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    HANDBALL:

    Mit 40 Toren zum Derbysieg

    „Derbysieger, Derbysieger“, skandierten die Spieler des HSC Bad Neustadt II nach dem 40:27-Erfolg gegen den FC Bad Brückenau. Foto: Sebastian Schmitt

    Handball

    Bezirksoberliga Männer

    TSV Partenstein – HG Maintal 27:26
    HSG Mainfranken – DJK Waldbüttelbrunn II 39:23
    HSG Volkach – TSV Rödelsee 31:34
    SpVgg Giebelstadt – DJK Rimpar III 34:21
    TV Marktsteft – TSV Lohr II 24:28
    HSC Bad Neustadt II – FC Bad Brückenau 40:27

    1. (2.) TSV Lohr II 9 8 0 1 239 : 191 16 : 2
    2. (1.) TV Marktsteft 9 8 0 1 262 : 215 16 : 2
    3. (3.) FC Bad Brückenau 9 6 0 3 283 : 265 12 : 6
    4. (4.) DJK Rimpar III 9 6 0 3 261 : 247 12 : 6
    5. (5.) HSG Mainfranken 9 5 0 4 301 : 287 10 : 8
    6. (6.) SpVgg Giebelstadt 10 5 0 5 278 : 267 10 : 10
    7. (8.) TSV Partenstein 8 4 0 4 200 : 215 8 : 8
    8. (7.) HSG Volkach 11 4 0 7 307 : 338 8 : 14
    9. (9.) TSV Rödelsee 9 3 1 5 222 : 230 7 : 11
    10. (11.) HSC Bad Neustadt II 9 3 0 6 250 : 269 6 : 12
    11. (10.) DJK Waldbüttelbrunn II 9 2 0 7 241 : 273 4 : 14
    12. (12.) HG Maintal 9 0 1 8 224 : 271 1 : 17

    HSC Bad Neustadt II – FC Bad Brückenau 40:27 (21:15). „Mit einem Sieg in dieser Höhe konnten wir natürlich im Vorfeld überhaupt nicht rechnen“, sagte Bad Neustadts Keeper und Spielertrainer Nils Thomas nach dem deutlichen 40:27-Erfolg gegen den FC Bad Brückenau. Kurz zuvor hatten sich die HSC'ler ihrer großen Erleichterung Luft gemacht und skandierten vor gut 100 Zuschauern lautstark „Derbysieger, Derbysieger.“ Die Gäste kamen bereits in der Anfangsphase komplett unter die Räder und lagen nach zehn Minuten mit fünf Treffern in Rückstand. Die Hausherren sollten im Verlauf des äußerst turbulenten und rasanten, aber spielerisch nicht immer hochklassigen Matches ihren Vorsprung noch auf deutlich über zehn Tore ausbauen.

    „Unglaublich wichtiger Sieg“

    „Das war diesmal eine eindeutige Angelegenheit. Der Sieg war absolut verdient und natürlich unglaublich wichtig für uns“, gab Nils Thomas zu Protokoll. „Ob es im Abstiegskampf ein erstes Signal war, muss man aber erst einmal abwarten. Wir sind personell immer wieder vor große Herausforderungen gestellt und müssen als zweite Mannschaft Woche für Woche neu den Kader planen und zusammenstellen. Umso wichtiger waren jetzt die zwei Punkte im Derby. Für Prognosen zum Ausgang der Saison ist es aber noch viel zu früh.“

    Das Aufeinandertreffen der Sinnstädter mit den Saalestädtern hat im Rhöner Handballsport eine lange Tradition. Gewarnt hatt FC-Trainer Oliver Hilbert-Probeck seine Jungs ganz ausdrücklich vor dem erfahrenen und hoch gewachsenen Ex-Schweinfurter Rückraumshooter Christopher Früh, der mittlerweile beim HSC Bad Neustadt II in schöner Regelmäßigkeit zweistellig trifft. Diesmal betätigte sich Früh im Rückraum als umsichtiger Spielmacher, verteilte clever die Bälle und agierte eher zurückhaltend und extrem mannschaftsdienlich. Eine bärenstarke Leistung der Bad Neustädter Keeper Nils Thomas und Sebastian Kirschke raubte den Sinnstädtern zudem den letzten Nerv. Ein ums andere Mal fischte Thomas die Kugel gekonnt aus dem Winkel und war auch mit seiner routinierten Fußabwehr immer wieder zur Stelle. Auf der Gegenseite erwischte FC-Keeper Peter Feuerstein einen rabenschwarzen Tag. Für ihn rückte später Thomas Bieber ins Tor. Aber auch Bieber, der mit den Mellrichstädtern einstmals unzählige Rhönderbys am Schulberg bestritten hatte, konnte sich von der nervösen Anspannung seines Teams nicht mehr frei machen.

