• aktualisiert:

    HANDBALL:

    Der erste Eindruck ist positiv

    „Wir wollen schönen, schnellen und natürlich erfolgreichen Handball spielen“, hat Chrischa Hannawald, der neue Trainer des Handball-Bayernligisten HSC Bad Neustadt, zu Beginn der vor allem für die Spieler wohl strapaziösen Vorbereitungsphase erklärt. Dem 47-jährige Unternehmer, der seit 2012 eine Handballschule für Kinder im Alter von acht bis 14 Jahren betreibt, ist die Umsetzung des Vorhabens „sofortige Rückkehr in die Dritte Liga“ aufgrund seiner langjährigen Erfahrung als Spieler wie auch als Trainer zuzutrauen.

    Der 19-fache Nationalspieler, Vize-Europameister im Jahr 2002, verfügt in Handballkreisen über einen guten Ruf, nicht umsonst kehrte er nach offiziell erklärter Beendigung seiner Karriere in Großwallstadt später nochmals in die Bundesliga zurück, er sprang kurzfristig für den verletzten Johannes Bitter beim HSV Hamburg und wenig später für den verletzten Henning Fritz bei den Rhein-Neckar Löwen ein. Trainererfahrung sammelte er vorwiegend beim Bergischen HC, wo er Co- und Torwarttrainer war.

    Hartes Vorbereitungsprogramm

    Die Erfahrung als Spieler und Trainer will er nun auf dem Schulberg einbringen. „Mein erster Eindruck ist, und das war bei der gemeinsamen Radtour am vergangenen Wochenende auf dem Kreuzberg ersichtlich, dass zwischen den Spielern und mir Sympathie entstanden ist.“ Diese Sympathie soll unter dem harten Vorbereitungsprogrammes nicht leiden. „Wobei in den ersten zwei Wochen Kraft- und Ausdauertraining angesagt ist, da wollen wir uns die Substanz für die Vorrundenspiele erarbeiten.“ Es folgen dann Übungseinheiten zur Verbesserung der Technik, ein Schwerpunkt soll insbesondere das schnelle Spiel über die Mitte sein, eingeleitet durch rasche Abwürfe der Torhüter.

    Respekt vor jedem Gegner

    „Unser Ziel muss sein, jeden Gegner über 60 Minuten unter Druck zu setzen.“ Dabei ist sich der Coach bewusst, „dass wir als Absteiger immer die Gejagten sein werden. Gerade in fremden Hallen dürfen wir wegen frenetischer Fans nicht den Kopf verlieren. Und wir dürfen vor allem nicht arrogant spielen. Arroganz kann ich zum einen nicht leiden und zum anderen verbietet dies der Respekt vor jedem Kontrahenten“, sagt Hannawald, „dominant spielen macht Arroganz überflüssig.“ Über die meisten Gegner hat er sich bereits Informationen eingeholt, „ein Mitfavorit scheint der TSV Friedberg zu sein“, mit den Schwaben hatten sich die Saalestädter schon in der Vergangenheit hitzige Duelle geliefert. Im Umfeld des HSC sieht er keine Probleme, die Mannschaft selbst bezeichnet er als „intakt, sie weiß Handball zu spielen.“ Auch die Zusammenarbeit mit seinem Co-Trainer Igor Mjanowki sieht er als unproblematisch an, „weil er viel Erfahrung mitbringt, auch als Torwarttrainer große Fachkenntnis besitzt, die Spieler gut kennt und bei diesen angesehen ist.“

    Pokalspiel am Samstagabend

    Von der Terminierung etwas ungelegen kommt Hannawald, der mit seiner Familie in Brebersdorf wohnt und dort noch vor kurzem das Fußballtor der DJK hütete, das Pokalspiel gegen die DJK Waldbüttelbrunn, das am Samstagabend um 19.30 Uhr in der Bürgermeister-Goebels-Halle angepfiffen wird. Da springen beide Teams quasi ins kalte Wasser, „aber unser Ziel ist natürlich das Erreichen der nächsten Runde“, so Chrischa Hannawald, der viel Optimismus ausstrahlt. Sein Kollege Dusan Suchy wird nicht seine beste Formation nach Bad Neustadt schicken. Weil die Grün-Weißen nach eigener Aussage bereits im Februar für diesen Termin einen Doppeltest gegen attraktive Gegner aus Hessen vereinbart haben, fährt eine Mischung aus zweiter Mannschaft und A-Jugend zum Pokal in die Rhön.

    Weitere Artikel

    Kommentare (0)

    Der Diskussionszeitraum für diesen Artikel ist leider schon abgelaufen. Sie können daher keine neuen Beiträge zu diesem Artikel verfassen!