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    FUßBALL: KREISLIGA RHÖN

    Keine schlüssigen Antworten in Trappstadt

    Trappstadts Hannes Bauer (rechts) hat die bessere Position, um den Ball zu spielen. Ramsthals Philipp Schmitt kann nicht entscheidend eingreifen. Foto: Rudi Dümpert

    Fußball

    Kreisliga Rhön

     

    TSV Steinach – TSV Großbardorf II 1:5  
    TSV Trappstadt – SV Ramsthal 0:0  
    Spfr. Herbstadt – FC Bayern Fladungen 3:1  
    TSV Bad Königshofen – FC Rottershausen 0:4  
    TSV Oerlenbach/TSV Ebenhausen – FC Strahlungen 3:2  
    DJK Wülfershausen – FV Rannungen/Pfändh./Holz. 2:5  
    FC Reichenbach – SG Urspringen-Sondh./Rh. 0:3  

     

     

    1. (1.) SV Ramsthal 3 2 1 0 7 : 1 7  
    2. (5.) FC Rottershausen 3 2 0 1 11 : 5 6  
    3. (8.) TSV Großbardorf II 3 2 0 1 8 : 6 6  
    4. (2.) SV Riedenberg 2 1 1 0 8 : 2 4  
    5. (11.) FV Rannungen/Pfändh./Holz. 3 1 1 1 5 : 3 4  
    6. (3.) Burgwallbach I/Bad Neustadt 2 1 1 0 5 : 4 4  
    7. (7.) TSV Trappstadt 2 1 1 0 1 : 0 4  
    8. (12.) SG Urspringen-Sondh./Rh. 3 1 1 1 4 : 6 4  
    9. (4.) FC Strahlungen 2 1 0 1 5 : 3 3  
    10. (13.) Spfr. Herbstadt 2 1 0 1 3 : 2 3  
    11. (6.) TSV Steinach 2 1 0 1 4 : 6 3  
    12. (15.) Oerlenbach/Ebenhausen 3 1 0 2 7 : 10 3  
    13. (10.) FC Reichenbach 2 0 1 1 1 : 4 1  
    14. (9.) TSV Bad Königshofen 2 0 1 1 2 : 6 1  
    15. (14.) DJK Wülfershausen 2 0 0 2 3 : 8 0  
    16. (16.) FC Bayern Fladungen 2 0 0 2 2 : 10 0  

     

    TSV Trappstadt – SV Ramsthal 0:0. Wer von diesen beiden noch unbesiegten Mannschaften ein Spitzenspiel erwartet hatte, musste enttäuscht nach Hause gehen. Jedenfalls dann, wenn er die Qualität eines Fußballspiels nur an den Toren und Torchancen misst. Auf die Frage, ob diese beiden Teams, die immer noch unbesiegt in den nächsten Spieltag gehen, Kandidaten für die Spitzengruppe dieser Liga sein werden, gab es keine schlüssige Antwort. Am meisten Übereinstimmung trotz vieler unnötiger Nickligkeiten zum Ende hin gäbe es wohl auf die Frage nach der Berechtigung der Punkteteilung – selbst wenn Trappstadt die Mehrzahl der wenigen Chancen für sich verbuchte und darauf verwies, dass der gegnerische Torhüter Christian Hänelt eine rote Karte in der Schlussphase in Kauf nahm, um den Punkt zu retten. Philipp Rudbach (81.) war durch einen klugen Pass aus dem Mittelfeld von Hannes Bauer in Eins-gegen-Eins-Position geschickt worden und entschloss sich zu einem Lupfer über den Ramsthaler Keeper. Hänelt rettete unter Zuhilfenahme der Hände das 0:0 und wurde vom Platz gestellt.

    Rot: Christian Hänelt (81., Ramsthal, Handspiel außerhalb des Strafraums).

