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    Handball:

    Hart decken, schnell rauslaufen

    Tim Graf (33) trainiert die Handballer des TSV Blaustein im vierten Jahr. Nach einer Verletzung übernahm er den Posten zunächst als Interimslösung, führte den Klub aber gleich in der ersten Saison zur Meisterschaft in der Württembergliga. Danach glückte zweimal der Klassenerhalt in der Oberliga Baden-Württemberg. Der galt auch als Ziel für diese Saison. Heraus kam der Titel und obendrein der Sieg im Verbandspokal.

    Frage: Vergangene Saison noch Abstiegsrelegation, jetzt an der Schwelle zur Dritten Liga. Wie kommt's?

    Tim Graf: Letztes Jahr hatten wir großes Verletzungspech und vor allem viele Ausfälle auf einmal. Die Neuzugänge Samuel Beha im Tor und Adrian Wowra als vorgezogener Abwehrspieler haben unserem Spiel gut getan. Wir hatten diese Saison weniger Verletzte, konnten besser trainieren und haben konstanter gespielt. Außerdem haben wir unsere Deckung verändert. Damit sind viele Gegner nicht klargekommen.

    Welche Handballphilosophie verfolgen Sie?

    Graf: Es ist schwierig, das in wenigen Worten zusammenzufassen. Ich sage mal so: Wir leben von unserer offensiven Abwehr und dem schnellen Rauslaufen.

    Das Blausteiner Spiel ist also darauf ausgerichtet, viele Tore zu erzielen?

    Graf: Wir haben die zweitbeste Abwehr der Baden-Württemberg-Oberliga. Über sie sind wir zu vielen leichten Gegenstoßtoren gekommen. So können wir Kraft sammeln für unsere harte Abwehrarbeit.

    Die Baden-Württemberg-Oberliga gilt als die stärkste in Deutschland. Macht das Blaustein als den Meister dieser Spielklasse automatisch zum Favoriten im Duell gegen den HSC?

    Graf: Nein. Diese Schablone passt in diesem Jahr nicht. Bad Neustadt hat einen sehr, sehr starken Kader und eine Ausnahmemannschaft.

    Wie intensiv haben Sie sich mit dem HSC beschäftigt?

    Graf: Nachdem wir sicher Meister waren (Anmerkung der Redaktion: seit dem 13. April), haben wir uns ausschließlich auf die Spiele gegen Bad Neustadt vorbereitet.

    Daniel Rathgeber

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