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    TISCHTENNIS: BUNDESLIGA

    TSV Bad Königshofen muss eine Geschäftsstelle aufbauen

    24 Tagesordnungspunkte waren zur Vorbereitung der neuen Saison in der Tischtennis-Bundesliga TTBL in einer siebenstündigen Nonstopsitzung im Maritim-Hotel in Fulda bei der Mitgliederversammlung des TTBL-Trägervereins und der Gesellschafter-Versammlung der TTBL-Sport GmbH zu bearbeiten. Deren Geschäftsführer Nico Stehle paukte zusammen mit den Vertretern der elf Bundesligisten nicht nur angenehme, sondern, je nach Größe des Vereins, auch unangenehme Themen durch, wobei zur Erreichung der Zwei-Drittel-Mehrheit mitunter heiß gefochten und gerungen wurde. Andy Albert, Manager des TSV Bad Königshofen, konnte „mit fast allen Auflagen und Bestimmungen leben, aber eben nur fast.“

    Vorreiter bei Nachwuchsarbeit

    Der TSV erfülle vom finanziellen Aufwand her die Lizenzbedingungen für die Ligazugehörigkeit. „Was die Nachwuchsarbeit betrifft, nehmen wir sogar eine Vorreiterrolle ein“, sagte Albert. Dies war allerdings nur ein Nebenschauplatz. Wie ein roter Faden zog sich durch die Mammut-Veranstaltung das Bestreben, die Reputation der Liga und die Wahrnehmung der Sportart Tischtennis bei den Sportfans anderer Sportarten „in etwa“, so Nico Stehle, „auf das Niveau des Basketballs und des Volleyballs zu heben.“

    Hierzu seien einschneidende Maßnahmen notwendig. Eine davon liege im Bereich der Medienpräsenz. So würden alle Spiele ab August nicht mehr auf sportdeutschland.tv, sondern auf www.tischtennis-deutschland.tv live übertragen. Ab Ende 2018 gebe es mit Multi-Channel-Funktion eine neue Konferenzübertragung, bei der man ein Spiel live anschaut und die anderen per Knopfdruck mitbeobachten kann. „Der nächste Schritt muss das Free-TV sein“, sagte Stehle. Was der ASV Grünwettersbach bereits praktiziert, ist zusätzlich ein Live-Kommentar. „Auf Perspektive gesehen muss das unser Ziel im Sinn der Gleichheit sein“, forderte Stehle. Im Sinne eines ganzheitlichen Ticketkonzepts sind alle Vereine verpflichtet, pro Heimspiel mindestens 90 Tickets für nummerierte und im Hallenplan einsehbare Plätze im Internet anzubieten.

    „Müssten Geld rauskriegen“

    Der Grundlagenvertrag der TTBL mit dem Deutschen Tischtennis-Bund (DTTB) bindet die Vereine zum Zweck der Ganzheitlichkeit an Vorgaben, bei deren Nichteinhaltung Vertragsstrafen zwischen 75 und 5000 Euro (kein A-Lizenz-Trainer) drohen. Geld würde es kosten, wenn nicht mindestens ein deutscher U23-Spieler mindestens fünf Einsätze pro Saison hat. Das erledigt Kilian Ort. Mit mindestens zwei Schulen müsse eine Kooperation mit Tischtennis-AGs bestehen, mindestens ein Mini-Meister-Ortsentscheid stattfinden, mindestens sechs Stunden pro Woche ein mindestens C-Lizenz-Trainer Jugendtraining abhalten. „Da müssten wir ja Geld raus kriegen“, bemerkte Albert hierzu.

    Mächtig ins Zeug legte er sich indes gegen die Auflage, dass ab der kommenden Saison jeder Bundesligist eine Geschäftsstelle mit zunächst 20 Stunden Öffnungszeit – nächstes Jahr 25, übernächstes 30 – betreiben muss. Was für die Großvereine eine Selbstverständlichkeit darstellt, musste von den Kleinen als Kröte geschluckt werden.