    TSV Steinach – TSV Großbardorf II 1:5 (1:1). „Die Niederlage war verdient“, meinte TSV-Sprecher Volker Hildmann, „sie fiel nach dem Spielverlauf allerdings viel zu hoch aus“. In der ersten Halbzeit begegneten sich beide Teams auf Augenhöhe, der Führungstreffer der Gäste resultierte aus einem ersten Abwehrschnitzer der Platzherren. Die Akteure von Trainer Michael Voll steckten den Rückstand weg, suchten ihrerseits die Offensive und schafften durch Holger Wieschal den Ausgleich. Die Gastgeber setzten zu Beginn des zweiten Durchgangs nach, gerieten durch einen direkt verwandelten Freistoß von Manuel Leicht aber neuerlich in Rückstand. Zehn Minuten später misslang Steinachs Keeper Franz-Xaver Roßhirt ein Abschlag, vom Rücken eines Gäste-Akteurs kullerte die Kugel vor die Füße von Martin Erdenbrecher, der ins leere Tor einschob. „Das war aus unserer Sicht der Knackpunkt, wir agierten jetzt zu hektisch“, meinte Hildmann. Mit dem nächsten Gegentreffer war die Entscheidung gefallen.

    Tore: 0:1 Benjamin Diemer (14.), 1:1 Holger Wieschal (45.), 1:2 Manuel Leicht (54.), 1:3 Martin Erdenbrecher (63.), 1:4 Louis Albert (75.), 1:5 Steven Schranz (88.).

    TSV Bad Königshofen – FC Rottershausen 0:4 (0:0). In diesem Spiel legte der Aufsteiger aus Rottershausen seine Möglichkeiten, mit denen er eine gewichtige Rolle in dieser Liga spielen kann, auf den Tisch. Und er deckte die Grenzen der neuen Mannschaft des TSV Bad Königshofen auf. Der Neuling brachte so viele Zuschauer mit, dass diese mit ihrer gewaltigen Überzahl diesen Auftritt für ihn zum gefühlten Heimspiel machten. Den Gastgebern ist eigentlich kein gravierender Vorwurf zu machen. Sie kämpften und rackerten, solange die Kräfte es zuließen. Aber die eindeutig bessere Mannschaft war die von FC-Trainer Alexander Schott: Von 1 bis 11 auf allen Positionen ausgeglichen stark besetzt, technisch und taktisch versierter und mit der Geduld ausgestattet, den Gegner in der ersten Halbzeit mürb zu machen und in der zweiten abzuschießen. Neun Tore in den letzten zwei Spielen deuten auf die Offensiv-Möglichkeiten dieser Truppe hin.

    Tore: 0:1, 0:2 Frank Seufert (50., 65.), 0:3 Maximilian Seufert (70.), 0:4 Nico Loibersbeck (84.).

    TSV-DJK Wülfershausen – FV Rannungen/Pfändhausen/Holzhausen 2:5 (0:3). „Mit Rannungen hat die bessere Mannschaft verdient gewonnen. Der Sieg geht voll in Ordnung, fiel aber meiner Meinung nach um ein Tor zu hoch aus“, so die Einschätzung des Wülfershäusers Gerold Büttner. Vor allem von der Spielanlage und der Effizienz waren die Gäste in der ersten Halbzeit den Hausherren überlegen. Die Folge waren drei schön herausgespielte Treffer durch Peter Hahn, Fabian Erhard und Martin Herbig. Aber auch der Gastgeber hatte seine Chancen. So tauchte Patrick Warmuth zweimal allein vor Gästekeeper Florian Erhard auf, konnte ihn aber nicht überwinden. Nach dem Wechsel agierten die Gäste wieder als das bessere Team und schraubten durch Treffer von Michael Röder und noch einmal Martin Herbig das Resultat auf 5:0. Danach ließen die Gäste aber nach und die Platzherren kamen noch zu zwei Toren durch Patrick Warmuth, der das Endergebnis besser für seine Mannschaft gestaltete.

    Tore: 0:1 Peter Hahn (9.), 0:2 Fabian Erhard (20.), 0:3 Martin Herbig (26.), 0:4 Michael Röder (57.), 0:5 Martin Herbig (70.), 1:5 Patrick Warmuth (76.), 2:5 Patrick Warmuth (85.). Gelb-Rot: Patrick Warmuth (90., Wülfershausen). Besondere Vorkommnisse: Julian Schneider (Wülfershausen) scheitert mit Foulelfmeter an Florian Erhard (62.).

