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    FUßBALL: BAYERNLIGA NORD

    Großbardorf nimmt die Geschenke an

    Drei Torschützen auf einem Bild: Florian Dietz (von links) brachte die Grabfeld-Gallier nach dem Ausgleich von Bastian Lunz wieder in Führung. Tobias Fleischer setzte den Schlusspunkt zum 3:1. Foto: Anand Anders

    Nach der vermeidbaren Niederlage in Würzburg, als man eine Stunde lang eine eher enttäuschende Vorstellung bot, kehrte der Fußball-Bayernligist TSV Großbardorf wieder in die Erfolgsspur zurück. Das Team von André Betz setzte sich mit 3:1 (1:1) gegen den FSV Erlangen-Bruck durch. Und das durchaus verdient, wie auch Gästetrainer Normann Wagner hinterher zugab: „Großbardorf hat sich den Dreier verdient. Denn die Hausherren hatten mehr Spielanteile und die bessere Spielanlage.“ Auch der Bardorfer Coach befand, dass der Sieg in Ordnung gehe.

    Rieß muss früh raus

    Von der ersten Minute an sah man bei den Grabfeldern den Willen, sich zu rehabilitieren und die letzte Niederlage vergessen zu machen. „Wir wollten den maximalen Erfolg mit maximalem Tempo erreichen“, berichtete Betz, gab aber zu, dass die Partie bis zum Führungstreffer seiner Elf dahingeplätschert sei. Dabei musste der TSV-Coach bereits nach fünf Minuten einen Wechsel vornehmen. André Rieß, der als zweite Spitze neben Simon Snaschel agieren sollte, musste wegen Oberschenkelproblemen passen und durch Lukas Dinkel ersetzt werden. Mit ihrer ersten klaren Möglichkeit, als man sich an der Eckfahne das Leder erkämpfte, kamen die Platzherren zum 1:0. Die folgende Eingabe von Dominik Zehe nutzte Simon Snaschel zu seinem fünften Saisontreffer und brachte damit seine Mannschaft in Führung. „Da haben wir ein Gastgeschenk verteilt. Denn der Ballverlust war ein depperter Fehler“, ärgerte sich der Gästecoach.

    Schneider bravourös

    Danach bewahrte TSV-Schlussmann Julian Schneider, der von seinem Coach ein Sonderlob bekam („Julian hielt uns einige Male im Spiel“), seine Elf vor dem Ausgleich, als er einen Seybold-Kopfball bravourös abwehrte. Doch nach 39 Minuten war auch er machtlos, als zunächst Oliver Seybold an die Latte köpfte und Bastian Lunz im Nachschuss erfolgreich war. „In dieser Szene haben wir den zweiten Ball nicht gut verteidigt“, befand Betz. Glück hatte der Gastgeber kurz vor dem Halbzeitpfiff, als nach einem missglückten Rückpass Schneider bei seiner Rettungstat gegen Adem Selmani Kopf und Kragen riskierte und dadurch Sieger blieb.

    In den zweiten 45 Minuten wurde das Spiel des Gastgebers aber wesentlich druckvoller, temporeicher und dadurch besser. Da hatte Betz in der Kabine anscheinend die passenden und richtigen Worte gefunden. „Ich habe meinen Jungs nur noch einmal deutlich gemacht, dass wir das Match unbedingt gewinnen wollten“, sagte der TSV-Coach. Und seine Mannen hielten sich daran. „Natürlich war unsere zweite Führung wichtig“, stellte er klar. Dieses 2:1 war zudem ein schöner Treffer, der wohlüberlegt war. Denn bei einem Freistoß ungefähr 20 Meter vor dem Tor spielte Dominik Zehe mit Stefan Piecha Doppelpass und Zehe zog aus zwölf Metern ab. Diesen Schuss konnte FSV-Keeper Nicolas Herzig nicht festhalten und Florian Dietz staubte aus Nahdistanz ab. „Bei diesem Treffer haben wir Lehrgeld bezahlen müssen, denn wir haben uns übertölpeln lassen“, sagte der Coach der Gäste.

    Doppelpass vor dem 3:1

    In Überzahl, Erlangens Jan Sperber hatte von Schiedsrichter Christopher Schwarzmann die gelb-rote Karte erhalten, erspielte sich der Gastgeber etliche erfolgversprechende Konterchancen. Aber entweder verpasste man den richtigen Zeitpunkt des Abspiels oder der letzte Pass landete in den Beinen eines Gästespielers. Nicht aber in der 86. Minute, als ein schulbuchmäßig vorgetragener Angriff zum 3:1 und damit zur Entscheidung führte. Zarko Poznic spielte mit Björn Schönwiesner auf der linken Außenbahn Doppelpass und in seine Eingabe rutsche der eingewechselte Tobias Fleischer und lenkte das Leder ins Netz des Gästetores. Kurz vorher aber hatte allen Fans der Grabfeld-Gallier der Atem gestockt, als nach einer Eingabe Ronny Mangold in höchster Bedrängnis das Leder in Richtung eigene Torlinie lenkte, aber sein Torhüter den Ball am Überschreiten hindern konnte.

    So blieb es beim Dreier für die Hausherren, den sie sich aufgrund einer deutlichen Leistungssteigerung nach der Pause auch redlich verdient hatten. „Wir freuen uns über die drei Punkte und auch auf das am kommenden Samstag anstehende Derby in Aubstadt“, sagte Betz.

    Die Statistik des Spiels

    Fußball: Bayernliga Nord

    TSV Großbardorf –

    FSV Erlangen-Bruck 3:1 (1:1)

    Großbardorf: Schneider – Müller, Mangold, Hölderle, Poznic – Piecha – F. Dietz, Zehe, Schönwiesner – Rieß (5. Dinkel, 87. Röder), Snaschel (72. Fleischer).

    Erlangen-Bruck: Herzig – Lala, Özdemir, Lunz, Sperber – Bauernschmitt, Fromholzer (80. Skach) – Cagli (85. Kemenni), Djonbalic, Selmani – Seybold.

    Schiedsrichter: Schwarzmann (Scheßlitz). Zuschauer: 170.

    Tore: 1:0 Snaschel (25.), 1:1 Lunz (39.), 2:1 F. Dietz (51.), 3:1 Fleischer (86.). Gelb-Rot: Sperber (65., Erlangen-Bruck).

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