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    Handball: Dritte Liga Ost Männer

    Überraschung nicht ausgeschlossen

    Volle Kraft voraus heißt es für Franziskus Gerr (in Ballbesitz) und den HSC Bad Neustadt-Rhön im Unterfranken-Derby gege... Foto: Anand Anders

    Handball (ba)

    3. Liga Ost Männer
    HSC Bad Neustadt – TV Großwallstadt
    (Samstag, 19.30 Uhr, Bürgermeister-Goebels-Halle)

    Wird die Zahl 13 zur Unglückszahl für den TV Großwallstadt (1./30:6)? Das hoffen jedenfalls die Fans des HSC Bad Neustadt-Rhön (13./15:23), denn dann würde der Traum der TVG-Verantwortlichen vom 13. Sieg in Folge platzen. „Dafür werden wir uns aber in allen Mannschaftsteilen weiter steigern müssen“, so HSC-Coach Christoph Kolodziej, „wobei ich eine Überraschung nicht ausschließe, wenn wir in der Deckung an die Leistung in Baunatal und in der Offensive an die Vorstellung vor acht Tagen in Nieder-Roden anknüpfen und diese noch einmal verbessern können“.

    Sein Fokus in den Übungseinheiten lag auch auf der Vorwärts- und Rückwärtsbewegung seiner Schützlinge, „das haben wir intensiv trainiert“. Dass sein Team personell weiterhin geschwächt ist, ist ein Wermutstropfen. Konstantin Singwald fällt verletzungsbedingt für dieses Match wie auch das nächste Heimspiel gegen den SC Bruchköbel aus. Jan Wicklein musste das Donnerstags-Training abbrechen, da die Schmerzen in der Wade zu groß wurden. „Ich werde so mit einem Kader von zwei Torhütern und zehn Feldspielern antreten“, informiert Kolodziej weiter, ist aber trotz dieser Probleme frohen Mutes.

    „Die gesunden Spieler, zu denen auch wieder Benedikt Kleinhenz, der für die Rechtsaußenposition vorgesehen ist, gehört, haben alle gut trainiert und sind hochmotiviert. Wir haben die Stärken und Schwächen des Gegners in intensivem Videostudium ausführlich analysiert.“ Dazu trugen auch die Informationen von Mannschaftskapitän Maximilian Schmitt und Linksaußen Martin Bieger bei. Schmitt wurde in der TVG-Akademie ausgebildet, Bieger trug noch im letzten Jahr das Trikot des Spitzenreiters. Diese beiden konnten im Hinspiel die hohe 20:30-Niederlage nicht verhindern, brennen aber gegen ihre früheren Kameraden auf Wiedergutmachung.

    Gerade Schmitt freut sich auf das Unterfranken-Derby. „Es ist immer eine Freude, gegen meine ehemaligen Mitspieler wie Mario Stark aufzulaufen.“ Stark wird die Fahrt an die fränkische Saale antreten, das Trikot werden sich auch andere individuell starke Akteure überstreifen. Zu nennen wären dabei Ex-Nationalspieler Michael Spatz. Der Rechtsaußen führt hat 178 Treffer erzielt und führt mit deutlichem Vorsprung die Torjägerliste dieser Liga an. Sein Coach Manfred Hofmann, bestens bekannt als Torhüter der Weltmeistermannschaft 1978, baut zudem auf die erfahrenen und alle der TVG-Akademie entstammenden Tom Spieß, Niklas Geck und André Göpfert.

    Ein Rückkehrer ist Dino Corak, dem beim jüngsten deutlichen 29:21-Erfolg bei den heimstarken Baunatalern eine Klasseleistung attestiert wurde. Gespannt dürfen die Zuschauer, unter denen sich laut TVG-Mitteilung auch ca. 100 Fans des Spitzenreiters befinden werden, auf Christos Erifopoulos sein. Der 18-Jährige, der in der Junioren-Bundesliga die Torschützenliste anführt, erhielt während der Woche einen Vertrag. Er ist ab sofort für die 1. Mannschaft spielberechtigt. Sein Debüt in der 3. Liga dürfte wahrscheinlich sein, denn hinter den Einsätzen von Lars Spieß und dem früheren Liga-Torjäger Florian Eisenträger stehen noch Fragezeichen.

    „Wir fahren mit großem Respekt nach Bad Neustadt“, bekundet Coach Manfred Hofmann. Die Vereinsverantwortlichen hatten nach einem durchwachsenen Start (6:6 Punkte) eine Wende herbeiführen wollen. Der Plan ging absolut auf. Seit dem Trainerwechsel eilt das einstige Aushängeschild des deutschen Handballs von Sieg zu Sieg. Der als Saisonziel ausgegebene Aufstieg in die 2. Bundesliga dürfte den „Hofmännern“ bei einem aktuellen Vorsprung von sieben Punkten auf den Tabellenzweiten (HC Erlangen II) nicht mehr zu nehmen sein.

    „Aber leichtsinnig dürfen wir nicht werden“, warnt Hofmann im Vorfeld, „weil der HSC das spielerische Potenzial hat, uns ein Bein zu stellen“. Die Gastgeber wollen, nachdem in den letzten acht Spielen nur ein Sieg gelang, gegen die stärkste Offensive der Liga aus ihrer Außenseiterrolle heraus die Wende einleiten. „Ich baue auf die Unterstützung unserer Anhänger“, so der HSC-Trainer. Der Kartenvorverkauf verlief außerordentlich gut, die HSC-Verantwortlichen raten möglichst frühzeitig in die Bürgermeister-Goebels-Halle zu kommen. Großwallstadt besitzt einen großen Klang im deutschen Handball, ist mehrfacher deutscher Meister, Pokal- und Europapokalsieger.

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