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    FUßBALL:

    Geisterspiel bringt dem TSV Großbardorf über 6000 Euro

    Bayernliga-Derby 2       -  3000 Zuschauer sahen 2007 den 2:0-Erfolg des TSV Großbardorf gegen den FC Schweinfurt 05. Bis heute ist das die Rekord-Kulisse in der Bioenergie-Arena.
    3000 Zuschauer sahen 2007 den 2:0-Erfolg des TSV Großbardorf gegen den FC Schweinfurt 05. Bis heute ist das die Rekord-Kulisse in der Bioenergie-Arena. Foto: Anand Anders

    „Viel zu schnell und viel zu clever“ waren die Grabfeld-Gallier des TSV Großbardorf bei ihrem virtuellen Heimspiel am Wochenende gegen die Covid-19-Römer. Den – erdachten – 6:4-Sieg der Grabfelder stellten Simon Snaschel und Stefan Piecha mit je drei Treffern sicher. „Torschützen der Römer waren Kekulé, Drosten, Streeck und am Ende auch noch Lauterbach“, schreibt der TSV auf seinen Profilseiten in den Netzwerken Facebook und Instagram.

    Keine neue Rekordmarke

    Die wichtigste Zahl für den Fußball-Bayernligisten war freilich eine andere: „Über 2000 Zuschauer“, sagt Sportvorstand Andreas Lampert, hatten ein Ticket für das Geisterspiel gekauft. „Das ist eine sehr gute Zahl.“ Wie viele Karten genau verkauft wurden, wird am Mittwoch feststehen. Dass es mit dem angestrebten Zuschauerrekord nicht geklappt hat, ficht Lampert nicht an. „Wir sind sehr zufrieden“, bekräftigt er.

    Über 6000 Euro Einnahmen

    Die Großbardorfer hatten gehofft, 3500 Karten zu verkaufen. Das wäre eine neue Bestmarke für ein Spiel in der Bioenergie-Arena gewesen. Die immer noch aktuelle datiert aus dem Jahr 2007, als an die 3000 Zuschauer den 2:0-Sieg des TSV gegen den FC Schweinfurt 05 sahen. „3500 Zuschauer waren ein ambitioniertes Ziel“, sagt Lampert, „wir sind über jedes einzelne verkaufte Ticket dankbar.“ Über 2000 verkaufte Eintrittskarten für das Geisterspiel bedeuten über 6000 Euro Einnahmen für den TSV. Am Mittwoch wollen die Verantwortlichen besprechen, wofür sie das Geld einsetzen wollen. Möglicherweise werde es dazu genommen, um Kosten aus dem laufenden Betrieb zu begleichen. „Wir haben ja sonst keine weiteren Einnahmen“, sagt Lampert.

    Training erst wieder Ende Juli

    Bei den Männern und den älteren Junioren-Jahrgängen ruht der Trainingsbetrieb bei den Grabfeld-Galliern voraussichtlich bis Ende Juli. Jedenfalls wenn es dabei bleiben sollte, dass die Saison im September fortgesetzt wird. „Wir werden erst wieder einsteigen, wenn absehbar ist, wann wir spielen“, sagt Lampert. Bei den jüngeren Jahrgängen wolle man sich daran orientieren, wann der in Großbardorf ansässige Stützpunkt seinen Betrieb wieder aufnimmt.

    Geisterspiel auch in Bischofsheim

    „Wir haben laufende Kosten, aber keine Einnahmen. Wir müssen schauen, dass wir über die Runden kommen.“ Manfred Markert, der stellvertretende Vorsitzende des VfR Stadt Bischofsheim, spricht das aus, was derzeit alle Vereinsverantwortliche umtreibt. Als Daniel Kamm mit der Idee kam, Tickets für ein Geisterspiel des Kreisklassisten zu verkaufen, musste er keine Überzeugungsarbeit leisten. Steigen soll es am 14. Juni in der – passenderweise – Geisfürstarena zu Wegfurt. Die Bischofsheimer haben sich zum Ziel gesetzt, 500 Karten zu verkaufen. „Ich halte das für machbar“, sagt Manfred Markert. Dankbar ist er den Trainern des Vereins, dass sie derzeit auf ihre Entschädigung verzichten.

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