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    Handball:

    Der HSC steht vor einer Reise ins Unbekannte

    Anfang Oktober soll die Saison in der 3. Liga starten. Die Handballer des HSC Bad Neustadt spielen weiter in der Staffel Mitte. Dort treffen sie auf elf neue Gegner.
    Frank Ihl (im Bild), der Trainer des HSC Bad Neustadt, trifft mit seiner Mannschaft in der kommenden Saison auf viele unbekannte Gegner.
    Frank Ihl (im Bild), der Trainer des HSC Bad Neustadt, trifft mit seiner Mannschaft in der kommenden Saison auf viele unbekannte Gegner. Foto: Anand Anders

    Die Handballer des HSC Bad Neustadt werden in der Saison 2020/21 viel Zeit auf Autobahnen verbringen. Sehr viel Zeit. Die Fahrten zu den Auswärtsspielen der Staffel Mitte führen die Mannen um Trainer Frank Ihl nach Hessen, Rheinland-Pfalz, Nordrhein-Westfalen und ins Saarland. Die weiteste führt ins fast 400 Kilometer entfernte Krefeld, die kürzeste über knapp 100 Kilometer nach Gelnhausen. Aus Bayern ist der TV Kirchzell dabei, nicht aber Aufsteiger HaSpo Bayreuth.

    8600 Kilometer im Bus 

    Ein Nutzer eines Internet-Forums hat ausgerechnet, dass der Bad Neustädter Drittligist ab Herbst über 8600 Reise-Kilometer zurücklegen muss. Neben der Staffeleinteilung hat der Deutsche Handball-Bund (DHB) am Sonntag auch bekanntgegeben, wann die Saison beginnen soll: am ersten Wochenende im Oktober.

    Elf neue Gegner

    Mit der HSG Krefeld, der HG Saarlouis, dem SV Zweibrücken, der HSG Bergische Panther (Burscheid), dem Leichlinger TV, dem VfL Gummersbach II, dem TuS Opladen, dem Longericher SC, dem TuS Kaiserslautern-Dansenberg, dem TV Hochdorf und der HSG Haßloch treffen die Rotmilane im Vergleich zur Vorsaison auf elf neue Gegner. Wie Bad Neustadt in der Staffel Mitte verblieben sind der TV Kirchzell, der TV Gelnhausen, die HSG Dutenhofen/Münchholzhausen II, die MSG Groß-Bieberau/Modau, die HSG Hanau und die HSG Rodgau Nieder-Roden.

    18er-Staffel mit vier Absteigern

    Die vier Staffeln der 3. Liga spielen in der kommenden Saison mit je 18 Klubs, aus jeder Staffel müssen am Saisonende vier Vereine absteigen. "Dass wir Startdatum, Staffeleinteilung und Modus haben, hilft allen Beteiligten. Wir und damit auch die Vereine können nun etwas konkreter planen", wird Horst Keppler, der Vorsitzende der Spielkommission 3. Liga, in einer Mitteilung des DHB zitiert.

    Ihl: "Reizvolle Staffel"

    "Es wird für uns eine Reise ins Unbekannte", sagt HSC-Trainer Frank Ihl. "Es ist eine spannende und reizvolle Staffel. Vor allem freue ich mich darüber, dass wir jetzt endlich wissen, wann es losgeht." Noch am Sonntag machte sich Ihl daran, Termine für Vorbereitungsspiele festzumachen. So bald wie möglich will er den geregelten Trainingsbetrieb anlaufen lassen. Aktuell sind er und die Spieler noch in Kurzarbeit, die Handballer halten sich selbstständig fit. Eduard Mardian, der Geschäftsführer der HSC-Spielbetriebsgesellschaft, will sich zum Thema Kurzarbeit in dieser Woche mit seinem Team besprechen. Er kann sich gut vorstellen, "dass wir sie zum 1. August aufheben". 

    Kader soll erweitert werden

    Neben den externen Neuzugängen Felix Wolf, Stanislaw Gorobtschuk, Benjamin Herth und Noah Streckhardt werden beim Trainingsstart auch die Eigengewächse Emir Rovcanin, Noah Hahn, Leon Demel und Sebastian Kirschke dabei sein. Ihl begreift das als "Zeichen an die Jugendspieler des HSC. Wir geben den Jungs die Chance, sich weiterzuentwickeln." Daneben sei man dabei, "den Kader noch zu erweitern". Verlassen haben den HSC Nick Weber, Maximilian Kalliske, Max Bauer und Martin Bieger. Mit Gary Hines konnte sich der Klub nicht auf einen neuen Vertrag einigen.

    Mardian: "Erheblicher Kostenfaktor" 

    Aus sportlicher Sicht hält Mardian die neue Staffel Mitte für "sehr, sehr interessant". Wirtschaftlich gesehen hätte er sich freilich gewünscht, dass die Staffel in ihrer vorherigen Form erhalten geblieben wäre. Die vielen weiten Fahrten seien schließlich ein erheblich Kostenfaktor. Aber: "Es ist ja klar, dass der Verband nicht die Wünsche aller Vereine berücksichtigen kann." Noch keine verbindliche Aussage seitens des Verbands gab es beim Thema Zuschauer. In einer vom DHB initiierten Umfrage unter den Vereinen hatte sich Mardian Anfang Juli so positioniert, dass er Geisterspiele ablehnt.

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