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    Tischtennis: Bundesliga Männer

    Kilian Ort greift wieder ein und an

    Kilian Ort freut sich auf seine Rückkehr ins Team und will mit seiner Mannschaft trotz des Fehlens von Mizuki Oikawa gut... Foto: Rudi Dümpert

    Tischtennis (rd)

    Bundesliga Männer
    1. FC Saarbrücken TT – TSV Bad Königshofen
    (Sonntag, 15 Uhr)

    Der 1. FC Saarbrücken TT ist in der aktuellen TTBL-Tabelle zwar „nur“ Fünfter mit 12:8 Punkten, zwei hinter dem Zweiten Werder Bremen. Er ist aber eine ganz große Nummer im deutschen Tischtennis. Vier Jahre lang spielte Bad Königshofen gegen Saarbrückens zweite Mannschaft in der 2. Bundesliga. Am vergangenen Sonntag wurde man beim DTTB-Pokal-Final-Four-Turnier in Neckarsulm vor 4000 Zuschauern Zweiter. Wieder mal nicht an Timo Boll und Borussia Düsseldorf (26. Pokalsieg) vorbei gekommen. Das nagt am Selbstverständnis der Saarländer, die sich Jahr für Jahr, nach Düsseldorf und in etwa gleich potent mit Bremen, Ochsenhausen oder Fulda, als Zweite im großen Topf bedienen dürfen, in dem sich die besten nationalen und internationalen Spieler befinden. Und so machten sie denn auch bereits am Dienstag mit Darko Jorgic einen Spieler als Neuzugang dingfest und dies bei Facebook publik, der sie ein Stück näher an Titelgewinne national und international bringen soll.

    Jenen 19-jährigen Slowenen Darko Jorgic also, der beim kometenhaft in die Bundesliga aufgestiegenen TSV Bad Königshofen selber einen kometenartigen Aufstieg machte und sich zu einem der erfolgreichsten Spieler der Liga in den bisherigen zehn Spielen entwickelte. Mit dem Resultat, dass man sich im Grabfeld überrumpelt fühlte ob der Informationspolitik der Saarländer, mit denen es bis Dienstag keine einzige Silbe des Kontakts gegeben haben soll. Inzwischen ist der Groll beim TSV verraucht, man konzentriert sich aufs Sportliche. Über die zahlreichen Meldungen, Kommentare und Statements im Netz „wundern wir uns nur noch und hätten nicht gedacht, dass diese Personalie so stark wahrgenommen wird“, kommentiert TSV-Manager Andy Albert seinerseits. „Ich habe mit ihnen schon mal telefoniert. Ich fahre da mit rüber. Die Sache muss vom Tisch. Es muss ja weiter gehen und es wird weiter gehen.“

    Auch sportlich die passende Antwort zu geben, dazu werde es vermutlich nicht reichen. „Von Darko bin ich aber dahingehend überzeugt, dass er sein Bestes geben wird. Er will den Zuschauern schließlich zeigen, wen sie bekommen.“ Allein darin liegt schon eine Menge Interessen-Potenzial. Darüber hinaus brauchen die Gastgeber auch einen Sieg, wollen sie ihre Ambitionen für die Meisterschafts-Final-Four nicht gefährden, für die sechs Vereine noch Zugriff haben. „Wir müssen aber auf Mizuki Oikawa verzichten, der in seiner Heimat die Japan-Open spielen muss. Hoffentlich nicht zu sehr erfolgreich, dass ihn nicht sein Verband, so wie Kazuhiro Yoshimura letztes Jahr nach seiner Vizemeisterschaft, abzieht“, so Albert weiter. Obwohl er sein Ja-Wort schon für eine Vertragsverlängerung beim TSV gegeben hat. Die Betonung liegt aber auf Wort.

    Kilian Ort geht gleich mehrfach motiviert in dieses Spiel. „Natürlich freut man sich, wenn man wieder zurück kommt, egal, weshalb man gefehlt hat. Man ist da noch ein Stück gieriger und will 110, nicht nur 100 Prozent bringen. Ich will natürlich so schnell wie möglich wieder auf mein Ausgangsniveau von vor dem Bundeswehrlehrgang zurückkommen. Dazu gehören Matches und deshalb spiele ich kommende Woche auch ein Turnier in Ungarn.“ Wie seine Form am Sonntag sei, könne er Tage vorher natürlich nicht sagen. „Ich merke aber, dass ich physisch auf Richtung 100 Prozent zugehe.“ Kilian Ort absolvierte diese Woche bereits den zweiten A-/B-Kaderlehrgang in Düsseldorf nach Weihnachten. „Sie sind ganz schön anstrengend. Ich fühle mich physisch und mental besser und spielerisch wird man sehen. Es ist natürlich eine lange Zeit seit meinem letzten Wettkampf.“

    Saarbrücken kann personell natürlich anders reagieren als der TSV, bei dem Ort auf 2 vorrückt und Filip Zeljko auf 3. „Die haben gleich fünf bärenstarke Spieler“, weiß der Königshöfer und erinnert daran, dass im Hinspiel (2:3, 10:11 Sätze) „ihre Nummer 5 Tomas Polanski sogar den Darko Jorgic geschlagen hat.“ Als er im Telefonat gerade darauf hinweist, dass „Mizuki nicht dabei ist“, da „steht gerade Patrick Franziska (auch Lehrgangsteilnehmer) neben mir und freut sich.“ Oikawa hatte im Hinspiel, dem ersten Bundesliga-Heimspiel, schließlich beide Spiele gewonnen, gegen Tokic und gegen Franziska. Gerade deshalb fuhr Ort so fort: „Wir wollen uns aber sehr gut verkaufen, das ist auch unser Ziel für Sonntag. Und ich persönlich versuche, es meinen Gegnern ähnlich schwer zu machen wie am Anfang und nicht so wie zuletzt im November und vielleicht noch das eine oder andere Spiel zu gewinnen.“

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