    Viele Zeitstrafen auf beiden Seiten

    Für weitere Aufregung sorgten die vielen Zeitstrafen (fünf HSC II und acht Bad Brückenau) sowie insgesamt 14 ausgesprochene Siebenmeter. Dass der HSC-Triumph letztlich dennoch hochverdient war, wollte auch im Lager der angereisten Sinnstädter niemand bestreiten. „Ich kann meiner Mannschaft nur ein riesiges Kompliment machen. Wie eiskalt und hochkonzentriert wir die Tore gemacht haben in diesem verrückten Spiel, das war schon sensationell“, freute sich HSC-Spielertrainer Nils Thomas.

    Tore für Bad Neustadt II: Moritz Stöhr 14/8, Benedikt Kleinhenz 8, Simon Finke 4, Moritz Beetz 4, Christopher Früh 3, Lukas Janfrüchte 3, Pascal Mecky 2, Maximilian Kalliske 2.

    Bezirksoberliga Frauen

    TG Heidingsfeld – VfL Spfr. Bad Neustadt 31:24
    TSV Lohr – SG Dettelbach/Bibergau 27:31
    HSV Bergtheim II – TG Höchberg 33:17

    1. (1.) HSV Bergtheim II 11 11 0 0 330 : 241 22 : 0
    2. (2.) HSG Volkach 9 7 0 2 241 : 170 14 : 4
    3. (4.) TG Heidingsfeld 9 6 0 3 214 : 200 12 : 6
    4. (3.) TSG Estenfeld 10 6 0 4 275 : 249 12 : 8
    5. (5.) TG Höchberg 8 4 0 4 188 : 197 8 : 8
    6. (6.) VfL Spfr. Bad Neustadt 8 4 0 4 207 : 235 8 : 8
    7. (8.) SG Dettelbach/Bibergau 12 3 0 9 292 : 318 6 : 18
    8. (7.) TSV Lohr 8 2 0 6 174 : 206 4 : 12
    9. (9.) MHV Schweinfurt 09 7 1 0 6 134 : 173 2 : 12
    10. (10.) FC Bad Brückenau 8 1 0 7 139 : 205 2 : 14

    TG Heidingsfeld – VfL Sportfreunde Bad Neustadt 31:24 (14:13). Birgit Gerbig, die Trainerin des VfL Spfr. Bad Neustadt, hatte auf zählbaren Erfolg in Heidingsfeld gehofft. Vergebens. „Das Ergebnis geht in Ordnung“, sagte sie nach der Niederlage. Dabei erwies sich der VfL 40 Minuten lang als gleichwertiger Gegner. Zu diesem Zeitpunkt stand es 19:19. In den folgenden sieben Minuten zog die TG mit fünf Treffern in Folge vorentscheidend auf 24:19 davon. „In dieser Phase haben wir die Angriffe zu schnell abgeschlossen und ungeduldig agiert“, bemängelte Gerbig. Zudem hätten sich technische Fehler eingeschlichen. „Uns ging die Luft aus.“ Dennoch hielt sich die Enttäuschung in Grenzen. „Uns hat Selina Ress, ein Bollwerk in der Abwehr, gefehlt, und Emma Ehrenberg ist angeschlagen ins Spiel gegangen.“ (phü)

    Tore für Bad Neustadt: Tina Schrameyer 12/6, Emma Ehrenberg 3, Luisa Braun 3/1, Anne Wolf 2, Andrea Ziegler 2, Maren Kleinhenz 1, Katharina Benz 1.

    Von Sebastian Schmitt

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