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    FUSSBALL: BAYERNLIGA

    Karlburg peilt erste Punkte in der Fremde an

    Er traft beim jüngsten Karlburger Sieg über Cham: Stürmer Sebastian Stumpf Foto: Yvonne Vogeltanz

    Fußball, Bayernliga Nord

    ATSV Erlangen – TSV Karlburg (Samstag, 16 Uhr)

    Auf eigenem Platz hat Aufsteiger TSV Karlburg (16./10) bisher zehn Punkte geholt, in der Fremde aber noch keinen einzigen Zähler. "Daheim merkt man schon, dass wir von den Zuschauern getragen werden. Auswärts ist es oft so, dass das Publikum Einfluss zu Gunsten des Gegners nimmt und Schiedsrichterentscheidungen schon mal schlecht für uns ausfallen", bemerkt TSV-Trainer Markus Köhler. Außerdem trete sein Team auf fremden Plätze bisweilen mit zu viel Respekt auf. "Auch haben wir auswärts schon gegen sehr starke Gegner gespielt", sagt Köhler und verweist auf die Partien in Vilzing, Seligenporten, Großbardorf oder bei Eintracht Bamberg.

    Das ATSV-Gelände an der Paul-Gossen-Straße

    Auch der nächste Auswärtskontrahent, der ATSV Erlangen (6./22), fällt unter die Kategorie "guter Gegner". Der Allgemeine Turn- und Sportverein Erlangen, der seine Wurzeln in der Arbeiterbewegung hat und während der Nazizeit verboten war, besitzt an seiner Anlage in der Paul-Gossen-Straße nicht nur einen S-Bahn-Anschluss, sondern er verfügt über fußballerisch veranlagtes Personal. "Drei oder vier Leute sind in der Jugend beim 1. FC Nürnberg oder bei Greuther Fürth ausgebildet worden", sagt Köhler über die Gastgeber.

    Sieg beim Tabellenführer Seligenporten

    Ferner steht mit Bastian Herzner ein Torjäger im ATSV-Sturmzentrum, der seit Jahren zu den Besten seines Fachs in der Klasse zählt und der in der laufenden Runde bereits sechsmal getroffen hat. "Erlangen spielt zwar erst das zweite Jahr in der Klasse, aber der Verein hat große Ambitionen", so Markus Köhler über den ATSV. Am letzten Spieltag bewiesen die Erlanger beim 3:2-Erfolg bei Spitzenreiter SV Seligenporten ihre Qualität.

    Dass die Gäste trotzdem nicht hoffnungslos ins Spiel gehen, liegt nicht nur an ihrem jüngsten 2:0-Heimerfolg über den ASV Cham. Auch die personelle Situation stabilisiert sich, nach Wochen mit großer Fluktuation hält Konstanz im Kader Einzug. Neben den Langzeitausfällen Lukas Imgrund und Paul Karle ist lediglich der Einsatz des angeschlagenen Andreas Köhler fraglich.

    Impulse von der Bank

    "Wir sind jetzt wieder in einer Situation, in der wir wechseln können, ohne Qualität zu verlieren", betont TSV-Trainer Köhler. Zuletzt beim Sieg gegen Cham brachte der Coach in den Schlussminuten Josef Burghard und Sebastian Stumpf. Ersterer erkämpfte wichtige Bälle, Letzterer markierte kurz vor Schluss das erlösende 2:0.

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