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    FUßBALL: REGIONALLIGA BAYERN

    Aubstadt: Bestmöglich vorbereitet

    Wollen auch im Heimspiel gegen Augsburg II wieder jubeln: Die Aubstädter Michael Dellinger (von links), Ingo Feser und Timo Pitter. Foto: Rudi Dümpert

    Fußball

    Regionalliga Bayern TSV Aubstadt – FC Augsburg II (Samstag, 14 Uhr, Schulstadion)

    Die Vereine der Gäste, die sich im Aubstädter Schulstadion vorstellen, werden immer prominenter, die Mannschaften selber immer professioneller. Zum ersten Mal gastiert in Aubstadt die U23 des Bundesligisten FC Augsburg. „Das sind alles junge Fußballer, die auf den Sprung in den großen Profi-Fußball hin arbeiten und sich Training für Training, Spiel für Spiel beweisen und anbieten wollen.“ So sieht TSV-Trainer Josef Francic eine „top-motivierte, ausgezeichnet ausgebildete“ junge Mannschaft auf sich und seine Spieler zukommen. „Wir hatten die bestmögliche Vorbereitung auf dieses Spiel mit dem Pokalspiel am Mittwoch in Feucht“, empfand er dieses nicht als Zusatzbelastung. „Das hat uns unter Real-Bedingungen Möglichkeiten gegeben, die wir beim Training zur selben Zeit nicht gehabt hätten. Die Jungs haben das ordentlich durchgezogen, es war eine bessere Leistung als in der ersten Runde beim Würzburger FV.“

    Viel Video-Studium

    Bei der zeitlichen Enge der Abfolge von Punkt- und Pokalspielen nutzt das Aubstädter Trainer-Gespann-Kett stets die Heimfahrt zur Vorbereitung auf das nächste Spiel. „Das macht in dieser Liga mehr Arbeit als in der Bayernliga“, verrät Francic. „Zum einen ist für uns jeder Gegner völlig neu, während wir sonst viele Mannschaften vom Stamm her kannten. Zum anderen halten sich die Trainer-Kollegen hier sehr bedeckt, man bekommt einfach keinen Bezug zu ihnen. Da sind kaum Informationen über den nächsten Gegner zu bekommen.“ Wobei Francic, mit hoher Sozialkompetenz ausgestattet, doch offen auf jeden zugeht und selber keineswegs mauert. „Deshalb gehört das Studium von Videos und Statistiken zur Vorbereitung. Man muss mindestens zwei Videos über den Gegner sehen, eines von auswärts, eines von daheim, den aktuellen Kader beobachten und die erste Mannschaft bei den Bundesligisten, wer bei denen von einer Verletzung zurück kommt bzw. Spielpraxis braucht.“

    Nur so könne man Überraschungen vorbeugen. „Augsburg II ist eine sehr, sehr junge Mannschaft. Die müssen nicht nur punkten, sondern Einstellung auf dem Platz zeigen, wie weit sie technisch und taktisch sind und wie sie die Vorgaben der Trainer umsetzen können. Deshalb kann man ausschließen, dass sie sich hinten rein stellen und mauern.“ FC-Trainer Josef Steinberger hat einen blutjungen Kader zur Verfügung. Vier Spieler sind zudem offiziell auch im Bundesliga-Kader notiert. Aktuell sind die Schwaben Tabellenzwölfter mit acht Punkten aus sieben Spielen. Starke Gegner wie den 1. FC Nürnberg II, Türkgücü München oder den VFB Eichstätt haben sie schon hinter sich, seit fünf Spielen nicht mehr gewonnen und zuletzt zwei Mal zuhause unentschieden gespielt. Josef Francic und seine Mannschaft können inzwischen damit umgehen, „nicht mehr der totale Außenseiter zu sein. Man kennt unsere Ergebnisse und kann sich auf uns einstellen. Umgedreht wollen wir in jedem Spiel punkten. Die letzten zwei Ligaspiele waren diesbezüglich zu wenig (1:1 gegen Memmingen, 1:2 in Buchbach), die Leistungen waren aber nicht schlecht. Jetzt möchten wir beides: Eine gute Leistung zeigen und Punkte holen.“

    Francic baut auf die Zuschauer

    Vorgaben wie „der Dreier ist Pflicht“ wolle man nicht machen. „Wir wissen, dass jedes Spiel ein sehr schweres sein wird. Deshalb muss alles passen. Wie wir in Buchbach und in Feucht gesehen haben, ist die Mannschaft auf einem guten Niveau. Sie gewöhnt sich allmählich auch an die Reisen und geht immer top-motiviert auf den Platz. Mir gefällt das Feuer, das drin ist und wie sie sich gegenseitig aufbauen. Das alles brauchen wir gegen so eine spielstarke Mannschaft wie Augsburg II.“ Außerdem baut Francic auf die Unterstützung der Zuschauer. „Es waren gegen Memmingen noch einmal hundert mehr da als gegen Aschaffenburg. Das baut die Jungs auf. Sie erzählen immer davon, wie sie speziell in dieser Saison die Anfeuerung von draußen mitbekommen.“ Die Alternativen für seine Auswahl sind wieder größer geworden. „Thomann ist zurück, Köttler auch, Kraus mit seiner kompromisslosen Kampfbereitschaft ebenso. Auch Volkmuth ist voll belastbar. Ja, es spitzt sich zu. Außer André Koob sind alle da. Sogar mit Nico Purtscher muss man ernsthaft rechnen.“

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