• aktualisiert:

    FUßBALL: BAYERNLIGA NORD

    Großbardorf: Nur das Ergebnis passt nicht ganz

    Christoph Rützel (rechts), der in dieser Szene vor dem Erlangener Yuri Meleleo am Ball ist, rettete mit seinem Treffer zum 1:1 dem TSV Großbardorf einen Punkt im letzten Spiel des Jahres gegen den ATSV Erlangen. Foto: Anand Anders

    Im letzten Spiel des Jahres musste sich der TSV Großbardorf nach einem gutklassigen Bayernligaspiel mit einem 1:1 (0:1)-Unentschieden gegen den ATSV Erlangen begnügen. Damit verpassten die Schützlinge von Cheftrainer André Betz den angestrebten fünften Dreier in Folge. Dennoch zeigte sich Betz hinterher nicht allzu enttäuscht. „Das Einzige, was ich meinen Jungs heute vorwerfen kann, ist das Ergebnis.“ Dem schloss sich auch Bardorfs Sportvorstand Andreas Lampert an. „Die Spieler haben noch einmal alles rausgehauen, was noch im Tank war.“

    Starke zweite Hälfte

    Und das war noch recht viel. Denn besonders nach dem Wechsel war es ein einziges Anrennen auf das Tor der Gäste. Immer wieder versuchten die Hausherren, die kompakte Abwehr der Mittelfranken über die Außen aufzureißen und sich Chancen zum Ausgleich zu erspielen. „Was die Mannschaft in der zweiten Halbzeit geboten hat, war aller Ehren wert. Sie haben sich den Punkt durch ihre gute Leistung gegen einen starken Gegner verdient“, lobte denn auch Lampert und auch Betz war mit der gezeigten Leistung einverstanden. „Die Elf hat vom Anpfiff weg geackert und alles gegeben und sich schließlich mit dem Ausgleich belohnt.“

    Dem muss man sich anschließen, obwohl sich der eine oder andere Zuschauer im ersten Durchgang an die Partie gegen Abtswind (0:2) erinnert haben dürfte. Denn damals vergaben die Grabfelder in der Anfangsphase gleich zwei Strafstöße und gerieten dann auch noch in Rückstand. Dieses Mal war es zwar nur ein Elfmeter – nachdem ATSV-Keeper Michael Kraut Simon Snaschel von den Beinen geholt hatte – aber auch der wurde wieder vergeben. Der Schuss von Christoph Rützel war viel zu schwach getreten und bereitete Michael Kraut, der das Leder sogar festhalten konnte, keine Probleme. „Der Elfer war dumm und vor allem viel zu schwach geschossen. Man soll halt vorher nicht anfangen zu denken. Zum Glück habe ich meinen Fehlschuss später wieder gutgemacht“, atmete Rützel nach dem Abpfiff erleichtert auf.

    Unglücklicher Rückstand

    Wie gegen Abtswind gerieten die Grabfeld-Gallier wenig später erneut in Rückstand. Nach einer Guerra-Flanke landete der Kopfball von Zoran Maksimovic zunächst am Pfosten, doch der zurückprallende Ball flog an seinen Körper und von dort ins Netz. „Zur Pause lagen wir meiner Meinung nach verdient in Führung“, äußerte sich Gästetrainer Shqipran Skeraj hinterher, bekam aber nicht die Zustimmung von Betz, der ein 4:2-Chancenplus für die Seinen gesehen hatte.

    Mit dem Wiederanpfiff verlief das Spiel dann aber ganz anders als gegen Abtswind. Damals ergaben sich die Hausherren mehr oder weniger ihrem Schiscksal, doch gegen Erlangen drehten sie noch einmal mächtig auf und erspielten sich einige gute Möglichkeiten. Die beiden besten hatten der eingewechselte Dominik Zehe, der das Leder freistehend aus sieben Meter vorbeiköpfte, und Stefan Piecha, der den Ball aus acht Meter zwar in Richtung Tor beförderte, aber ein Erlangener Abwehrbein rettete auf der Linie. Doch kurz vor dem finalen Schlusspfiff für das Jahr 2019 wurden die Bemühungen doch noch mit dem 1:1-Ausgleich belohnt. Nach einer Freistoßflanke von André Rieß stieg Christoph Rützel am höchsten und ließ dem Gästekeeper mit seinem Kopfball keine Abwehrchance.

    Zeit zum Abschalten

    Obwohl die Hausherren in der vierminütigen Nachspielzeit noch auf den Dreier drängten, blieb es beim 1:1. Während sich die Zuschauer bei Glühwein, Christstollen und Lebkuchen stärken konnten, waren die Spieler froh, dass sie doch noch mit einem Unentschieden in die bis März 2020 dauernde Winterpause gehen konnten. „Heute haben wir noch einmal alles gegeben und das 1:1 erzwungen. Jetzt aber sind wir alle froh, dass es in die Winterpause geht. Da können wir alle runterkommen und den Kopf vom Fußball frei bekommen“, sagte stellvertretend Mannschaftskapitän Stefan Piecha.

    Die Statistik des Spiels

    Fußball, Bayernliga Nord

    TSV Großbardorf –

    ATSV Erlangen 1:1 (0:1)

    Großbardorf: Schneider – Kaufmann (84. Hölderle), Mangold, Kirchner, Heusinger (46. Zehe) – Rützel, Piecha – Müller, Dinkel – Rieß, Snaschel.

    Erlangen: Kraut – Lindner (48. Luft), Kleefeldt, Kaja, Guerra – Krämer, Mandelkow – Maksimovic, Markert, Meleleo (83. Bajic) – Herzner.

    Schiedsrichter: Simon Marx (Großwelzheim). Zuschauer: 150.

    Tore: 0:1 Zoran Maksimovic (32.), 1:1 Christoph Rützel (87.). Rot: Zoran Maksimovic (90., Erlangen, grobes Foulspiel). Besondere Vorkommnisse: Christoph Rützel (Großbardorf) scheitert mit Foulelfmeter an Michael Kraut (22.).

    Kommentare (0)

      Der Diskussionszeitraum für diesen Artikel ist leider schon abgelaufen. Sie können daher keine neuen Beiträge zu diesem Artikel verfassen!