    SG Oerlenbach/Ebenhausen – FC Strahlungen 3:2 (1:1). Ausgerechnet gegen einen der Meisterschaftsfavoriten feierte der Aufsteiger seinen ersten Saisonsieg, der laut SG-Pressesprecher Alexander Schreiner „aufgrund der kämpferischen Einstellung nicht unverdient war.“ In der Anfangsphase der zweiten Halbzeit gerieten die Schützlinge von Oliver Schönwiesner in Unterzahl wegen der Ampelkarte für Markus Neder und neuerlich in Rückstand, als der eingewechselte SG-Spielertrainer Thorsten Büttner unverhofft ans Leder kam. Von da ab wurde die Begegnung immer nickliger, der Referee zeigte in der letzten Viertelstunde mehrmals den gelben Karton und schließlich Tobias Schneider den roten, als dieser mit gestreckten Beinen in die Füße von Noah Pentenrieder hineinsprang und diesen dabei verletzte. Nach der längeren Behandlungspause glich FC-Innenverteidiger Christoph Kriener mit einem abgefälschten Freistoß aus. Doch es folgte noch eine längere Nachspielzeit, bei letztem Angriff im Spiel wurde Sebastian Dees von den Beinen geholt. Den Strafstoß versenkte Frank Schmitt.

    Tore: 1:0 Johannes Müller (38.), 1:1 Benedikt Bötsch (44.), 2:1 Thorsten Büttner (58.), 2:2 Christoph Kriener (90. +7), 3:2 Frank Schmitt (90. + 14, Foulelfmeter). Rot: Tobias Schneider (88., Strahlungen, Foulspiel). Gelb-Rot: Markus Neder (51., Strahlungen).

    FC Reichenbach – SG Urspringen/Sondheim/Rhön 0:3 (0:2). Es war ein gebrauchter Nachmittag für die Reichenbacher, die vom Anpfiff weg baff über die offensive Gangart der Gäste waren, die sich kämpferisch und spielerisch überlegen zeigten. Deren Freude über den ersten Saisonsieg allerdings getrübt wurde, weil sich ihr Mittelfeldakteur David Wolf bei der ersten Aktion in der zweiten Halbzeit schwer verletzte, die erste Diagnose lautete Knöchelbruch. Zu diesem Zeitpunkt hatten die Rhöner bereits zwei Treffer erzielt, die Mithilfe der Heimelf war nicht zu verneinen. Ein Schrägschuss von Katzenberger an den Außenpfosten war aus Sicht der Platzherren schon ein Highlight, sie hatten Glück, dass SG-Spielertrainer Markus Herbert (28.) und Hey (35.) zweimal frei vor dem Tor auftauchten, aber am Keeper scheiterten. Nach der dreiviertelstündigen Behandlungspause schienen die Einheimischen von der Verletzung Wolfs eher geschockt zu sein als dessen Mannschaftskameraden, „wir wollen jetzt für ihn die drei Punkte sichern“, forderte SG-Co-Trainer André Herbert an der Außenlinie.

    Tore: 0:1 Jannik Stäblein (11.), 0:2 David Heuring (23.), 0:3 Fritz Hey (62.). Gelb-Rot: David Heuring (70., Urspringen).

    Sportfreunde Herbstadt – FC Fladungen 3:1 (1:1). In diesem Spiel konnten die Fladunger zumindest nachweisen, dass es mit ihnen wieder aufwärts geht und über den Klassenerhalt nicht in den ersten zwei Spielen entschieden wird. Für das Torwart-Problem mit zwei verletzten Keepern hatten sie unter der Woche eine Lösung gefunden. Johannes Köhler, im besten Torwart-Alter (35), früher im Trikot des TSV Urspringen, wechselte nach Fladungen und zeigte trotz der Niederlage eine Vorstellung, die die Entscheidung von Spieler und Verein als richtig erwiesen. „Es lag nicht am Torwart, der hat seinen Job gut gemacht“, bemerkte diesbezüglich der Herbstädter Benedikt Jörg, vom Irmelshäuser Sportplatz aus. „Er hat noch einige Freistöße von uns pariert, sonst hätten wir es leichter bekommen.“ Während Gästetrainer Matze Stumpf sich doch ärgerte, „weil ein Punkt für uns wirklich drin gewesen wäre.“

    Tore: 0:1 Jannik Weiß (5.), 1:1 Dominik Firnschild (29.), 2:1 Tom Bauer (53.), 3:1 Julian Ankenbrand (74.). (rd, ba, gmad)

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