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    TISCHTENNIS:

    Mizuki Oikawa wie entfesselt

    Mizuki Oikawa (im Bild) vom Bundesligisten TSV Bad Königshofen zog bei den Czech Open durch einen Sieg über den Weltrang... Foto: ittfworld/Danilo Kesic

    Das Tischtennis-Trio des TSV Bad Königshofen, Mizuki Oikawa, Kilian Ort und Bence Majoros hatte außer der sechsstündigen Heimfahrt nicht viel Zeit, sich nach dem sensationellen 3:0-Auswärtssieg beim SV Werder Bremen zurückzulehnen. Bereits am Montagmorgen ging die Reise weiter ins 700 Kilometer entfernte Olmütz zu den Czech Open, den offenen tschechischen Meisterschaften, wo ein Großteil der Weltspitze am Start war.

    Österreichs Nummer 1 schlägt Ort

    Und am Dienstag schon musste Kilian Ort (Weltrangliste Nr. 212) in der 2. Vorrunde gegen die österreichische Nummer 1 Robert Gardos, WR 49, ran. Gardos war noch einen Tick stärker und auch glücklicher. Ort verlor zwei der vier Sätze bei der 2:4-Niederlage in der Verlängerung (11:6, 13:15, 8:11, 11:5, 7:11, 10:12). „Nicht schlecht, er hatte seine Chancen, es geht vorwärts mit Kilian“, sah TSV-Manager Andy Albert Orts Auftritt äußerst positiv. Auch der Bundestrainer Jörg Roßkopf verteilte Komplimente: „Das war eine starke Leistung von Kilian.“

    Bad Königshofens Neuzugang Bence Majoros (WR 103) traf in der gleichen Runde auf den Rumänen Rares Sipos und unterlag relativ deutlich mit 1:4 (7:11, 12:14, 11:7, 4:11, 6:11). Dafür machte er den Bad Königshöfern Hoffnung, eine starke Alternative für die Aufstellung des Doppels in der Bundesliga zu sein. Im Viertelfinale schaltete er zusammen mit dem jungen Dänen Anders Lind, auf den er nächsten Freitag beim Auswärtsspiel in Grenzau treffen könnte, das ungarische Doppel Nandor Ecseki/Adam Szudi mit 3:1 (11:4, 11:8, 2:11, 11:8) aus. Erst im Halbfinale war Endstation gegen Europas stärkstes Doppel bei der letzten EM, Patrick Franziska (Saarbrücken)/Jonathan Groth (Dänemark). Majoros/Lind verloren 0:3 (7:11, 9:11, 8:11).

    Dafür ging bei Bad Königshofens Nummer 1 Mizuki Oikawa richtig die Post ab. Gegen den Serben Lorencio Lupulesku, den Bruder der Freundin seines ehemaligen Bad Königshöfer Teamkollegen Darko Jorgic, setzte sich Oikawa deutlich mit 4:0 (11:8, 14:12, 11:2, 11:2) durch. In der dritten Vorrunde schaltete Oikawa (WR 76) den Ungarn Nandor Ecseki (WR 129) mit 4:1 (11:7, 11:3, 5:11, 11:2, 11:4) aus. Am Mittwoch hatte er dann ein aus persönlicher Sicht überragend wichtiges Spiel vor der Brust. Es konnte ihn nämlich ein Stück vorwärts bringen, gilt es doch für den 21-jährigen Japaner auf dem Weg zu seinem Ziel Olympische Spiele 2020 in Tokio noch einige Konkurrenten aus seiner Heimat zu überholen.

    Sieg gegen Koki Niwa

    Koki Niwa, die aktuelle Nummer 11 der Weltrangliste, war einer von ihnen. Der kleine TSV?ler spielte eine super Partie und eliminierte seinen Landsmann mit seinem 4:1-Erfolg (11:9, 11:7, 5:11, 12:10, 12:10) aus dem Turnier. Wobei er in den drei gewonnenen knappen Sätzen seine gewachsene Nervenstärke unter Beweis stellte.

    Am Freitag stand Mizuki Oikawa im Achtelfinale ein noch größerer Brocken im Weg mit dem chinesischen Super-League-Spieler Zheng Peifeng. Er verlor zwar, lieferte dem Penholder-Spieler aber einen großen Kampf mit fantastischen Ballwechseln und zwang ihn in den siebten Satz. Letztendlich musste er sich dem Spieler aus dem Reich der Mitte aber mit 3:4 (5:11, 3:11, 11:5, 3:11, 11:8, 11:8, 4:11) beugen.

    Ab jetzt gilt die ganze Konzentration des TSV-Trios wieder den beiden Bundesligaspielen am Freitag, 31. August, in Grenzau, und am Sonntag, 2. September, dem ersten Saison-Heimspiel gegen Fulda. Andy Albert zu seinem Schützling: „Mizuki ist zurzeit so gut wie nie. Dieser Zheng hat letzte Woche in Bulgarien unseren Ovtcharov mit 4:0 von der Platte geputzt und ist der kommende Mann. Dem drei Sätze abzunehmen und so nah dran zu sein, macht ihm und uns Mut.“

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