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    TISCHTENNIS: BUNDESLIGA

    Bad Königshofen bricht den Bann

    Bastian Steger (im Bild) war der entscheidende Spieler beim 3:1 des TSV Bad Königshofen gegen den TTC Schwalbe Bergneustadt. Er gewann gegen Paul Drinkhall und Alvaro Robles. Foto: ArchivRudi Dümpert

    Tischtennis

    Bundesliga Männer

     

    TTC Neu Ulm – TTC Fulda Maberzell 3:1  
    TTC Zugbrücke Grenzau – 1. FC Saarbrücken 1:3  
    TTC indeland Jülich – Post SV Mühlhausen 0:3  
    TSV Bad Königshofen – TTC Schw. Bergneustadt 3:1  
    ASV Grünwettersbach – Borussia Düsseldorf 1:3  

     

     

    1. (1.) 1. FC Saarbrücken 6 5 0 1 17 : 7 10 : 2  
    2. (2.) TSV Bad Königshofen 6 5 0 1 16 : 7 10 : 2  
    3. (5.) Borussia Düsseldorf 6 5 0 1 15 : 9 10 : 2  
    4. (4.) SV Werder Bremen 5 4 0 1 14 : 8 8 : 2  
    5. (6.) Post SV Mühlhausen 6 4 0 2 15 : 8 8 : 4  
    6. (2.) TTC Schw. Bergneustadt 6 4 0 2 14 : 9 8 : 4  
    7. (7.) TTF Ochsenhausen 5 3 0 2 10 : 8 6 : 4  
    8. (9.) TTC Neu Ulm 6 2 0 4 13 : 15 4 : 8  
    9. (8.) ASV Grünwettersbach 6 2 0 4 10 : 15 4 : 8  
    10. (10.) TTC Fulda Maberzell 6 1 0 5 8 : 16 2 : 10  
    11. (11.) TTC Zugbrücke Grenzau 6 0 0 6 4 : 18 0 : 12  
    12. (12.) TTC indeland Jülich 6 0 0 6 2 : 18 0 : 12  

     

    Die nächsten Spiele, Montag, 19 Uhr: Bremen – Ochsenhausen; Freitag, 18. Oktober, 19 Uhr: Bergneustadt – Neu-Ulm, Ochsenhausen – Bad Königshofen, Mühlhausen – Grünwettersbach, Jülich – Saarbrücken, Fulda-Maberzell – Grenzau.

    Viermal hatte es der TSV Bad Königshofen bisher verglich versucht, gegen den TTC Schwalbe Bergneustadt zu gewinnen. Im fünften Anlauf klappte es nun endlich mit dem ersten Sieg. „Ich habe vor dem Spiel gesagt, dass wir heute entweder mit 3:1 gewinnen oder mit 1:3 verlieren“, sagte TSV-Manager Andy Albert, der Recht behalten sollte und einen 3:1-Erfolg der Bad Königshöfer bejubeln konnte.

    Steger liefert

    Die Hausherren wussten um die Stärke der Bergneustädter im Doppel und setzten darauf, dass ihr Einser Bastian Steger seine beiden Einzelduelle gewinnen würde. Zunächst hatte er es zum Auftakt mit dem Engländer Paul Drinkhall zu tun. Beide Spieler begegneten sich anfangs auf Augenhöhe und so stand es im ersten Satz 9:9. Nun war zum ersten Mal an diesem Tag das Glück auf der Seite des TSV Bad Königshofen, denn ein Netzroller bescherte Bastian Steger den ersten Satzball, den dieser auch gleich nutze. Ähnlich der Verlauf des zweiten Satzes, der sogar in die Verlängerung ging. Dort machte sich erneut Stegers Routine bemerkbar. Nach einer Auszeit der Gäste machte er die entscheidenden zwei Punkte zum 12:10. Nachdem auch der dritte Satz an den Neu-Königshöfer ging, lagen die Gastgeber nach knapp 30 Minuten mit 1:0 in Führung.

