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    FUSSBALL: BEZIRKSLIGA WEST

    Matthias Frank wird beim Abschied wehmütig

    Steht vor seinem letzten Saisonspiel als Retzbacher Trainer: Matthias Frank Foto: Yvonne Vogeltanz

    TuS Leider – FV Karlstadt (Samstag, 12.45 Uhr)

    Mit dem TuS Leider (3./55) steht für Schlusslicht Karlstadt (16./1) am letzten Spieltag noch einmal ein schwerer Brocken auf dem Plan. Gastgeber Leider, der mit dem dritten Rang hinter den Erwartungen liegt, kann auch mit einem Sieg den beiden Spitzenmannschaften Vatan Spor Aschaffenburg und Hain nicht mehr in die Quere kommen. Dennoch werden die Hausherren, die mit 99 Treffern über die beste Offensive verfügen, alles daran setzen, ihren scheidenden Torjäger Daniel Meßner gebührend zu verabschieden. Meßner, der beachtliche 48 Treffer erzielt hat, wechselt nämlich zum Regionalligisten Viktoria Aschaffenburg.

    Die personellen Voraussetzungen beim FV sind alles andere als gut, denn neben mehreren beruflich verhinderten Akteuren müssen die Kreisstädter auch ohne die gesperrten Mehmet Mercan und Timo Rützel auskommen.

    TSV Retzbach – DJK Hain (Samstag, 14 Uhr)

    „Einen Sieg wollen wir noch“, so lautet die Ansage von Retzbachs (6./46) scheidendem Coach Matthias Frank auch vor der Partie gegen den Tabellenzweiten Hain (2./65). So habe seine Mannschaft in den letzten Wochen sehr gute Leistungen abgeliefert und sei jeweils nur knapp an einem Dreier vorbei geschrammt. Dem TSV-Trainer ist durchaus bewusst, dass der Gast aus Hain alles daran setzen wird, um zu gewinnen und sich so, bei einem Patzer von Vatan Spor in Frammersbach, noch die Chance auf den Meistertitel zu wahren.

    „Wir sind nicht bestrebt, den Gegner auf unserem Sportplatz die Meisterschaft feiern zu lassen“, macht Frank, in dessen Kader es keine personellen Veränderungen geben wird, deutlich. Eine gewisse Wehmut befällt Matthias Frank nach vier Jahren Trainertätigkeit beim TSV Retzbach. „Es ist ungewohnt, wenn sich nach rund 30 Jahren nicht mehr alles nach der Fußballsaison richtet“, gibt der Familienvater, der seine Tätigkeit auf eigenen Wunsch beendet, offen zu.

    TuS Frammersbach – SV Vatan Spor Aschaffenburg (Samstag, 14 Uhr)

    „Wir werden nichts herschenken, denn wir möchten keine Wettbewerbsverzerrung in Sachen Meisterschaft“, macht Frammersbachs (5./46) scheidender Spielertrainer Marco Trapp vor dem Saisonfinale gegen Klassenprimus Vatan Spor Aschaffenburg (1./66) deutlich. Denn bei gerade einmal einem Punkt Vorsprung auf Verfolger Hain müssen die Gäste unbedingt gewinnen, um die Tabellenführung zu verteidigen. „Die fahren nicht gerne nach Frammersbach“, weiß der TuS-Spielertrainer, der zu Beginn der Woche mit Aschaffenburgs Spielertrainer Peter Sprung Kontakt hatte. Denn im Gegensatz zu Vatan Spor kann Frammersbach, das im Jahr 2019 lediglich eine Niederlage kassiert und sich auf den fünften Rang vorgearbeitet hat, befreit aufspielen.

    „Ich denke, wir haben eine Chance, wenn wir möglichst lange die Null halten“, zeigt sich Trapp zuversichtlich, verweist aber gleichzeitig auf die personell angespannte Situation bei den Hausherren. Denn dadurch, dass die U 19 an diesem Wochenende zwei Partien bestreitet, kann er nicht auf die Juniorenspieler zurückgreifen. Zudem steht hinter dem Einsatz des verletzten Fabian Lurz, der die Frammersbacher Richtung Lohr verlässt, ein Fragezeichen.

    Auf die Frage nach seiner eigenen Zukunft erklärt Trapp, dass er zum Landesligisten Alemannia Haibach wechseln wird. „Es ist so angedacht, dass ich das Trainerteam unterstütze und als Spieler zur Verfügung stehe“, verrät Trapp und bezeichnet die Rückkehr zu seinem langjährigen Verein als eine Art „Heimkommen“.

    TSV Heimbuchenthal – TSV Uettingen (Samstag, 14 Uhr)

    „Wir wollen uns gut aus der Affäre ziehen“, lautet die Ansage von Uettingens (9./40) scheidendem Trainer Horst Gensler, der beim letzten Spiel seiner Mannschaft nicht dabei sein wird, weil er zu einer Hochzeitsfeier eingeladen ist. Der Uettinger Coach macht keinen Hehl daraus, dass man beim TSV das Augenmerk auf die zweite Mannschaft legt und diese personell verstärken will. Denn immerhin gilt es für die abstiegsbedrohte Reserve, in der Kreisklasse 4 nicht auf den Relegationsplatz zurückzufallen.

    „Ob wir die Saison auf einem einstelligen oder zweistelligen Tabellenplatz abschließen, ist letztendlich zweitrangig“, erklärt Gensler deshalb vor der Partie beim Tabellennachbarn Heimbuchenthal (10./39).

    BSC Schweinheim – TSV Neuhütten-Wiesthal (Samstag, 14 Uhr)

    „Mission erfüllt“, titelt TSV-Coach Frank Zyzik seine rund fünfmonatige Tätigkeit beim TSV Neuhütten-Wiesthal (8./40), der durch einen 2:1-Erfolg in der Vorwoche den Klassenerhalt vorzeitig in trockene Tücher gebracht hat. „Es hat riesig Spaß gemacht, aber auch Energie gekostet. Ich bin heilfroh, dass ich es gemacht habe“, gibt Zyzik, der zu Jahresbeginn gemeinsam mit Patrick Richter auf den Trainersessel beim TSV zurückgekehrt ist, unumwunden zu.

    Während die Gäste nun völlig entspannt zum Finale nach Schweinheim (13./35) reisen können, steht der BSC noch mächtig unter Druck. Denn nur mit einem Sieg und der gleichzeitigen Niederlage von Keilberg könnten die Gastgeber das rettende Ufer erreichen. „Wir werden denen nichts schenken“, erklärt Zyzik, der beim letzten Saisonspiel nicht dabei sein wird, weil er bereits vor geraumer Zeit einen Kurztrip nach München gebucht hat. Deshalb wird Patrick Richter, der wieder einsatzfähig ist, die Mannschaft coachen. Fehlen wird Lukas Salg wegen einer Bänderverletzung, auch der Einsatz des seit Wochen angeschlagenen Kapitäns Christian Kunkel ist fraglich.

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