• aktualisiert:

    Fußball: Bayernliga Nord

    Großbardorf will wieder vorne mitmischen

    TSV Großbardorf 2019/20 mit Physiotherapeut Michael Trentzsch (hinten von links), Fitnesstrainer Florian Helfrich, Simon Snaschel, Adrian Reith, Valentin Reitstetter, Luca Derlet, Marcel Hölderle, Christoph Rützel, Björn Schönwiesner, Zarko Poznic, Ronny Mangold, Physiotherapeut Lukas Wecklein, Physiotherapeut Sven Härtel und Cheftrainer André Betz (Mitte von links), Co-Trainer Udo Eckert, Torwarttrainer Otto Dietz, Co-Trainer Marc Hartmann, Dominik Zehe, Stefan Piecha, Markus Kirchner, Lukas Dinkel, Lukas Illig, Betreuer Hugo Seufert, Physiotherapeutin Berit Petersen, Vorsitzender Klaus Lemmer, Sportdirektor Andreas Lampert sowie Abteilungsleiter Bernhard Leicht (vorne von links), Vincent Waigand, Filip Lijesnic, Steven Schranz, Leon Brand, Julian Schneider, Jonas Schirm, Florian Dietz, Xaver Müller, Moriz Heusinger, Benjamin Diemer und Manager Gerhard Schüler. Es fehlen: André Rieß, Tobias Fleischer, Jonathan Barthelmes und Benjamin Kaufmann. Foto: Anand Anders

    Für Großbardorfs Trainer André Betz haben seine Spieler in der vergangenen Saison eine „ordentliche Runde“ abgeliefert. „Wir haben letztlich Platz vier belegt. Den möglichen dritten Rang haben wir am letzten Spieltag durch die Niederlage in Abtswind verspielt. Die entscheidenden Spiele, um ganz oben mitmischen zu können, haben wir leider verloren.“ Ganz wichtig war es für den Bardorfer Coach, dass man die jungen Spieler ins Team integrieren konnte: „Sie haben in der abgelaufenen Saison ihren nächsten Schritt getan.“ Auch Andreas Lampert, Vorstand Sport beim TSV Großbardorf, war mit der Saison 2018/19 durchaus zufrieden, obwohl „ich zwischendurch gehofft habe, dass wir ganz oben mitspielen können. Am Ende kam dann Platz vier raus. Das war aber gut.“

    Vorbereitung in Eichenhausen

    Damit die anstehende Runde für die Grabfelder einen ähnlich guten Verlauf nehmen wird, stand für die Spieler eine harte Vorbereitung auf dem Programm. „Wir hatten in Eichenhausen Top-Voraussetzungen mit zwei klasse Rasenplätzen. Auch das Außenrum hat gepasst. Die Beteiligung war super und wir hatten das Glück, dass wir nur wenige angeschlagene Spieler hatten. Alle haben gut trainiert und gehen fit in die kommende Runde“, freut sich Betz und auch Lampert ist guten Mutes, dass die Saison 2019/20 ähnlich gut verlaufen wird wie die vergangene. „Die Vorbereitung ist sehr gut verlaufen. Die Neuzugänge wurden gut integriert und wir blieben von Verletzungen verschont. Die Voraussetzungen für eine erfolgreiche Runde sind gelegt.“

    Höhen und Tiefen in den Tests

    Auch die meisten Resultate der Vorbereitungsspiele stimmen beide positiv. Der Regionalligist FC Schweinfurt 05 („Ein interessantes Highlight“, Betz) wurde im ersten Testspiel 3:2 besiegt. „Diesen Erfolg sollte man allerdings nicht zu hoch hängen, denn die Schweinfurter mussten viele Neue integrieren“, sagt Lampert. Für Mannschaftskapitän Stefan Piecha war das 4:4-Unentschieden gegen den oberfränkischen Bezirksligisten Ebersdorf „ein Dämpfer zur rechten Zeit“. „Da waren wir in der Defensivarbeit zu fahrlässig“, befand der Bardorfer Coach, der mit der Leistung seiner Mannen beim 2:1-Sieg gegen den Hessenligisten Barockstadt Fulda-Lehnerz wieder mehr einverstanden war. „Das war ein Spiel auf Augenhöhe, das wir für uns entschieden haben.“ Für Lampert waren die Testspiele mit Höhen und Tiefen. „In diesen haben wir bewiesen, dass Qualität in der Mannschaft steckt.“