    Heimspiel im Pokal

    Ein unaufgeregter Tagesordnungspunkt war die Auslosung des Achtelfinales des DTTB-Pokals 2018/19. Noch dazu lag die Auslosung in Bad Königshöfer Hand, weil die Versammlung den Pressevertreter Rudi Dümpert zur Glücksfee bestimmte. Er zog folgende Paarungen, die zwischen dem 28. August und dem 3. Oktober 2018 durchzuführen sind: Ochsenhausen – Fulda-Maberzell, Saarbrücken – Mühlhausen, Sieger Vorrundengruppe 3 – Grenzau, Sieger Vorrundengruppe 4 – Bremen, Bad Königshofen – Bergneustadt, Sieger Vorrundengruppe 2 – Grünwettersbach, Sieger Vorrundengruppe 1 – Jülich. Die sieben Sieger dieser Begegnungen sowie Borussia Düsseldorf (Freilos) ziehen ins Viertelfinale ein. Andy Albert sagte zur Pokalauslosung: „Ein Quali-Gruppen-Gegner wäre natürlich machbarer gewesen. Bergneustadt ist nicht einfach, hat uns letzte Saison zweimal geschlagen. Aber es hätte schlimmer kommen können. Wichtig ist, dass wir nicht reisen müssen, sondern ein zusätzliches Heimspiel haben. Jetzt müssen wir mal sehen, wann wir und unser Gast die Spieler verfügbar haben und dann einen Termin finden.“ Das Eröffnungsspiel für die Bundesliga-Saison 2018/19 bestreiten am Freitag, 17. August, Borussia Düsseldorf und der TTC Fulda-Maberzell.

    Spielplan TSV Bad Königshofen

    Sonntag, 19. August, 15 Uhr: SV Werder Bremen – TSV Bad Königshofen

    Freitag, 31. August, 19 Uhr: TTC Zugbrücke Grenzau – Bad Königshofen

    Sonntag, 2. September, 15 Uhr: Bad Königshofen – TTC RhönSprudel Fulda-Maberzell

    Sonntag, 9. September, 15 Uhr: ASV Grünwettersbach – Bad Königshofen

    Sonntag, 30. September, 15 Uhr: Bad Königshofen – 1. FC Saarbrücken-TT

    Sonntag, 7. Oktober, 15 Uhr: Post SV Mühlhausen – Bad Königshofen

    Sonntag, 20. Oktober, 15 Uhr: Bad Königshofen – TTC indeland Jülich

    Sonntag, 28. Oktober, 15 Uhr: Schwalbe Bergneustadt – Bad Königshofen

    Sonntag, 18. November, 15 Uhr: TTF Liebherr Ochsenhausen – Bad Königshofen

    Sonntag, 25. November, 15 Uhr: Bad Königshofen – Borussia Düsseldorf

    Sonntag, 2. Dezember, 15 Uhr: Bad Königshofen – Bremen

    Sonntag, 9. Dezember, 15 Uhr: Bad Königshofen – Grenzau

    Sonntag, 23. Dezember, 15 Uhr: Jülich – Bad Königshofen

    Sonntag, 13. Januar, 15 Uhr: Bad Königshofen – Grünwettersbach

    Sonntag, 19. Januar, 15 Uhr: Saarbrücken – Bad Königshofen

    Sonntag, 27. Januar, 15 Uhr: Bad Königshofen – Mühlhausen

    Sonntag, 10. Februar, 15 Uhr: Jülich – Bad Königshofen

    Sonntag, 17. Februar, 15 Uhr: Bad Königshofen – Bergneustadt

    Sonntag, 10. März, 15 Uhr: Bad Königshofen – Ochsenhausen

    Sonntag, 17. März, 15 Uhr: Düsseldorf – Bad Königshofen

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