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    FUßBALL: BAYERNLIGA NORD

    Gute Erinnerungen an Ammerthal

    Grenzenlos war der Jubel am 18. Mai 2018, als Christoph Schmidt (am Boden liegend) in der 88. Minute das 2:1 in Ammerthal erzielte, das die Tür zu den Relegationsspielen gegen Bayreuth öffnete. Mit ihm freuen sich David Noack (von links), Martin Thomann, David Bauer, Daniel Leicht und Ingo Feser, die (außer Noack) am Sonntag an selber Stelle wieder einen Dreier mitnehmen wollen.
    Grenzenlos war der Jubel am 18. Mai 2018, als Christoph Schmidt (am Boden liegend) in der 88. Minute das 2:1 in Ammerthal erzielte, das die Tür zu den Relegationsspielen gegen Bayreuth öffnete. Mit ihm freuen sich David Noack (von links), Martin Thomann, David Bauer, Daniel Leicht und Ingo Feser, die (außer Noack) am Sonntag an selber Stelle wieder einen Dreier mitnehmen wollen. Foto: Rudi Dümpert

    Fußball

    Bayernliga Nord DJK Ammerthal – TSV Aubstadt (Sonntag, 14 Uhr, Sportgelände Pürschläger Weg)

    Das Kopf-an-Kopf-Rennen an der Spitze der Bayernliga Nord zwischen dem TSV Aubstadt und der DJK Gebenbach geht im gleichen Rahmen wie seit dem 26. August weiter. Seit dem neunten Spieltag stehen diese beiden Mannschaften auf einem der ersten drei Plätze. Bis zum 27. Oktober, dem 18. Spieltag, mischte der Würzburger FV als Dritter noch munter mit, dann wurde daraus ein Zweikampf. Erst recht, als von der Mainau die Kunde kam, dass man keinen Lizenzantrag stellen werde, wonach die Moral und Motivation der Mannschaft nicht mehr auf dem Level wie bis dahin zu sein scheinen.

    Ammerthaler Schützenhilfe

    Seit vier Spieltagen sind Aubstadt und Gebenbach punktgleich. Inwieweit die DJK Ammerthal Zünglein an der Waage in der Meisterfrage sein wird, lässt sich endgültig schon diesen Sonntag ermitteln. Die Gastgeber haben ihre zwei Begegnungen mit dem Oberpfalz-Rivalen Gebenbach hinter sich und zwei Mal 1:1 gespielt, in Aubstadt 0:2 verloren. Gelänge den Aubstädtern ein Sieg, wären die Gastgeber mit insgesamt vier Punkten behilflich gewesen. Allerdings deuten diese Ergebnisse auch auf die Stärke der Gastgeber hin, die nach einer Ergebniskrise mit acht Niederlagen in Serie ins Mittelfeld abgerutscht sind. Diese hielt bis zum ersten Spiel nach Wiederbeginn (0:1 gegen Hof) an und wurde vor einer Woche mit einem fulminanten 4:0-Sieg beim ATSV Erlangen beendet. Trainer Dominik Haußner feierte ihn „wie eine Wiederauferstehung, die erst mal Luft zum Durchatmen bringt.“ Aubstadts Co-Trainer Waios Dinudis ist sogar froh darüber: „Wenn sie wieder verloren hätten, stünden sie gegen uns mit dem Rücken zur Wand. Wozu Mannschaften in solcher Lage fähig sind, wissen wir ja.“

    Positive Bilanz

    Ammerthal war nach dem neunten Spieltag mit Aubstadt und Großbardorf punktgleicher Dritter und ist heute als Tabellenzehnter mit 32 Punkten nach unten aus dem Schneider und nach oben aus dem Geschäft. Eigentlich sind es fast ausschließlich angenehme Erinnerungen, die der TSV Aubstadt mit diesem Gegner hat. Gegen Ammerthal trug man das allererste Bayernligaspiel als Eröffnungsspiel der Saison 2012/13 aus. Insgesamt waren es elf Begegnungen mit der Bilanz von sechs Siegen, drei Unentschieden und zwei Niederlagen. In Ammerthal hat der TSV sogar noch nie verloren. Das schönste Erlebnis war vor zehn Monaten, als man in dem idyllisch gelegenen Stadion an der Ammer mit einem 2:1-Sieg die Relegationsspiele gegen Bayreuth sichern konnte.

    Schlendrian vorbeugen

    Waios Dinudis hat schon vieles von Francic übernommen. Er räumt zwar ein, „dass wir nicht so viel falsch gemacht haben müssen, wenn wir die ganze Runde da oben dabei sind“, sieht aber trotz aller Erfolge immer wieder Verbesserungsbedarf. Fast wörtlich bekennen er und Francic ohne Absprache in zwei Gesprächen, dass „wir zurzeit nicht in Bestform spielen und uns in vielen Bereichen noch verbessern müssen.“ Psychologisch gesehen genau der richtige Ansatz, wie man der Selbstzufriedenheit und dem Schlendrian vorbeugen kann. „Man hat im Spiel gegen Seligenporten den Unterschied von der ersten zur zweiten Halbzeit gemerkt, wobei freilich das Wetter auch seine Rolle gespielt hat. Wir müssen wieder dahin zurück kommen, dass wir vernünftigen Fußball über 90 und nicht weniger Minuten spielen. Wo auch jeder Verantwortung übernimmt, wenn er den Ball hat und nicht an den Nächsten weiter schiebt. Für eine Mannschaft wie unsere mit ihren Ambitionen und ihrer Qualität war das in der zweiten Halbzeit zu wenig.“

    Von der Bank nachlegen

    Wichtig, so die beiden Trainer, sei also die Konstanz von der Leistung her, mit dem Druck auf den Gegner nicht irgendwann nachzulassen. Dann würden auch die Ergebnisse weiterhin stimmen. Man dürfe nicht meinen, mit Seligenporten sei der schwierigste Gegner ausgeräumt und die Pflicht erfüllt, jetzt komme die Kür. Es kommen immer schwerere Spiele, weil sich die Gegner gegen den Tabellenführer besonders ins Zeug legen und profilieren können. „Irgend einen Gegner locker vom Platz schießen, das werden wir kaum erleben.“ Unterschätzen werde man die Gastgeber also auf keinen Fall. „Sie haben mit Zitzmann hinten und Jonczy vorne, der seit Jahren zweistellig Tore schießt, zwei erfahrene Leute drin“, weiß Dinudis, und Francic ergänzt, „und einen Trainerfuchs auf der Bank. Wir werden geduldig spielen müssen und dürfen nicht zu viele Chancen vergeben. Gut ist, dass wir hinten sehr sicher stehen, das ist unser Garant. Wir müssen konstant mit höchster Konzentration spielen und von der Bank nachlegen, wenn jemand Verschleiß zeigt. Das ist ja unser Vorteil, mit dem wir viele Spiele entschieden haben. Ich bin aber zuversichtlich, dass wir mit drei Punkten im Gepäck wieder heim fahren.“ (rd)

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