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    FUßBALL: BAYERNLIGA NORD

    Gleich wieder aufstehen

    Der TSV Aubstadt (rechts Patrick Kirsten) ist nach der 2:3-Niederlage gegen den Würzburger FV (Patrick Hofmann) von der ... Foto: Rudi Dümpert

    Fußball (rd)

    Bayernliga Nord TSV Aubstadt – ASV Neumarkt (Samstag, 16 Uhr, Schulstadion)

    67 Stunden nach dem Auslaufen in der Dunkelheit nach der 2:3-Heimniederlage gegen den Würzburger FV hat der TSV Aubstadt schon wieder Anstoß zum elften Saisonspiel, zum 13. Pflichtspiel in sieben Wochen seit Saisonbeginn. Die Spiele in Abtswind und gegen den WFV haben es gezeigt: Der Mannschaft fehlt im Vergleich zum Beginn die Frische, in den Beinen wie im Kopf. Das ist Anstiftung zum Raubbau an Körper und Geist, was den Spielern zugemutet wird vom Verband.

    Es braucht Normalität

    Was die Mannschaft braucht, ist wieder einmal eine ganz normale Woche mit ganz normalem Training, während bisher nur reagiert und regeneriert werden konnte. „Und es mussten immer mehr Kompromisse geschlossen werden bei wachsender Zahl von Verletzten“, so die Sichtweise von Co-Trainer Waios Dinudis. Bis zur acht reichte die Liste vor anderthalb Wochen noch. Inzwischen sind es nur noch sechs.

    Am Morgen nach jenem überaus unglücklichen 2:3, die Bilder bewiesen, dass Patrick Kirsten vor dem 1:2 gefoult worden war, meinte Dinudis, der Cheftrainer Josef Francic vertrat und es am Samstag noch einmal tut: „Ja, ich habe wirklich sehr schlecht geschlafen. Jetzt verstehe ich den Josef, dass einem solche Spiele ganz schön zusetzen können.“ Er sah aber auch schon etwas klarer, fast wie gefiltert, dass „wir mit unserer Leistung in den ersten 20 Minuten und in der zweiten Halbzeit zufrieden sein können. Mehr geht zurzeit nicht. Wir waren am Anschlag, haben alles gezeigt, was wir uns vorgenommen hatten. Wenn du halt zwei solchen Toren hinterherrennen musst, wird es schwierig. Ich glaube aber, dass die Leute, außer der Niederlage, gesehen haben, was sie sehen wollten.“

    Neumarkt wieder im Norden

    Gleich im ersten Satz über den kommenden Gegner ASV Neumarkt, der von der Bayernliga Süd zurück in den Norden gruppiert wurde, nennt Dinudis den ASV-Trainer Marco Christ: „Er war jahrelang Profi und hat seine Erfahrung und Vorstellung von erfolgreichem Fußball mit nach Neumarkt gebracht.“ Und seinen Spielerpass. Christ (37) hat 253 Spiele in der Oberliga, Regionalliga, Dritten Liga und 2. Bundesliga absolviert: 21 bei Dynamo Dresden, 60 beim VfR Aalen, 99 bei Fortuna Düsseldorf und 73 beim SV Wehen/Wiesbaden.

    Keine leichte Aufgabe

    Der TSV Aubstadt hat mit diesem Gegner bereits in sechs Spielen in drei Jahren Bekanntschaft gemacht. In der ersten Saison 12/13 ohne Sieg mit 2:4 und 3:3, dann gab es noch vier Siege: 13/14 das 5:0 und 3:0 sowie 16/17 ein 3:2 und ein 2:0. Aktuell stehen die Oberpfälzer auf Platz zwölf mit elf Punkten aus zehn Spielen. Besonders auffallend in diesen waren das 2:1 gegen den ATSV Erlangen und das 1:1 gegen den Würzburger FV. Gegen diese beiden Teams bezog der TSV Aubstadt seine zwei Niederlagen. Dinudis hat sich Informationen über den ASV von anderen Trainern und über Videos eingeholt. „Das wird sicherlich keine leichte Aufgabe. Da müssen wir aufpassen und wieder alles abrufen. Wir sind allerdings auch an einem Punkt, wo ich sagen muss: Wir dürfen zwar über den Gegner reden, ihn aber nicht stark und uns Angst einreden. Respekt ist natürlich immer da. Alles andere muss sachlich analysiert und besprochen werden. Wir wissen sowieso, dass in dieser Liga jeder jeden schlagen kann und es keine leichten Spiele gibt.“

    Nicht abreißen lassen

    Wenn es gelänge, an die Leistung der zweiten Halbzeit vom Mittwoch anzuknüpfen und die Tugenden mit auf den Platz bringen, „die für mich ganz wichtig sind, dass du fightest und kämpfst bis zum Schlusspfiff, dann bin ich optimistisch, dass wir gleich wieder aufstehen. Wir müssen da noch durch und dürfen nach vorne nicht abreißen lassen. Wenn die Spieler wieder normal regenerieren, werden sich auch wieder weniger verletzen“, sagt Dinudis. Punkte auf den bisherigen Tabellenführer haben letztlich die Mannschaften gut gemacht, die ohne Verletzungen, höchstens mit ein paar angeschlagenen Spielern aus diesem Dauerstress herausgekommen sind. Dinudis zum ergänzt noch zu diesem Thema: „Vor und am Anfang der Saison, als wir vier Mal in Folge gewonnen hatten, haben viele behauptet, unser Kader sei zu groß. Die sehen das jetzt wahrscheinlich auch anders, nachdem wir gegen Schweinfurt 05 vier Kreisklassespieler auf der Bank hatten.“

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