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    FUßBALL: BAYERNLIGA NORD

    Hoffnungen ruhen auf dem Gipfelstürmer

    Nach der Besteigung des Kilimandscharo geht der Großbardorfer Torjäger Björn Schönwiesner (vorne rechts) motiviert ins erste Heimspiel nach der Winterpause gegen den ASV Vach. Foto: Anand Anders

    Fußball

    Bayernliga Nord TSV Großbardorf – ASV Vach (Samstag, 16 Uhr, Bioenergie-Arena)

    Nach dem witterungsbedingten Ausfall des Heimspiels am vergangenen Samstag gegen den 1. FC Sand freuen sich Großbardorfs Cheftrainer André Betz und seine Spieler umso mehr, dass der Frühling Einzug gehalten hat und dass deshalb dem Match gegen den Aufsteiger ASV Vach nichts mehr im Wege stehen dürfte. „Der Ausfall war für uns nicht so gut. Aber unser Blick ist sofort in Richtung Vach gegangen“, erklärt Betz. „Nach der Spielabsage brennen meine Jungs darauf, dass sie endlich auch zu Hause in die Rückrunde starten können.“

    Personell aufgerüstet

    Mit dem ASV Vach gastiert am Samstag eine Mannschaft in der Bioenergie-Arena, die sich tief im Abstiegskampf (Vorletzter, damit auf einem Relegationsplatz) befindet. „Unser Gegner hat nach der Pause zwei Siege in Erlangen-Bruck und gegen Jahn Forchheim gelandet. Er hat sich in der Transferperiode durch Neuzugänge enorm verstärkt. Dieses Engagement beweist deutlich, dass die Vacher in der Bayernliga bleiben wollen und alles dafür tun werden“, sagt der TSV-Coach. „Deshalb sind wir gewarnt und werden sie auf keinen Fall unterschätzen.“ Betz ist sich natürlich auch bewusst, dass die Gäste durch die Zugänge von Sven Gordzielik (ATSV Erlangen), dem Iraner Pedram Pishdar, Pascal Tischler (Jahn Forchheim), Christopher Uwadia (SC Feucht) und Yuri Meleleo (SV Seligenporten) qualitativ besser geworden sind und zudem außer diesen noch gute Spieler wie die Röder-Brüder Rico und Sammy in ihren Reihen haben. Tischler, Uwadia und Meleleo standen auch in den beiden erfolgreichen Partien der Gäste in der Startformation von Trainer Norbert Nein.

    Erfolgreiches Hinspiel

    An das Hinspiel in Vach werden sich die Betz-Schützlinge sicher gerne erinnern. Nach Toren von Björn Schönwiesner und Simon Snaschel setzten sich die Bardorfer mit 2:0 durch. „Diesen Erfolg wollen wir nun daheim auch bestätigen. Die drei Punkte werden uns aber nicht so leicht in den Schoß fallen, denn Vach wird mit großem Kampfgeist versuchen, mindestens einen Punkt mit nach Mittelfranken zu nehmen. Deshalb dürfen wir sie auf keinen Fall unterschätzen. Wenn wir den Anspruch haben wollen, weiterhin oben mitzumischen, müssen wir unbedingt gewinnen“, sagt Björn Schönwiesner, mit 15 Toren aktuell bester TSV-Schütze. Der bisher letzte Treffer des 26-Jährigen war zugleich der Siegtreffer beim 1:0 bei der DJK Don Bosco Bamberg im letzten Spiel des TSV. „Wir sind gewarnt und müssen deshalb von Beginn an mit viel Leidenschaft und Zug zum Tor spielen, um unser Ziel Heimsieg zu erreichen, denn nur dann können wir weiter um die vorderen Plätze mitspielen“, fordert sein Trainer.

    Ein tolles Erlebnis

    Großes Medieninteresse erfuhr Schönwiesner in den letzten Wochen durch die Besteigung des Kilimandscharo, mit 5895 Meter der höchste Berg Afrikas. Während der Winterpause war er zusammen mit seinem Onkel Harald und seinem Cousin Benedikt nach Afrika aufgebrochen, weshalb er auch beim Spiel in Seligenporten fehlte. „Die Idee, dies zu tun, kam mir 2017 in den Sinn. Mein Onkel und mein Cousin waren sofort davon begeistert. Während der Planung stellten wir fest, dass diese Tour nur mit einem Guide machbar ist. Jeder von uns hatte drei Begleiter, die das Essen, die Klamotten und die Zelte trugen. Das lebensnotwendige Wasser holen sie aus Quellen. Der Aufstieg dauerte insgesamt sechs Tage. Am letzten Tag sind wir von 4700 auf 5900 Meter hoch. Mir ist es die ganze Zeit gut gegangen. Nur einmal hatte ich kurz Kopfschmerzen, die aber gleich vergangen sind“, erzählt Schönwiesner. „Das war ein tolles Erlebnis, das ich nie vergessen werde. Nach der Besteigung haben wir uns noch eine fünftägige Zeltsafari durch vier Nationalparks gegönnt.“

    Einige Ausfälle drohen

    Ob Schönwiesner auch gegen Vach auf Torejagd gehen kann, ist noch nicht sicher: ihn plagen Wadenprobleme. Mehr als fraglich ist der Einsatz von Torwart Julian Schneider, der sich im Training am Knie verletzte. „Sollte Julian nicht spielen können, hätte ich aber keine Angst, sondern größtes Vertrauen in Christian Dietz“, stellt Betz klar. Voraussichtlich wird auch Mert Topuz (krank) nicht auflaufen können. Sicher nicht dabei sein werden Moriz Heusinger (Verletzung aus dem Spiel der zweiten Mannschaft), Lukas Dinkel (Zehenverletzung) und Marcel Hölderle (Kahnbein-OP).

    Von Günter Madrenas

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