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    FUßBALL:

    Philipp Kleinhenz wechselt vom TSV Aubstadt zur SG Unsleben/Wollbach

    Der 29-jährige Mittelfeldspieler freut sich darauf, künftig mit seinen Kumpels zu kicken. Warum er sich für den Kreisklassisten entschieden hat und was er im ersten Training gelernt hat.
    Nach vier Jahren verlässt Philipp Kleinhenz (Mitte) den TSV Aubstadt und wechselt in die Kreisklasse zur SG Unsleben/Wollbach.
    Nach vier Jahren verlässt Philipp Kleinhenz (Mitte) den TSV Aubstadt und wechselt in die Kreisklasse zur SG Unsleben/Wollbach. Foto: Anand Anders

    52 Regionalliga- und über 100 Bayernligaspiele hat Philipp Kleinhenz in den letzten acht Jahren für den TSV Aubstadt, den FC Schweinfurt 05 und den TSV Großbardorf absolviert. Die Sportanlagen in Seligenporten, Illertissen oder Buchbach dürften ihm also vertrauter sein als die Sportplätze in Sandberg oder Nordheim. Das wird sich allerdings ab September ändern. Denn dann wird der 29-jährige Mittelfeldspieler, der in den letzten vier Jahren für den TSV Aubstadt spielte, im Trikot der SG Unsleben/Wollbach in der Kreisklasse Rhön 2 auflaufen.

    Mehrere Angebote höherklassiger Vereine abgelehnt

    Es ist eine große Umstellung für Kleinhenz, der bereits mit 13 Jahren zum FC Schweinfurt 05 wechselte und seitdem fast ausschließlich höherklassig spielte. Was ihn bei einem Kreisklassen-Verein erwartet, bekam er gleich bei den ersten Trainingseinheiten in Unsleben zu spüren. "Dass ich meine eigene Wasserflasche mit zum Training bringen muss, war für mich etwas komplett Neues. Ich habe auch festgestellt, dass ich kaum eigene Trainingskleidung besitze. Das wurde sonst immer vom Verein gestellt." Dennoch hat er sich bewusst für den Wechsel zur SG Unsleben/Wollbach und gegen Angebote von Vereinen aus höheren Ligen, bei denen er noch etwas Geld hätte verdienen können, entschieden. "Ich wollte endlich auch einmal zusammen mit meinen Kumpels kicken. Das hatte ich bisher ja eigentlich noch nie", sagt Kleinhenz.

    Doch wie kam es dazu, dass er sich ausgerechnet für die SG Unsleben/Wollbach entschieden hat? "Ich kenne eigentlich fast jeden aus der Mannschaft und war in meiner Freizeit in den letzten Jahren oft in Unsleben unterwegs", sagt Kleinhenz. Auch eine eigene Wohnung hat er sich mittlerweile in Unsleben gekauft. "Der Wechsel dorthin war letztlich die einfachste und auch die schönste Möglichkeit." Da er zukünftig auch mehr Verantwortung im Job übernehmen wird, sei dies der richtige Schritt. "Ich freue mich auch darauf, jetzt mehr Freizeit zu haben und nicht das komplette Wochenende wegen des Fußballs unterwegs zu sein."

    In Zukunft öfter beim FC Schweinfurt 05 im Stadion

    Dennoch werde er seine Zeit in Aubstadt in guter Erinnerung behalten. "Es waren vier lehrreiche Jahre. Der Verein ist von Jahr zu Jahr gewachsen und immer besser geworden. Der Aufstieg in die Regionalliga war natürlich dann ein ganz besonderes Highlight." Auch die Stimmung innerhalb der Mannschaft sei super gewesen. "Da sind mit der Zeit auch private Freundschaften entstanden. Daher wünsche ich den Aubstädtern das Beste und hoffe, dass sie sich in der Regionalliga etablieren."

    Noch mehr wird er allerdings einem anderen Verein in der Regionalliga die Daumen drücken: dem FC Schweinfurt 05. Seit seiner Jugend ist Kleinhenz ein großer Fan der Schnüdel. Da verwundert es nicht, dass er bei der Frage nach seinem schönsten Erlebnis der letzten Jahre den 3:1-Derby-Sieg der 05er gegen die Würzburger Kickers im Jahr 2013 nennt. "Vor über 6000 Zuschauern hat Daniel Mache damals fast von der  Mittellinie das 2:1 erzielt. Ich wurde dann kurz vor Schluss für ihn eingewechselt", erinnert sich Kleinhenz. "Da die Spiele in der Kreisklasse ja meist am Sonntag sind, freue ich mich drauf, zukünftig wieder öfter nach Schweinfurt ins Stadion gehen zu können."

    Ziel: Im Liga-Pokal das Bestmögliche erreichen

    Zunächst aber wird Kleinhenz erst einmal in Unsleben auf dem Fußballplatz stehen. Sechs Trainingseinheiten hat er mit seinem neuen Team bereits absolviert und die ersten Eindrücke sind durchweg positiv. "Das Training macht richtig Spaß, auch weil die Beteiligung sehr gut ist. Das hätte ich so gar nicht erwartet." Auch wenn der Spaß am Hobby nun im Vordergrund stehen soll, zeigt sich Kleinhenz ehrgeizig: "In der Liga stehen wir im Mittelfeld, da ist für uns nicht viel möglich. Daher freue ich mich, dass es den neuen Liga-Pokal geben soll. Da wollen wir schon das Bestmögliche rausholen."

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