    Selbstbewusst nach Sand

    Im letzten Test unter Wettkampfbedingungen schafften es die Grabfeld-Gallier mit ihrem 3:0 im Toto-Pokal, dass der Fluch des Nicht-Gewinnen-Könnens gegen den Bayernligakonkurrenten SC Eltersdorf der Vergangenheit angehört. „Endlich hat es zu einem Sieg gegen diesen Gegner gereicht. Das gibt sicher reichlich Selbstvertrauen für das erste Bayernligaspiel in Sand an diesem Freitag“, freut sich Piecha.

    Reith bringt neuen Schwung

    Sowohl Betz als auch Lampert und Piecha sind sich sicher, dass die Neuzugänge absolute Verstärkungen sind. Adrian Reith, der vom FC Sand wieder ins Grabfeld zurückkehrte, ist für seinen Trainer sowohl sportlich wie auch menschlich ein Gewinn. „Mit seiner positiven Art ist er bei allen beliebt und bringt neuen Schwung in die Elf. Er ist ein variabel einsetzbarer Offensivspieler, der einen guten Tordrang besitzt“, beschreibt Betz den Rückkehrer. Mit Christoph „Schnipp“ Rützel, der vom Kreisligisten Sportfreunde Herbstadt zum TSV stieß, kam Erfahrung pur in den Kader, denn Rützel spielte jahrelang für den Landkreiskontrahenten und jetzigen Regionalligisten TSV Aubstadt in der Bayernliga. „Er hat sofort Verantwortung übernommen und will immer das Beste fürs Team rausholen. Ich habe ihn fürs zentrale Mittelfeld eingeplant“, sagt sein Coach über Rützel.

    Reitstetter kommt aus Jena

    Noch nicht ins Mannschaftstraining eingestiegen ist Vincent Waigand, der vom FC Schweinfurt 05 zum TSV Großbardorf wechselte. „Es ist aber beeindruckend, wie er für sein Comeback arbeitet.“ Zuletzt verpflichtete der Bayernligist mit Valentin Reitstetter, der aus Maßbach stammt, einen weiteren Innenverteidiger, der in der vergangenen Saison dem Kader des Drittligisten Carl Zeiss Jena angehörte. „Als Stammspieler im Oberligateam der Thüringer brachte er es in den letzten beiden Jahren auf 42 Einsätze und zuvor auch 41 Einsätze in der U19-Bundesliga. Er hat eine tolle Ausbildung genossen, ist ein super sympathischer und bodenständiger Typ, der jetzt ein Studium in Schweinfurt beginnt und deshalb wieder in die Region kommt. Wir sind überzeugt, dass er zukünftig ein ganz wichtiger Baustein unserer Mannschaft wird und uns sofort weiterhelfen kann“, sagt Lampert.

    Erst im Oktober wird Benjamin Kaufmann, der für den TSV Rannungen spielte, von seiner Weltreise zurückkehren und dann seine Fußballschuhe für den TSV schnüren. Betz ist sich sicher, dass er topfit zu seinem ersten Training erscheinen wird. „Wir stehen in ständigem Kontakt.“

    Drei U19-Spieler rücken auf

    Neben diesen externen Neuzugängen rückten mit Luca Derlet, Leon Brand und Steven Schranz drei ehemalige Akteure der eigenen U19 in den Bayernligakader auf. „Sie brauchen alle noch Zeit, die wir ihnen auch geben werden. Aber alle haben gute Ansätze“, stellt Betz ihnen ein gutes Zeugnis aus. „Alle Neuzugänge sind meiner Meinung nach absolute Verstärkungen für uns. Sie bringen frisches Blut ins Team und das ist immer gut“, betont der TSV-Coach. „Alle bringen immense Qualität mit.“

    Dem stimmt auch Lampert voll und ganz zu: „Die Neuen sind absolute Verstärkungen, die uns sicher weiterhelfen werden.“ Zwei von ihnen, Reith und Rützel, standen in Eltersdorf im Toto-Pokal-Spiel schon in der Startelf und überzeugten mit guten Leistungen. So bereitete Reith zwei Treffer von Simon Snaschel mustergültig vor. Für Piecha hat sich die Qualität der Mannschaft noch einmal verbessert. „Ich glaube, dass wir in der Breite etwas besser besetzt sind als im Vorjahr.“

