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    FUßBALL:

    Herbstadt/Irmelshausen: Eine neue Art von Spielgemeinschaft

    Die Sportfreunde Herbstadt und der Nachbarverein TSV Irmelshausen werden für die kommende Fußball-Saison und zunächst mal für diese eine neue Art von Spielgemeinschaft eingehen. Neu deshalb, weil sie bisher schon kooperierten mit einer gemeinsamen zweiten Mannschaft, der SG Herbstadt II/Irmelshausen II in der B-Klasse 4.

    Benedikt Jörg aus der Herbstädter Vorstandschaft legte bei seiner Erläuterung dieser – „wir nennen es erweiterte Spielgemeinschaft“ – zunächst Wert auf die Feststellung, dass es keine Fusion ist und beide Vereine ihre Eigenständigkeit behalten. Diese Art der Zusammenarbeit definierte er schließlich so: „Die Sportfreunde Herbstadt spielen weiterhin in der Kreisliga. Irmelshausen I und Herbstadt II spielen in der A-Klasse, wo Irmelshausen bisher allein spielte. Unsere ehemalige zweite Mannschaft nennt sich dann SG Herbstadt III/Irmelshausen II.“

    Drei verschiedene Spielklassen

    Dies würde bedeuten, dass jeder, der einen Pass in Herbstadt hat, in drei verschiedenen Spielklassen spielen kann, je nachdem, wo er gebraucht und eingesetzt wird. Jeder Spieler, dessen Pass auf den TSV Irmelshausen läuft, kann B-Klasse und A-Klasse spielen. Wenn also ein Spieler, der bisher beim TSV Irmelshausen in der ersten Mannschaft in der A-Klasse spielte, Ambitionen hat, Kreisliga zu spielen, dann muss er seinen Pass für diese Saison auf die Sportfreunde Herbstadt umschreiben lassen. Gleichermaßen ist er damit für alle drei Mannschaften spielberechtigt, weil Herbstadt ja an allen drei Mannschaften beteiligt ist. Derzeit sehe es danach aus, dass vier Irmelshäuser von dieser Regelung Gebrauch machen werden: Peter Kürschner, Simon Hey, Sebastian Jucht und Tom Bauer.

    Die Zeichen der Zeit erkannt

    Beide Vereine hätten demnach die Zeichen der Zeit erkannt. Heißt, dass der Spielermangel früher oder später beinahe jeden Verein der Region treffe. Deshalb habe man frühzeitig reagieren und rechtzeitig die Weichen stellen wollen, bevor sich anderweitig Angebote und sportliche Kooperationen, egal ob in Form von Spielgemeinschaften oder gar Fusionen ergeben und man auf einmal keinen Partner mehr findet. In Herbstadt zum Beispiel könne man nicht mit allzu vielen Jugendlichen in den nächsten Jahren rechnen. Was den Nachwuchs betrifft, sieht es in Irmelshausen nicht besser aus.

    „Wir kämen vielleicht noch zwei oder drei Jahre alleine zurecht“, so Benedikt Jörg: „Aber darauf zu warten und dann erst zu reagieren, wäre kurzsichtig. Was tun, wenn Irmelshausen, das allein noch weniger lang durchhalten könnte, sich einen anderen Partner sucht.“ Beide Vereine hätten schon 2017 und 2018 über eine intensivere Art der Zusammenarbeit gesprochen. Mit dieser nun habe man die derzeit beste Lösung gefunden, wenn sie auch zunächst für eine Saison geplant sei. Jörg ist aber sehr zuversichtlich, dass es funktioniert.

    Einen Versuch ist es wert

    Verlierer, so Jörg, gebe es bei beiden Vereinen und unter den Spielern beider Vereine nicht, Gewinner sehr wohl. „Wir haben ihnen dreierlei Mannschaften in dreierlei Klassen zu bieten. Da ist für jeden was dabei. Und für den, der es höherklassiger als bisher versuchen will, ist es ohne Vereinswechsel auch möglich.“ Beide Vereine haben damit eine Zukunft und ihre Sportplätze und Vereinsheime eine Nutzung. Martin Naber heißt weiterhin der Trainer der ersten Mannschaft in der Kreisliga. Roland Harich ist Trainer der zweiten Mannschaft in der A-Klasse und Volker Ziegler der dritten in der B-Klasse. Es biete sich zum Beispiel auch an, die zweite und dritte Mannschaft zusammen trainieren zu lassen. „Einen Versuch ist es doch mindestens wert. Wir sind auch davon überzeugt, dass es gut geht. Gute Lösungen, welche Mannschaft wann wo spielt, müssen natürlich gefunden werden.“

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