Team und dessen großer Rucksack

    Frank Zyzik Foto: Hans Will

    TSV Heimbuchenthal – TSV Neuhütten-Wiesthal (Samstag, 16 Uhr)

    „Wir haben uns die Situation selbst zuzuschreiben“, erklärt Neuhütten-Wiesthals (12./34) Trainer Frank Zyzik, dessen Mannschaft bei gerade einmal zwei Punkten Vorsprung auf den Relegationsplatz nach wie vor um den Klassenerhalt bangen muss. Nach Meinung des TSV-Trainers ist die Misere in der schwachen Auswärtsbilanz begründet. Gerade einmal zehn Punkte haben seine Jungs in der Fremde gesammelt. „Da müssen wir schleunigst daran arbeiten“, fordert Zyzik vor dem Gastspiel beim TSV Heimbuchenthal (9./39), der allerdings zu Hause bislang nur zweimal verloren hat.

    „Man hat letzte Woche gesehen, dass jeder einen Rucksack hinten drauf hat“, weiß Zyzik angesichts der mentalen Belastung und der daraus resultierenden schwachen Vorstellung seines Teams bei der Derby-Niederlage gegen Frammersbach. „Der Spaß muss zurückkommen, dann klappt es auch“, betont der 49-Jährige, dessen Aufgabe es nun ist, der Mannschaft das nötige Selbstvertrauen zu geben. Und auch wenn die personelle Situation mit dem grippekranken Patrick Richter, dem angeschlagenen Marc Pimpertz und dem nach wie vor verletzten Torjäger Steffen Englert nicht besonders gut aussieht, zeigt sich der TSV-Coach in puncto Klassenerhalt zuversichtlich: „Wir schaffen das, davon bin ich überzeugt.“

    FV Karlstadt – SG Hettstadt (Sonntag, 15 Uhr)

    Zum Kellerduell erwartet Schlusslicht Karlstadt (16./1) den Tabellennachbarn Hettstadt (15./20). Für beide Teams steht der Abstieg unumstößlich fest. „Wir haben uns auf die Fahnen geschrieben, zumindest einen Sieg zu holen“, erklärt Karlstadts Trainer Reiner Neumann, dessen Mannschaft im Hinspiel seinen bislang einzigen Punkt ergattert hat. „Damals war es ein unglückliches 0:0“, erinnert sich Neumann und verspricht, dass seine Mannschaft alle Kräfte mobilisieren werde, um vor heimischem Publikum zumindest einen Zähler einzufahren. Personell sieht es beim FV im Vergleich zur Vorwoche besser aus, denn Severin Wagner, Timo Rützel, Jörg Boreatti und Lukas Wolf werden wieder dabei sein.

    TSV Retzbach – SV Vatan Spor Aschaffenburg (Sonntag, 15 Uhr)

    „Zumindest einen Sieg möchte ich im Jahr 2019 mit der Mannschaft“, äußert Retzbachs (5./44) scheidender Trainer Matthias Frank drei Spieltage vor Saisonende. Denn beim bislang einzigen Dreier in diesem Jahr hat Frank die Mannschaft nicht betreut, damals weilte er im Skiurlaub. Doch ist ihm bewusst, dass es gerade bei den beiden noch ausstehenden Heimspielen gegen Tabellenführer Vatan Spor Aschaffenburg (1./62) und am letzten Spieltag gegen den Zweiten Hain schwer werden wird. Während der TSV die Partie gegen den Klassenprimus entspannt angehen kann, werden die Jungs von SV-Spielertrainer Peter Sprung, die kurz vor dem Erreichen der Meisterschaft stehen, alles daran setzen, als Sieger vom Platz zu gehen. Nachdem vier Mallorca-Urlauber inzwischen zurück sind, sieht die personelle Situation beim Gastgeber wieder besser aus.

    TSV Rottendorf – TSV Uettingen (Sonntag, 15 Uhr)

    „Das hat die Mannschaft richtig toll gemacht“, lobt Uettingens (6./40) Trainer Horst Gensler sein Team angesichts der Tatsache, dass es bereits letzte Woche den Klassenerhalt unter Dach und Fach gebracht hat. „Als ich damals das Amt angetreten habe, hätte ich niemals gedacht, dass wir drei Spieltage vor Schluss bereits den Klassenerhalt sicher haben“, gibt der Uettinger offen zu. Zum damaligen Zeitpunkt rangierte der TSV, der sich in der letzten Saison erst in einer anstrengenden Relegationsrunde den Verbleib in der Liga gesichert hatte, mit gerade einmal sechs Punkten aus acht Partien auf einem Abstiegsplatz. „Jetzt können wir die drei letzten Spiele genießen“, freut sich Gensler, fügt aber auch an, dass sein Team schon alleine aus wettbewerbstechnischen Gründen sich so gut wie möglich verkaufen möchte. „Wir wollen uns nichts nachsagen lassen“, erklärt er vor der Partie beim TSV Rottendorf (8./39), für den bei sieben Punkten Vorsprung auf den Relegationsplatz das Thema Abstieg ebenfalls so gut wie vom Tisch ist. Mit Ausnahme von Steffen Babl, der eine Platzwunde am Kopf hat, und Robert Hünlein (Urlaub) hat Gensler alle Mann an Bord.

    TuS Frammersbach – SpVgg Hösbach-Bahnhof (Sonntag, 15 Uhr)

    „Wir wollen noch so viele Punkte wie möglich holen“, erklärt Frammersbachs (7./40) Spielertrainer Marco Trapp drei Spieltage vor Saisonende. In der Vorwoche hat er mit seinem Team beim 3:1-Derbyerfolg gegen Neuhütten-Wiesthal den Klassenerhalt endgültig unter Dach und Fach gebracht. Nun kann er mit seiner Mannschaft die letzten drei Partien völlig locker angehen. „Das ist sicher ein Vorteil“, weiß der TuS-Spielertrainer und hofft, dass sich seine Jungs, vor allem auch diejenigen, die den Verein verlassen, in den letzten beiden Heimspielen ordentlich von den Fans verabschieden.

    Auf die Frage, wohin sein Weg führt, wollte Trapp noch keine eindeutige Antwort geben. „So viel steht fest, ich werde nicht mehr als Spielertrainer tätig sein“, verkündete der 37-Jährige und fügte an, dass es ein Verein sein wird, für den er in der Vergangenheit bereits die Fußballschuhe geschnürt hat. Personell wird es gegen Hösbach (4./46) keine Veränderungen geben.

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