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    FUßBALL: BAYERNLIGA NORD

    Großbardorf beansprucht seinen Akku über Gebühr

    Fußball

    Bayernliga Nord FC Eintracht Bamberg – TSV Großbardorf 3:3 (2:0)

    Zum zweiten Mal innerhalb einer Woche endete ein Bayernligaspiel des TSV Großbardorf 3:3 und in beiden Partien fiel der Ausgleichstreffer der Grabfeld-Gallier erst in der Nachspielzeit. Beide Male holten die Schützlinge von Cheftrainer André Betz einen Zwei-Tore-Rückstand auf. Erst gegen Ammerthal, nun auch beim FC Eintracht Bamberg.

    Piechas Fehlen ist bemerkbar

    Die Bardorfer, die auf ihren erkrankten Kapitän Stefan Piecha verzichten mussten („Dessen Fehlen hat sich negativ bemerkbar gemacht“, Betz) kamen gut in die Partie und hätten bereits in den ersten fünf Minuten zwei Mal in Führung gehen können. Aber beide Male vergab Torjäger Simon Snaschel. Erst traf er das Bamberger Gehäuse nicht, dann knallte sein Schuss an den Pfosten. Aber dann begann die Fehlerkette in der Abwehr der Grabfelder. Nach zehn Minuten durften sich die Hausherren ohne große Behinderung über ihre linke Angriffsseite durchkombinieren und Tobias Linz vollendete mit einem Lupfer zum 1:0.

    Zwei Gegentore in drei Minuten

    Nur drei Minuten der nächste Nackenschlag: Wieder über links und wieder tauchte ein Einheimischer, dieses Mal Armend Elshani, mutterseelenallein vor Julian Schneider auf und netzte im zweiten Versuch zum 2:0 ein. „Vor allem bei diesem Gegentreffer haben wir es den Gastgebern viel zu leicht gemacht“, sagte Betz. Christoph Rützel sprach gar von zwei geschenkten Toren: „In der ersten Halbzeit hatten wir nie die Kontrolle über das Spiel. Auch haben wir die vorgegebene Taktik nie umgesetzt.“

    Auch André Rieß schlug in diese Kerbe: „Erst gehen wir nicht in Führung und dann machen wir einige individuelle Fehler, die zum 0:2 führen.“ Trotzdem hätte noch in Halbzeit eins der eine oder andere Treffer für die Gäste fallen können, aber die Betonung liegt auf „können“, denn er fiel nicht. Da auch Patrick Görtler bei seiner Großchance das TSV-Tor verfehlte, blieb es bis zur Pause beim 2:0.

    Zu kurzer Rückkopfball

    Dies änderte sich aber nach 54 Minuten, als Adrian Reith das Leder bekam, sich schnell drehte und ins Eck traf. Da kam Hoffnung bei den Gästen auf, besonders da die Platzherren ins Schwimmen gerieten. Diese Hoffnung wurde aber jäh gebremst, als die Bardorfer der Eintracht wieder durch individuelle Fehler ein Gastgeschenk überreichten. Moriz Heusingers Kopfball zu Julian Schneider geriet zu kurz, der Torwart schoss Patrick Görtler an und dieser traf aus 30 Metern ins verlassene Tor zum 3:1.

    Alles schien entschieden, aber vor allem die Hausherren hatten nicht mit der Moral der Betz-Elf gerechnet. Denn die erinnerte sich anscheinend an ihre Aufholjagd gegen Ammerthal. Auch in Bamberg bewiesen sie ihre tolle Moral und holten diesen Rückstand auch wieder auf. Denn nach 77 Minuten schaffte der eingewechselte Tobias Fleischer mit einem platzierten Kopfball nach einer Reith-Flanke erneut den Anschluss.

    Rieß Knaller schlägt zum 3:3 ein

    Klar, dass sich den Einheimischen in der Schlussphase einige Konterchancen gegen die mehr und mehr gelockerte Abwehr der Grabfelder boten, die sie aber schlecht zu Ende spielten. So blieb der TSV im Spiel und kam doch noch zum 3:3-Ausgleich durch André Rieß, der nach einer zu kurzen Abwehr der Hausherren einfach mal draufhielt. Dieser Knaller schlug unhaltbar für Torwart Fabian Dellermann im Winkel ein.

    Bescheidener Jubel

    Dennoch fiel der Jubel beim Torschützen recht bescheiden aus. „Ich konnte gar nicht jubeln, da man so ein Spiel eigentlich für sich entscheiden muss. Durch unsere individuellen Fehler musst du immer über die gesamten 90 Minuten Vollgas geben. Das geht aber über einen längeren Zeitraum nicht. Irgendwann ist dann der Akku leer“, erklärte Rieß.

    Gegen Schweinfurt am 20. August

    Am Rande der Partie wurde bekannt, dass das Match der zweiten Hauptrunde im Toto-Pokal zwischen dem TSV Großbardorf und dem Regionalligisten FC Schweinfurt 05 offiziell für Dienstag, 20. August, 18 Uhr, angesetzt worden ist.

    Bamberg: Dellermann – Schmitt, Renner, Kollmer, Linz – Nögel (50. Heinz) – Saprykin (57. Hofmann), Reischmann, Elshani (73. Tranziska) – Görtler, Schmittschmitt. Großbardorf: Schneider – Mangold (62. Fleischer), Reitstetter, Kirchner, Heusinger (74. Poznic) – Rützel, Müller – Rieß, Reith, Dinkel – Snaschel. Schiedsrichter: Wenzlik (Velden). Zuschauer: 460. Tore: 1:0 Linz (10.), 2:0 Elshani (13.), 2:1 Reith (54.), 3:1 Görtler (67.), 3:2 Fleischer (77.), 3:3 Rieß (90. + 3).

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