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    HANDBALL: 3. LIGA MITTE

    HSC: Statt Worten sind nun Taten gefragt

    Jure Fistonic (am Ball) und der HSC Bad Neustadt empfangen die SG Leutershausen. Gegen den Tabellendritten sollen die ersten Punkte der Saison her. Foto: Anand Anders

    Handball

    3. Liga Mitte HSC Bad Neustadt – SG Leutershausen (Samstag, 19.30 Uhr, Bürgermeister-Goebels-Halle)

    Beim Versuch, die ersten Punkte in dieser Saison zu ergattern, muss der HSC Bad Neustadt im Heimspiel gegen die SG Leutershausen (2./11:3) über sich hinauswachsen. „Angesichts der bisherigen Leistungen beider Mannschaften ist der Gast natürlich favorisiert“, meint nicht nur HSC-Coach Frank Ihl. Auch auf der Gegenseite sprechen die Verantwortlichen von einer klaren Favoritenrolle, wobei deren Coach Frank Schmitt trotzdem ein schweres Spiel auf dem Schulberg erwartet.

    Sieg gegen den Tabellenführer

    Schmitt äußert leichtes Unverständnis über die rote Laterne der „Rotmilane“. Via Vereins-Homepage spricht er von einem Gegner, „der schlechter steht als er spielt“. Gut spielen derzeit die Gäste. Diese fügten im letzten Heimspiel dem Tabellenführer MSG Bieberau-Modau beim 29:23 die erste Niederlage zu. Diesen Erfolg hatten sie zum einen ihrem Torhüter Alexander Hübe, der bei etlichen Eins-Eins-Situationen glänzte, zum anderen dem torhungrigen Rückraum zu verdanken. Erfolgreichster Schütze war der im linken Rückraum agierende Ex-Gelnhausener Sven Schreiber mit sieben Treffern. Ihm wenig nach standen Maximilian Rolka und Hendrik Wagber (je 5). Als konterstark präsentierte sich Rechtsaußen Dominic Sanfreddo.

    Vom SG-Team (es verlor beim letzten Aufeinandertreffen vor 19 Monaten mit 17:21 in der Bürgermeister-Goebels-Halle) sind nur noch wenige dabei. Insgesamt haben sich die Gäste seitdem verstärkt und peilen den Sprung in die Zweite Liga, der sie jahrelang angehörten, an. Die bislang einzige Niederlage kassierte Leutershausen zum Saisonauftakt – es war eine 21:33-Klatsche in Großwallstadt. „Der Gegner wird hochmotiviert sein“, ist sich HSC-Coach Frank Ihl sicher. Dieser hat seine Spieler akribisch auf diese Begegnung vorbereitet. Zu den Trainingsschwerpunkten gehörten die Verbesserung der Wurfeffizienz („Wir haben uns zu viele Fehlwürfe aus besten Positionen geleistet“).

    Erfolgserlebnisse müssen her

    Andererseits galt es auch die Spieler psychisch aufzurichten. „Diesen setzt die Niederlagen-Serie natürlich zu“, hat er erkannt. „In Drucksituationen verlieren sie zu früh und zu oft den Kopf, was in eine Unsumme von technischen Fehlern mündet“. Darunter leidet der Spielaufbau, was sich wiederum negativ auf die Leistung des Rückraumes auswirkt. „Wir waren weder gegen Northeim noch gegen Hanau in der Lage, den notwendigen Druck aufzubauen.“ Einige Spieler wie Max Bauer und Maximilian Drude haben sichtlich ihr Selbstvertrauen verloren. „So etwas kann man aber nur mit Erfolgserlebnissen zurückgewinnen“, meint ihr Trainer.

    Dieser sah zu Beginn seiner Tätigkeit beim HSC eine Baustelle im Defensivverhalten. „Doch das hat sich erfreulicherweise verbessert. 22 Gegentreffer gegen Northeim und 26 in Hanau sind prinzipiell kein schlechter Wert“. Er favorisiert gegen die Gäste ein 6:0-System, „damit ergeben sich für den gegnerischen Rückraum weniger Räume, zum anderen erhöht dies auch die Chancen für die Torhüter, Würfe aus größerer Distanz zu parieren“. Doch angesichts der Offensivleistung waren es bislang doch zu viele Gegentreffer. „Wir wollen gegen Leutershausen die Wende schaffen und den Tabellenzweiten mit einer starken Abwehr-, aber auch genauso starken Angriffsleistung mit leeren Händen nach Hause schicken“, gibt sich Ihl optimistisch.

    Ihl: "Spieler in der Pflicht"

    In personeller Hinsicht stehen ihm alle Spieler zur Verfügung. „Es mag zwar vermessen klingen, aber ich strebe sechs Punkte in den nächsten drei Partien an, dann wären wir wieder im Geschäft. Insgesamt sehe ich nun die Spieler in der Pflicht, gegenüber dem Verein, den Zuschauern und den Sponsoren. Es gibt keine Ausreden mehr. Statt Worten sind nun Taten gefragt“, so der Coach abschließend. (ba)

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