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    Fußball: Tagung Kreis Rhön

    Da kommt Freude auf bei den Vizemeistern der B-Klassen

    Kurz vor Saisonbeginn fand im Sportheim des TSV Aschach die Spielgruppentagung des FußballKreises Rhön statt, zu der der Kreisvorsitzende Rainer Lochmüller Vertreter fast aller Vereine und einige Funktionäre, allerdings nicht die erkrankten André Nagelsmann (Kreisspielleiter), Peter Schmitt (Gruppenleiter) und Ruth Müller (Beauftragte für den Frauen- und Mädchenfußball) begrüßen konnte. Nach der Vorstellung der sportlichen Aktivitäten des TSV Aschach durch dessen Vorsitzenden Stefan Metz wurden die Tagesordnungspunkte abgearbeitet.

    Aufgepasst auf Pyrotechnik

    Im Rückblick auf die vergangene Saison sprach Lochmüller von einer weitgehend „problemlosen“, gratulierte dem SV Burgwallbach/Leutershausen noch einmal zur Hallenmeisterschaft und zum Pokalsieg auf Kreisebene. Kreissschiedsrichterobmann Harald Schreiber wies einmal mehr darauf hin, „dass das schwarze Trikot laut Spielordnung primär dem Schiedsrichter vorbehalten ist. Sollten Mannschaften in schwarzen Trikots auflaufen wollen, haben sie entweder Ausweichtrikots mitzubringen oder sich Leibchen überzustreifen“. 99 Prozent aller Spiele seien aus Sicht der Unparteiischen problemlos absolviert worden. Beschwerden habe es gegeben, weil in etlichen Pässen alte oder verwaschene Fotos eingeklebt wären. Dieses sei unverzüglich zu korrigieren. Die wiederholten Attacken gegenüber jungen Schiedsrichtern seien zu unterlassen. Es folgte ein Vortrag des Lehrwartes der Gruppe Bad Neustadt, Daniel Karch, bezüglich der neuen Regeln, deren Inhalt den Klubs aber schon anderweitig bekannt gegeben wurde. Von wenigen „großartigen Fällen“ berichtete der Vorsitzende des Kreissportgerichts, Manfred Schneider. Er machte noch einmal auf die „happigen Strafen, mindestens 300 Euro, beim unerlaubten Einsatz von Pyrotechnik aufmerksam. „Die kann sich ein Verein sparen, Gnadenakte des Kreissportgerichts duldet der Verband nicht und werden vom Verbandssportgericht revidiert“.

    Spielberechtigung

    Auf ein besonderes aktuelles Problem wies Schneider hin: Die DJK Waldberg und die SG Sandberg I Waldberg II spielen jetzt in der Kreisklasse. Dies führt zu Komplikationen hinsichtlich der Spielberechtigung von Spielern der sogenannten 1. und 2. Mannschaft. Um die Spielberechtigung von Akteuren (drei Spieler, bzw. 15-Tage-Regelung) am gleichen Spieltag nicht zu gefährden, wird die DJK als erste Mannschaft und die SG als zweite Mannschaft geführt. Gleiches gilt auch für den FC WMP Lauertal, bei der Lauertal I der sogenannte „höherklassige Verein“ ist und Lauertal II als „unterklassiger Verein“ in Sachen Spielberechtigung geführt wird. Kurz wie immer fiel der Bericht des Kreisehrenamtsbeauftragten Klaus Eisenmann aus. Zwischenzeitlich verfügen 80 Prozent der Klubs in der Rhön über einen Vereinsehrenamtsbeauftragten, Die nächste Schulung findet am 10. Oktober, 18 Uhr, beim RSV Wollbach statt. Für den Ehrenamtspreis 2019 und den U-30-Preis nimmt er noch Anmeldungen an.

    Nach einem Vortrag über die neuinstallierten Apps des Verbandes durch den Bezirks-Online-Beauftragten Jürgen Apel informierte der stellvertretende Bezirksspielleiter Gottfried Bindrim über Verbandsgeschehnisse. Er bedauerte die geringe Teilnahme der Rhöner Vereine bei der Fußballiade in Landshut und wies auf das in den Kreisen Rhön, Coburg und Kronach gestartete Pilotprojekt „U-18-Liga“ hin. Danach wird der jüngere Jahrgang der 18-jährigen dem Spielbetrieb der U-17 angehören, der ältere Jahrgang ist bei den Männern spielberechtigt.

    Rainer Lochmüller überreichte danach einen Scheck der BFV-Sozialstiftung an den Vertreter der DJK Premich, Udo Loibersbeck, „die 1.000 Euro werden für die Sanierung unseres wildschweinverwüsteten Rasenplatzes verwendet“,

    Auf- und Abstiegsregelung

    Mit Spannung erwarteten die Vereinsvertreter die Bekanntgabe der Auf- und Abstiegsregelung. In der Kreisliga Rhön steigt der Meister auf, der Zweite geht in die Relegation. Die letzten Zwei steigen ab, der Dritt- und Viertletzte muss in die Relegation. In den Kreisklassen steigen die Meister auf, die Vizemeister können das über die Relegation schaffen. Neu: Es steigt in jeder Kreisklasse nur der Tabellenletzte direkt ab, der Vorletzte muss in die Relegation.

    Die Meister der A-Klassen steigen auf, die Vizemeister können es über die Relegation packen. Auch in den A-Klassen steigt nur das Schlusslicht direkt ab. Eine Abstiegsrelegation gibt es, wie auch in den vergangenen Jahren, nicht.

    Die Vereine in den B-Klassen dürfen sich freuen: In allen vier B-Klassen steigt diesmal nicht nur der Meister direkt auf, sondern auch die Tabellenzweiten, so dass die Aufstiegsspiele diesmal entfallen. Das warf sofort die Frage auf, wie es mit den B-Klassen („elf Heimspiele in einer Saison sind aus wirtschaftlichen Erwägungen eine Katastrophe“, so ein Vereinsvertreter) weiter gehen soll. Und da hatte Gottfried Bindrim eine Überraschung parat. „Wir werden vom System der Pyramide zu einem System des Baumstammes übergehen. Das heißt, es wird in der nächsten Saison 2020/21 wohl nur noch drei B-Klassen, drei A-Klassen, zwei Kreisklassen und eine Kreisliga in der Rhön geben.“ Dies löste nach Ende der Veranstaltung bei nicht wenigen B-Klassen-Vertretern die Diskussion aus, wie weit dann die Auswärtsfahrten wohl werden. (bala)

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