• aktualisiert:

    HANDBALL: 3. LIGA MITTE

    Gehandicapter HSC Bad Neustadt

    Franziskus Gerr wird den HSC Bad Neustadt in dieser Saison als Kapitän auf das Spielfeld führen. Foto: Anand Anders

    Handball

    3. Liga Mitte HSC Bad Neustadt – HSG Rodgau Nieder-Roden (Samstag, 19.30 Uhr, Bürgermeister- Goebels-Halle)

    Zum Start der Saison 2019/20 hat Drittliga-Spielleiter Andreas Tiedemann dem HSC Bad Neustadt gleich einmal ein Brett vor die Nase gesetzt. Denn der Gast aus Nieder-Roden, der in der vergangenen Runde Platz Vier im Endklassement belegte, gehört allen Voraussagen nach auch in dieser Saison zu den Spitzenteams der Liga, „weil deren Spieler mehrheitlich seit Jahren zusammenspielen und eine gewachsene Truppe sind“, hat HSC-Coach Chrischa Hannawald analysiert.

    Viele bekannte Spieler

    Tatsächlich kann HSG-Coach Jan Redmann auf etliche Akteure bauen, die schon mehrmals auf dem Bad Neustädter Schulberg aufgelaufen sind. Namen wie Marco Rhein (Torhüter) sowie die Offensivkräfte Timo Kaiser, Philippe Kohlstrung, Alexander Weber und Florian Stenger haben sich auch bei den heimischen Fans einen Namen gemacht. In diese Reihe gehören eigentlich auch Michael Weidinger und der Ex-Großwallstädter Niklas Geck, beiden sind allerdings langzeitverletzt und fallen für die Auftaktpartie aus. Trotzdem wird die HSG Rodgau Nieder-Roden mit einem spielstarken Aufgebot anreisen. Dass die Hessen gut in Schuss sind, bewiesen sie am letzten Wochenende, als sie im Pokal den Erstliga-Absteiger aus Bietigheim beim 27:28 an den Rande einer Niederlage brachte.

    „Aufgrund der Ausgangslage ist Nieder-Roden natürlich favorisiert“, meint Hannawald, „aber diese Rolle sorgt auch für Druck“. Die Außenseiterrolle seiner Schützlinge „sollte uns dagegen befreit aufspielen lassen, gewinnen wollen wir natürlich auch“, so Hannawald, was nicht nur zwei Punkte auf dem Guthabenkonto bedeuten, sondern auch für gesteigertes Selbstvertrauen hinsichtlich der nächsten Aufgaben sorgen würde.

    Rastner fällt aus

    Die Gastgeber gehen allerdings personell gehandicapt in das Heimspiel. „Leon Rastner fällt wegen eines Innenbandanrisses im Sprunggelenk sicher aus, und auch Vilim Leskovec wird wohl mit neunzigprozentiger Sicherheit nicht mitwirken können“, sagt Hannawald. Leskovec erhielt beim letztwöchigen Turnier in Leipzig, „einen Schlag in den Rücken, der sich zu einem formidablen Bluterguss entwickelt hat und Vilim zu einer Trainingspause zwang“. Im Wissen, „dass eigentlich keine Mannschaft der Liga weiß, wo sie aktuell steht, gehen wir optimistisch an die Mittellinie“, verkündet Hannawald. „Unser Mindestziel muss sein, den Gegner so lange wie möglich zu ärgern und auf eine Überraschung hinzuspielen“. (ba)

    Weitere Artikel

    Kommentare (0)

      Der Diskussionszeitraum für diesen Artikel ist leider schon abgelaufen. Sie können daher keine neuen Beiträge zu diesem Artikel verfassen!