    Nackenschläge für Zeljko

    Nun wollte Filip Zeljko, der den weiterhin verletzten Kilian Ort ersetzte, seinen ersten Einzel-Sieg in dieser Saison einfahren. Gegen den Spanier Alvaro Robles merkte man Zeljko das durch den Doppel-Sieg am letzten Spieltag gewonnene Selbstvertrauen an und so lag der Kroate im ersten Satz zwischenzeitlich mit 9:6 in Führung. Dann aber wachte Robles auf, machte fünf Punkte in Folge und versetzte Zeljko den nächsten Nackenschlag. Der zweite folgte im anschließenden Satz, als er erst aus einen 3:8-Rückstand ein 10:10 machte, am Ende aber wieder mit leeren Händen da stand. Robles hatte nun wenig Probleme und holte sich auch den dritten Satz.

    Wie vor einer Woche gegen Neu-Ulm stand es zur Pause also wieder 1:1 und Mizuki Oikawa musste sein Einzel gegen das Bergneustädter Eigengewächs Benedikt Duda unbedingt gewinnen, um ein abschließendes Doppel zu vermeiden. Allerdings ist dieser Duda eine echte Hausnummer, in der Weltrangliste auf Platz 39 gelistet und in dieser Saison bis dato mit einer 5:2-Bilanz. Hinzu kam, dass die Spieler des TSV Bad Königshofen in den bisherigen Duellen noch nie gegen ihn gewinnen konnten.

    Sensationelle Aufholjagd

    Entsprechend motiviert ging der kleine Japaner ins Spiel, schaltete sofort in den Angriffsmodus und holte sich nach teils spektakulären Ballwechseln den ersten Satz mit 11:7. Die Zuschauer waren jetzt da, peitschten Oikawa weiter nach vorne und bejubelten das 11:8 im dritten Satz. Dann schien er allerdings eine kleine Verschnaufpause zu benötigen, gab den dritten Satz fast kampflos mit 1:11 ab und lag auch im vierten bereits mit 1:7 zurück. Oikawa gab aber nicht auf, kämpfte sich Punkt um Punkt heran und hatte in den entscheidenden Momenten auch das Glück des Tüchtigen auf seiner Seite. So bescherte ihm ein Netzroller das 13:11 und den Gastgebern die 2:1-Führung.

    Ein Punkt fehlte jetzt noch zum erhofften vierten Sieg im vierten Heimspiel. Diesen sollte Steger, der gegen Robles gleich furios loslegte und den ersten Satz in der Verlängerung gewann, holen. Der Spanier sorgte zwar durch den Satzausgleich noch einmal für Spannung, doch dann war wieder Steger-Time. Angefeuert von den Fans, die es kaum noch auf den Sitzen hielt, spielte sich der TSV-Neuzugang in einen Rausch und machte den 3:1-Erfolg perfekt.

    Euphorie entfacht

    „Und nun ist im nächsten Heimspiel Borussia Düsseldorf fällig“, sagte Hallensprecher Jürgen Halbig im Moment der Euphorie. Auch TSV-Manager Andy Albert war die Freude über den ersten Sieg gegen Bergneustadt anzumerken: „Mit dem fünften Saisonsieg haben wir uns jetzt erst einmal oben fest gebissen und eine große Euphorie entfacht.“ Und vielleicht ist diese ja auch ein entscheidender Faktor in den nächsten beiden Spielen in Ochsenhausen und zuhause gegen Düsseldorf.

    Die Statistik des Spiels

    Tischtennis, Bundesliga TTBL

    TSV Bad Königshofen –

    TTC Schwalbe Bergneustadt 3:1

    Bastian Steger – Paul Drinkhall 3:0 (11:9, 12:10, 11:7)

    Filip Zeljko – Alvaro Robles 0:3 (9:11, 10:12, 8:11)

    Mizuki Oikawa – Benedikt Duda 3:1 (11:7, 11:8, 1:11, 13:11)

    Steger – Robles 3:1 (12:10, 5:11, 11:7, 11:4)

    Zuschauer: 493.

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