    Das Ziel? „Vorne mitspielen“

    Einig sind sich die Drei, wenn sie auf die Saisonziele angesprochen werden. „Wir wollen eine ähnliche Saison wie in der letzten Runde spielen und wollen vorne mitspielen“, formuliert Lampert das Ziel und Piecha sagt: „Wir wollen Platz vier bestätigen und eben wieder in diesen Bereich kommen und so lange wie möglich oben dabeibleiben. Ich persönlich will gesund durch die Runde kommen.“ Neben seinem sportlichen Ziel – „unter die ersten 5 kommen“ – hat der TSV-Trainer auch noch ein zweites: „Wir wollen in den Heimspielen unseren treuen Zuschauern etwas bieten. Meine Elf hat es sicher verdient, dass Zuschauer kommen. Diese sollten die Truppe unterstützen und unser zwölfter Mann sein.“

    Aufgepasst auf Vilzing

    Wie bei den Saisonzielen besteht auch bei den Verantwortlichen Einigkeit bei der Nennung der Favoritenteams für die beginnende Bayernligarunde. Alle drei heben sowohl den SV Seligenporten als auch den letztjährigen Vizemeister DJK Gebenbach auf den Favoritenschild für die Meisterschaft und den Aufstieg in die Regionalliga. „Beide haben Qualität dazu bekommen“, so Lamperts Begründung. Lampert und auch Betz haben aber auch die DJK Vilzing, die aus der Bayernliga Süd, in der sie in der vergangenen Runde Platz 5 belegte, in die Nordgruppe umgruppiert wurde, auf der Liste: „Es könnte auch wieder eine Überraschungsmannschaft wie Gebenbach in der Vorsaison vorne mitmischen“, weitet Betz den Favoritenkreis aus.

    Warum nicht die Grabfeld-Gallier? Wichtig für den weiteren Verlauf der Runde wird für das Betz-Team der Saisonstart mit den beiden englischen Wochen zu Beginn mit den Partien in Sand, gegen Ansbach, in Gebenbach, gegen Cham und in Erlangen sein.

    TSV Großbardorf

    Abgänge

    Julius Büttner (SV Schott Jena), Christian Dietz (Würzburger FV), Tobias Breunig (Pause), Marcel Röder (SG Reiterswiesen), Maximilian Zang (Ziel unbekannt), Pascal Stahl (SV Euerbach/Kützberg), Maximilian Mosandl (FT Schweinfurt), Mert Topuz (FC Sand)

    Zugänge

    Adrian Reith (FC Sand), Benjamin Kaufmann (TSV Rannungen), Christoph Rützel (Sportfreunde Herbstadt), Vicent Waigand (FC Schweinfurt 05), Valentin Reitstetter (Carl Zeiss Jena)

    Tor

    Jonathan Barthelmes, Jonas Schirm, Manuel Schmidt, Julian Schneider

    Abwehr

    Luca Derlet, Moriz Heusinger, Marcel Hölderle, Markus Kirchner, Ronny Mangold, Xaver Müller, Zarko Poznic, Valentin Reitstetter

    Mittelfeld

    Leon Brand, Benjamin Diemer, Florian Dietz, Lukas Dinkel, Lukas Illig, Benjamin Kaufmann, Stefan Piecha, Adrian Reith, André Rieß, Christoph Rützel, Björn Schönwiesner, Vincent Waigand, Dominik Zehe

    Angriff

    Tobias Fleischer, Filip Lijesnic, Steven Schranz, Simon Snaschel

    Trainer

    Cheftrainer André Betz, Co-Trainer Udo Eckert, Co-Trainer Marc Hartmann, Torwarttrainer Otto Dietz

    Meistertipp

    SV Seligenporten, DJK Gebenbach

    Saisonziel

    oben mitspielen

    _

    Weitere Artikel

    Kommentare (0)

      Der Diskussionszeitraum für diesen Artikel ist leider schon abgelaufen. Sie können daher keine neuen Beiträge zu diesem Artikel verfassen!